Thematische Kapitel widmen sich unter anderem der Zusammenarbeit mit Tapio Wirkkala, der ikonischen Automobilfotografie der 1970er und 1980er Jahre, der konzeptuellen Reduktion in sozialpolitischen Bildstrecken sowie der langjährigen Arbeit für Erco. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der jüngsten Werkserie „Analog“, in der Hansen Kameras, Lampen und Werkzeuge seines Ateliers als stumme Assistenten inszeniert – Rückblick, Selbstreflexion und zugleich ein Plädoyer für die materielle Qualität der Fotografie im digitalen Zeitalter.
Seit 2020 betreut das MK&G das Archiv und die Sammlung von Hans Hansen mit rund 10.000 Diapositiven, Druckbelegen, Briefen und Dokumenten. Eine Auswahl von 225 Fotoabzügen, 2021 mit Mitteln der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen angekauft, wird ebenso präsentiert wie Teile seiner hochkarätigen Glassammlung.
Mit „Foto: Hans Hansen“ setzt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 2026 ein kraftvolles Zeichen für die Fotografie als autonome Kunstform und als präzises Instrument der Wahrnehmung. Diese Ausstellung ist keine nostalgische Rückschau, sondern eine Einladung, das Sehen neu zu lernen – klar, konzentriert und von leiser, nachhaltiger Intensität.