Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – vier rote tulpenartige Blüten auf blauem Grund, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“
Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – vier rote tulpenartige Blüten auf blauem Grund, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“ – Mit freundlicher Genehmigung von: masilugano.ch / MASI Lugano

Wann: 15.03.2026 - 09.08.2026

Jean-Frédéric Schnyder zeigt im MASI Lugano mit „La pittura 2024/25“ eine Malerei, die sich jeder Mode entzieht – präzise, eigensinnig und von einer stillen Konsequenz, die seit über sechs Jahrzehnten sein Werk bestimmt.

Das Museo d'arte della Svizzera italiana präsentiert vom 15. März bis 9. August 2026 die Ausstellung „La pittura 2024/25“ von Jean-Frédéric Schnyder. Geboren 1945 in Basel, gehört Schnyder zu den eigenständigsten und zugleich einflussreichsten Positionen der Schweizer Kunst. Seine Karriere ist geprägt von einer seltenen Unabhängigkeit: Er folgt keinen Strömungen, sondern einer inneren Logik, die Humor, Präzision und poetische Lakonie miteinander verbindet.

Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – Fensterstillleben mit zwei Glasvasen, blauer und roter Blüte vor Berglandschaft, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“
Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – drei rote Blüten in blauer Vase mit Sternornament vor strukturiertem Hintergrund, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“
Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – Fensterstillleben mit zwei Glasvasen, blauer und roter Blüte vor Berglandschaft, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“ • Jean-Frédéric Schnyder, Sketch, 2025, Farbstift auf Papier – drei rote Blüten in blauer Vase mit Sternornament vor strukturiertem Hintergrund, MASI Lugano Ausstellung „La pittura 2024/25“ – Mit freundlicher Genehmigung von: masilugano.ch / MASI Lugano

Seit den 1960er Jahren entwickelt Schnyder ein Werk, das sich jeder stilistischen Vereinnahmung entzieht. Seine Malerei wirkt oft leicht, beinahe beiläufig – und ist doch von analytischer Schärfe. Alltagsmotive, Landschaften, Stillleben oder scheinbar „banale“ Sujets werden bei ihm zu Experimentierfeldern des Sehens. Es ist eine Kunst, die nicht laut auftritt, sondern über Dauer wirkt.

Die Ausstellung im MASI Lugano, kuratiert von Tobia Bezzola und Ludovica Introini, konzentriert sich auf neue Gemälde, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind. Besonders eindrucksvoll sind die kleinformatigen en plein air-Landschaften, gemalt in den Schweizer Bergregionen. Hier begegnet man einer Malerei, die das unmittelbare Sehen feiert: Licht, Wetter, Topografie – alles verdichtet sich in einer reduzierten, zugleich sensiblen Bildsprache.

Diese aktuellen Arbeiten treten in einen spannungsvollen Dialog mit zwei zentralen Werkkomplexen aus Schnyders Œuvre. Die Serie „Billige Bilder“ (2000–2019) hinterfragt mit subversivem Humor Wertzuschreibungen und Marktmechanismen der Kunst. Dem gegenüber steht das monumentale Gemälde „Stilleben“ (1970), ein früher Höhepunkt, der in seiner formalen Klarheit und malerischen Präsenz bis heute nichts von seiner Intensität verloren hat.

„La pittura 2024/25“ zeigt Jean-Frédéric Schnyder nicht als Chronisten der Vergangenheit, sondern als Künstler der Gegenwart. Seine Malerei behauptet sich jenseits modischer Diskurse. Sie ist beharrlich, eigensinnig und zutiefst persönlich – eine Einladung, genauer hinzusehen und im scheinbar Einfachen das Komplexe zu entdecken.

Die Ausstellung wird am 14. März 2026 um 18 Uhr eröffnet und ist bis 9. August 2026 im MASI Lugano zu sehen.

Tags: Malerei, Zeitgenössische Kunst, Gegenwartskunst, Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Stillleben, Jean-Frédéric Schnyder

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