Zu jedem Motiv entwickelt er eine abstrakte sowie eine figurative, teils postimpressionistisch anmutende Version. Beide Fassungen sind meist durch eine gemeinsame Farbigkeit verbunden und treten in einen lebendigen Dialog.
Die Ausstellung umfasst großformatige Werke im Format von 140 × 200 cm, kleinere Arbeiten mit 120 × 80 cm sowie Ölblätter in der Größe 70 × 50 cm.
Herbert Lippert ist als Kammersänger und Tenor international bekannt, wirkt jedoch ebenso intensiv als bildender Künstler. Neben seinem Musikstudium absolvierte er eine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Adolf Frohner und Oswald Oberhuber.
Heute steht die Malerei gleichberechtigt neben – oder sogar im Zentrum – seines künstlerischen Schaffens. 2017 präsentierte er im Gustav-Mahler-Saal der Wiener Staatsoper erstmals eine Ausstellung, in der er Gesang und Malerei verband: Zu Franz Schuberts „Winterreise“ schuf er 24 Ölgemälde und ließ Klang und Bild zu einer ganzheitlichen Erfahrung verschmelzen.
„Der Klang der Farbe“ zeigt eindrucksvoll, wie Musik und Malerei in Lipperts Werk nicht als getrennte Disziplinen existieren, sondern als zwei gleichwertige Stimmen eines künstlerischen Gesamtausdrucks.
Und vielleicht verlassen wir diese Ausstellung ein wenig anders, als wir sie betreten haben. Vielleicht hören wir Farben und sehen Klänge. Herbert Lippert erinnert uns daran, dass Kunst keine Grenzen kennt – nur Übergänge.