Wassily Kandinsky, „Dominant Curve“, 1936, abstrakte Komposition in leuchtenden Farben, Moderne Kunst, Peggy Guggenheim Collection
Wassily Kandinsky, „Dominant Curve“, 1936, abstrakte Komposition in leuchtenden Farben, Moderne Kunst, Peggy Guggenheim Collection – Mit freundlicher Genehmigung von: guggenheimvenice / Peggy Guggenheim Collection

Wann: 25.04.2026 - 19.10.2026

Peggy Guggenheim steht im Zentrum der Ausstellung Peggy Guggenheim in London: The Making of a Collector, die im Frühjahr 2026 in der Peggy Guggenheim Collection einen entscheidenden Moment der Moderne neu beleuchtet: jene kurze, intensive Zeit, in der sich Sammeln, Risiko und Vision zu einer Haltung verdichteten, die Kunstgeschichte schreiben sollte.

Die Ausstellung ist die erste groß angelegte museale Schau, die Peggy Guggenheims Jahre im Vereinigten Königreich und ihre erste Galerie Guggenheim Jeune in London in den Fokus rückt, die zwischen 1938 und 1939 aktiv war. Kuratiert von Gražina Subelytė, Kuratorin der Peggy Guggenheim Collection, gemeinsam mit dem Gastkurator Simon Grant, widmet sich die Ausstellung einer Phase, in der sich Peggy Guggenheim als Sammlerin und Mäzenin formierte.

Rita Kernn-Larsen, Self-Portrait (Know Thyself), 1937, Öl auf Leinwand, surrealistische Szene mit Spiegel, Gesicht und weiblicher Figur (c) Solomon R. Guggenheim Foundation, New York
Rita Kernn-Larsen, Self-Portrait (Know Thyself), 1937, Öl auf Leinwand, surrealistische Szene mit Spiegel, Gesicht und weiblicher Figur (c) Solomon R. Guggenheim Foundation, New York – Mit freundlicher Genehmigung von: guggenheimvenice / Peggy Guggenheim Collection

Über einen Zeitraum von nur achtzehn Monaten, von Januar 1938 bis Juni 1939, entwickelte sich die Galerie Guggenheim Jeune zu einem Leuchtturm der Avantgarde. Sie förderte lokale wie internationale Künstler und profilierte sich als Plattform für abstrakte und surrealistische Positionen. In dieser kurzen Zeit wurden mehr als zwanzig Ausstellungen realisiert, darunter Wassily Kandinskys erste Einzelausstellung in London, eine monografische Schau von Jean Cocteau, die erste Gruppenausstellung zum Medium Collage im Vereinigten Königreich sowie eine ebenso ambitionierte wie kontrovers diskutierte Ausstellung zeitgenössischer Skulptur.

Peggy Guggenheim in London: The Making of a Collector beleuchtet diesen prägenden Abschnitt im kulturellen Vorfeld des Zweiten Weltkriegs und zeigt, wie sehr persönliche Netzwerke und intellektuelle Freundschaften Peggy Guggenheims Blick auf Kunst formten. Im Mittelpunkt stehen Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Marcel Duchamp, Samuel Beckett und Mary Reynolds, deren Einfluss ihre Sammlerhaltung entscheidend mitprägte.

Piet Mondrian, Composition No. I with Grey and Red, 1938–39, Öl auf Leinwand, geometrische Abstraktion mit schwarzen Linien und rotem Akzent (c) Peggy Guggenheim Collection, Venice
Vasily Kandinsky, Cossacks (Fragment zu Komposition IV), 1910–11, Öl auf Leinwand, Tate, London – abstrakte Komposition mit Regenbogen und dynamischen Linien (c) Tate, London
Piet Mondrian, Composition No. I with Grey and Red, 1938–39, Öl auf Leinwand, geometrische Abstraktion mit schwarzen Linien und rotem Akzent (c) Peggy Guggenheim Collection, Venice • Vasily Kandinsky, Cossacks (Fragment zu Komposition IV), 1910–11, Öl auf Leinwand, Tate, London – abstrakte Komposition mit Regenbogen und dynamischen Linien (c) Tate, London – Mit freundlicher Genehmigung von: guggenheimvenice / Peggy Guggenheim Collection

Die Ausstellung vereint Schlüsselwerke, die in den historischen Ausstellungen der Guggenheim Jeune gezeigt wurden, sowie vergleichbare Arbeiten aus derselben Zeit. Vertreten sind Künstler wie Eileen Agar, Salvador Dalí, Barbara Hepworth, Wassily Kandinsky, Rita Kernn-Larsen, Piet Mondrian, Henry Moore, Cedric Morris, Sophie Taeuber-Arp und zahlreiche weitere Positionen der internationalen Moderne. Ergänzt wird die Schau durch umfangreiches Archivmaterial, das die Atmosphäre einer Epoche intensiver künstlerischer Experimente und kultureller Aufbrüche lebendig werden lässt.

Nach der Präsentation in Venedig wird die Ausstellung im Herbst 2026 an der Royal Academy of Arts in London zu sehen sein und im Frühjahr 2027 im Guggenheim New York fortgesetzt. So entfaltet sich die Geschichte von Peggy Guggenheims Londoner Jahren als transatlantische Erzählung über das Werden einer Sammlerin, deren Einfluss bis heute nachwirkt.

Sophie Taeuber-Arp, Equilibrium (Equilibre), 1932, Öl auf Leinwand, konstruktiv-abstrakte Komposition mit geometrischen Formen und Farbakzenten (c) Stiftung Arp e.V., Berlin/Rolandswerth
Sophie Taeuber-Arp, Equilibrium (Equilibre), 1932, Öl auf Leinwand, konstruktiv-abstrakte Komposition mit geometrischen Formen und Farbakzenten (c) Stiftung Arp e.V., Berlin/Rolandswerth – Mit freundlicher Genehmigung von: guggenheimvenice / Peggy Guggenheim Collection
Tags: Peggy Guggenheim, Moderne Kunst, Malerei, Surrealismus, Abstraktion, Kunstsammler, Kunstgeschichte, Wassily Kandinsky, Rita Kernn-Larsen, Piet Mondrian

Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, dienstags sowie am 25. Dezember geschlossen. Der letzte Einlass erfolgt 30 Minuten vor Schließung.