© Louisa Gagliardi et Adam Cruces, 2025. Figur mit Karton über dem Oberkörper sitzt auf einem Felsblock in surrealer, grün-blauer Landschaft zwischen Natur und künstlicher Inszenierung.
© Louisa Gagliardi et Adam Cruces, 2025. Figur mit Karton über dem Oberkörper sitzt auf einem Felsblock in surrealer, grün-blauer Landschaft zwischen Natur und künstlicher Inszenierung. – Mit freundlicher Genehmigung von: presenhuber / Galerie Eva Presenhuber

Wann: 01.03.2026 - 28.06.2026

Louisa Gagliardi und Adam Cruces zeigen in „Mergers and Acquisitions“, dass das vermeintlich Natürliche längst von Konstruktion, Ökonomie und technischer Logik durchzogen ist – und dass Landschaft heute weniger Gegenwelt als vielmehr Spiegel dieser Systeme ist.

Als künstlerisches Duo nutzen sie die ehemalige Heuscheune der Ferme-Asile in Sion nicht nur als Ausstellungsort, sondern als präzise gesetzten Denkraum. Vom 1. März bis 28. Juni 2026 wird der historische Baukörper zur physischen Bühne einer Untersuchung, in der Natur, Architektur und künstliche Systeme sichtbar ineinandergreifen.

Die Galerie Eva Presenhuber freut sich, „Mergers and Acquisitions“ anzukündigen, eine Duo-Ausstellung, die Louisa Gagliardi (geb. 1989 in Sion, CH) und Adam Cruces (geb. 1985 in Houston, TX) in der ehemaligen Scheune der Ferme-Asile zusammenbringt.

In einem zentralen Motiv sitzt eine Figur auf einem massiven Felsblock in einer leuchtend übersteigerten Landschaft, während ihr Oberkörper vollständig in einem schlichten Karton verschwindet. Natur erscheint hier nicht als Gegenwelt zur Technik, sondern als inszenierte Oberfläche. Der banale Verpackungskörper übernimmt die menschliche Präsenz; organisches Gestein und industrielle Form greifen ineinander. Der Mensch wird zur Schnittstelle zwischen Landschaft und ökonomischer Hülle.

Der Titel „Mergers and Acquisitions“, dem ökonomischen Vokabular entlehnt, verweist auf die sich wandelnden Beziehungen zwischen Mensch und Natur. Er schlägt eine differenzierte Neuinterpretation jener Spannungen vor, die im Zentrum zeitgenössischer Lebensräume stehen, und nimmt zugleich subtil Bezug auf die Geschichte und den Kontext der Ferme-Asile.

So wird „Mergers and Acquisitions“ in der Ferme-Asile Sion zu einer konzentrierten Reflexion über Aneignung, Verschmelzung und Verschiebung. Gagliardi und Cruces machen deutlich, dass Natur heute nicht außerhalb technischer und wirtschaftlicher Strukturen existiert, sondern Teil eines Systems ist, das wir selbst entwerfen, steuern und zugleich nie vollständig kontrollieren. Die Ausstellung zeigt, wie sehr sich Landschaft, Architektur und menschliche Präsenz gegenseitig formen – und wie durchlässig die Grenze zwischen organischer Wirklichkeit und künstlicher Ordnung geworden ist.

Tags: Louisa Gagliardi, Adam Cruces, Zeitgenössische Kunst, Installation, Malerei, Architektur, Natur und Kunst, Landschaft

Mittwoch bis Sonntag von 12:00–18:00 Uhr geöffnet.