„Ihre Werke bestechen durch Präsenz und verbinden Anmut, Sinnlichkeit, Nachdenklichkeit und Humor. In der neuen Serie Mothers (2025) zeigt sie monumentale Bilder archetypischer Szenen: Mütter mit Kindern und weibliche Akte. Ihre Gemälde greifen Motive aus verschiedenen Epochen wie antike Terrakottafiguren, Cranachs Madonnen oder ägyptische Statuetten auf, und die Körperhaltungen erinnern an ikonische Darstellungen von Eva oder Aphrodite.“
Im Gegensatz zu den klassischen Vorbildern bewegen sich diese Figuren nicht in einer Sphäre unantastbarer Schönheit. Vielmehr vermitteln sie einen unmittelbaren Blick auf Körper und Identität, der auf zeitgenössische Fragestellungen reagiert. Die Bilder entfalten eine besondere Spannung zwischen Nähe und Distanz, zwischen Intimität und öffentlicher Präsenz.
Die Ausstellung verspricht nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern lädt die Besucher auch ein, über die Rolle der Figur in der gegenwärtigen Kunst nachzudenken. Grace Weavers Arbeit verbindet dabei malerische Raffinesse mit einer emotionalen Direktheit, die überrascht und berührt.
Grace Weaver. Prélude ist ein Höhepunkt im Jahresprogramm des Kunstmuseums, das für seine große Sammlung und seine bedeutenden Sonderausstellungen international anerkannt ist. Die Ausstellung verbindet die Tradition des Hauses mit den aktuellen Strömungen der internationalen Malerei und eröffnet neue Perspektiven auf die figurative Kunst unserer Zeit.