Markus Prachensky abstrakte Malerei in Rot, gestische Komposition mit Signatur, Ausstellung Galerie bei der Albertina – Zetter Wien 2026
Markus Prachensky – Galerie bei der Albertina Zetter Wien 2026 Ausstellung – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Wann: 09.03.2026 - 25.04.2026

Galerie bei der Albertina ▪ Zetter: Markus Prachensky prägt den Wiener Kunstfrühling 2026 mit einer Ausstellung, die gestische Abstraktion, expressive Farbe und österreichische Nachkriegskunst eindrucksvoll in den Mittelpunkt stellt.

Mit „Neuheiten im Frühling & Markus Prachensky“ präsentiert die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter in Wien vom 9. März bis 25. April 2026 eine konzentrierte Ausstellung zentraler Werke von Markus Prachensky sowie ausgewählter Positionen der Klassischen Moderne und der österreichischen Avantgarde. Im Fokus stehen großformatige Leinwände, dynamische Tuschearbeiten und frühe Schlüsselwerke, die Prachensky als einen der bedeutendsten Vertreter der österreichischen abstrakten Malerei des 20. Jahrhunderts positionieren.

Markus Prachensky in seinem Atelier in der Rahlgasse, Wien 1975, Porträtaufnahme von Inge Morath – Magnum, Nachlass Markus Prachensky
Markus Prachensky abstrakte Rot-Komposition mit Signatur, gestische Malerei, Ausstellung Galerie bei der Albertina – Zetter Wien 2026
Markus Prachensky in seinem Atelier in der Rahlgasse, Wien 1975, Porträtaufnahme von Inge Morath – Magnum, Nachlass Markus Prachensky • Markus Prachensky abstrakte Rot-Komposition mit Signatur, gestische Malerei, Ausstellung Galerie bei der Albertina – Zetter Wien 2026 – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Es ist ein Auftakt, der nicht leise beginnt. Prachenskys Leinwände schlagen auf wie Akkorde, sie wirbeln, sie spritzen, sie pulsieren. Titel wie „Korsika Bebop“, „Poseidon Stomp“ oder „Swing de Provence“ klingen nicht zufällig nach Musik – sie sind Kompositionen in Farbe. Das Rot ist kein dekoratives Element, es ist Haltung, Energie, Bewegung.

Von der frühen Gouache „Rouge sur Noir“ aus dem Jahr 1958 bis zu den großformatigen Arbeiten der 2000er-Jahre spannt sich ein Bogen, der die Konsequenz eines der prägenden Vertreter der österreichischen Nachkriegsabstraktion sichtbar macht. Prachensky malt nicht Landschaft, nicht Figur, nicht Narration – er malt Tempo. Seine Bilder entstehen aus der Geste, aus dem Schwung des Arms, aus einem inneren Takt, der sich unmittelbar auf die Leinwand überträgt.

Gerade in der konzentrierten Gegenüberstellung verschiedener Werkphasen wird deutlich, wie klar seine Bildsprache über Jahrzehnte hinweg blieb. Die Tuschearbeiten der 1970er-Jahre besitzen eine fast kalligrafische Präzision, während die späteren Leinwände in vibrierender Farbdichte geradezu physisch erfahrbar werden. Prachensky ist hier nicht nur präsent – er ist der rote Faden dieser Ausstellung in der Wiener Innenstadt.

Maria Lassnig „Augapfel“ 2010, Acryl auf Leinwand, expressives Körperbewusstseinsbild in Pink und Gelb, Ausstellung Wien 2026
Emil Nolde „Dahlien und Fuchsschwanz“ um 1930–35, farbintensives Aquarell mit expressiven Blüten in Rot und Violett, Klassische Moderne Ausstellung Wien
Maria Lassnig „Augapfel“ 2010, Acryl auf Leinwand, expressives Körperbewusstseinsbild in Pink und Gelb, Ausstellung Wien 2026 • Emil Nolde „Dahlien und Fuchsschwanz“ um 1930–35, farbintensives Aquarell mit expressiven Blüten in Rot und Violett, Klassische Moderne Ausstellung Wien – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Eingebettet ist diese malerische Intensität in eine Auswahl musealer Positionen, die der Präsentation zusätzliche kunsthistorische Tiefe verleiht. Mit Maria Lassnig und ihrem eindringlichen „Augapfel“ aus dem Jahr 2010 tritt die radikale Selbstbefragung der Figur in Dialog mit der gestischen Abstraktion. Lassnigs Malerei bleibt auch in ihren späten Jahren eine kompromisslose Untersuchung des Körpers als Empfindungsraum.

Das expressive Aquarell „Dahlien und Fuchsschwanz“ von Emil Nolde bringt eine andere, frühere Form der Farbgewalt ins Spiel. Seine Blüten leuchten nicht nur – sie brennen. Daneben entfaltet Sam Francis in seiner Arbeit von 1979 jene internationale Dimension der Abstraktion, die Farbe als Raum und Explosion zugleich versteht.

Moriz Jung Kelchglas mit Tierkreiszeichen
Josef Hoffmann Vase, 1912
Ludwig Heinrich Jungnickel  und Josef Hoffmann
Moriz Jung Kelchglas mit Tierkreiszeichen • Josef Hoffmann Vase, 1912 • Ludwig Heinrich Jungnickel und Josef Hoffmann – Mit freundlicher Genehmigung von: GalerieAlbertina / GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER

Skulptur und Design erweitern den Blick zusätzlich. Die plastische Verdichtung bei Joannis Avramidis oder die klare Formensprache eines Josef Hoffmann erinnern daran, dass die Wiener Moderne nie eindimensional war. Malerei, Objekt, Raum – alles steht in Beziehung.

Gerade diese kuratierte Spannung zwischen expressiver Geste, moderner Klassik und Wiener Sammlungstradition macht die Ausstellung der Galerie bei der Albertina – Zetter so überzeugend. Sie ist keine bloße Aneinanderreihung von Namen, sondern ein bewusst gesetzter Dialog zwischen Generationen und Positionen.

Die Ausstellung „Neuheiten im Frühling & Markus Prachensky“ in Wien zeigt den Frühling nicht als Jahreszeit, sondern als Energiezustand. Farbe wird hier zur Sprache, zur Bewegung, zur Haltung.

Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Intensität und historischer Verankerung, die diesen Wiener Kunstfrühling 2026 so besonders macht: ein Raum, in dem Rot nicht nur Farbe ist, sondern Ereignis.

Tags: Nachkriegskunst, Malerei, Skulpturen, Markus Prachensky, Abstrakte Kunst, Maria Lassnig, Emil Nolde, Sam Francis, Joannis Avramidis, Josef Hoffmann, Klassische Moderne, Österreichische Künstler

Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag: 11 – 14 Uhr