Frauke Dannert verwandelt mit „Doppelgänger“ die Galerie Kandlhofer in Wien in ein vibrierendes Labor der Architektur, in dem Kopie zur Offenbarung und Raum zur Illusion wird – ein Wow-Moment der stillen Verschiebung.
Mit der Einzelausstellung „Doppelgänger“, die am 27. Februar 2026 eröffnet und bis 2. April 2026 zu sehen ist, richtet die Galerie Kandlhofer den Fokus auf eine künstlerische Praxis, die das Verhältnis von Bild, Raum und Struktur radikal befragt. „We are pleased to announce our upcoming solo exhibition, presenting works by Frauke Dannert (b.1979, Herdecke lives and works in Cologne). Dannert studied at the Kunstakademie Düsseldorf and at Goldsmiths College in London.“
Der Ursprung von Dannerts Werk liegt in der Auseinandersetzung mit Architektur und Collage. „The genesis of Dannert’s practice lies in her interest in the architectural space and the medium of collage.“ Ihre Arbeiten manifestieren sich auf Papier, in Wandmalereien, Teppicheinlagen, Vorhängen, Projektionen, Filmen und Fotografien. Architektur wird dabei nicht als statische Hülle verstanden, sondern als formbares Material, das untersucht, zerlegt und neu zusammengesetzt wird.
„Through these disparate mediums she dissects architecture, examining it as to its sculptural potential, pointedly heightening particular features or else subverting preconceived structural assumptions.“ Maßstab und Form geraten ins Gleiten. Organisches und Architektonisches überlagern sich. Illusion und Realität stehen sich nicht gegenüber, sondern oszillieren.
Ein zentrales Element ihrer Arbeit ist die bewusste Reproduktion. „Within her collages Dannert creates an initial composition and then replicates it using a photocopier.“ In diesem Prozess geschieht Transformation. „The loss of clarity and other nuances created in this process consciously transforms the original image.“ Die Reduktion auf Schwarz-, Weiß- und Grautöne entzieht dem Motiv seine materielle Selbstverständlichkeit. „By reducing the photocopies to black, white and grey tones she distances the works from the original material reality.“
Nach der Vervielfältigung folgt die erneute Setzung. „After duplication, Dannert further determines the shapes and thus the greater degree of alienation of the original motifs.“ Die ursprüngliche Form wird verschoben, entfremdet, neu definiert. In ihren Installationen setzt sich dieses Prinzip fort. „She continues these optical illusions in her installations by overlaying the existing architecture with photographic architectural fragments, thus alienating spaces and the viewers experience of the space.“
Mit „Doppelgänger“ zeigt Frauke Dannert in der Galerie Kandlhofer Wien 2026 eine Ausstellung, die Architektur nicht abbildet, sondern in Frage stellt. Es ist eine Einladung, Raum neu zu denken – als Fragment, als Echo, als Möglichkeit.