Unter den drei Leitgedanken Licht, Spiegel und Transparenz treten Werke und Objekte aus Bildender Kunst, Architektur, Grafik und Design in einen vielschichtigen Dialog. Die Ausstellung versteht sich als bewusstes Gegenüberstellen unterschiedlicher Disziplinen, die den Begriff der Reflexion auf je eigene Weise erforschen und interpretieren. Sichtbares und Gedachtes, Materielles und Immaterielles greifen ineinander und eröffnen neue Lesarten moderner und zeitgenössischer Gestaltung.
Für diese Begegnung wurde eine Ausstellungsarchitektur entwickelt, die beide Ausstellungsräume jeweils in eine weiße und eine schwarze Hälfte gliedert. So entsteht ein atmosphärischer Rahmen für Licht und Schatten, Tag und Nacht sowie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit – Themen, die sich in den gezeigten Arbeiten und Objekten unmittelbar widerspiegeln und den Raum selbst zum Teil der Erzählung machen.
Neben den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss erweitert sich die Präsentation in den Raum hinein. Zu den sogenannten Satelliten zählen eine Glasarbeit im Eingangsbereich der Pinakothek der Moderne ebenso wie ein Fenster am oberen Ende der großen Treppe Ost, das selbst zum Kunstwerk transformiert wird. Die Ausstellung verlässt damit bewusst die klassischen Grenzen des Ausstellungsraums und bindet die Architektur des Hauses aktiv ein.