Die Surimono entstanden in limitierten Auflagen von oft nur wenigen Dutzend Exemplaren und waren exklusive Auftragsarbeiten des urbanen Bürgertums. In ihnen spiegeln sich nicht nur ästhetische Vorliebe, sondern auch kulturelle Codes und gesellschaftliche Nuancen der damaligen Zeit: „In kleinen Auflagen von 50 bis 500 Exemplaren gedruckt, entstanden sie als exklusive Auftragsarbeiten im städtischen bürgerlichen Milieu. Häufig waren sie auch Statussymbole für einen erlesenen Kreis und können als Spiegelbild der damaligen Gesellschaft betrachtet werden.“
Saisonale Feste, private Lebensereignisse oder bedeutende kulturelle Anlässe bildeten oft den Anlass für ihre Herstellung. Dabei faszinierten Surimono nicht nur durch ihre kunstvolle Ausführung, sondern auch durch die poetischen Texte und subtilen Symboliken in Bild und Vers, die in jedem Exemplar verwoben sind: „Saisonale Feste, private oder berufliche Veränderungen sowie besondere kulturelle Ereignisse boten Gelegenheiten für die Anfertigung dieser luxuriösen Grusskarten.“
Die Ausstellung zeigt mehr als hundert dieser seltenen Arbeiten, die überwiegend aus der bedeutenden Schenkung von Gisela Müller und Erich Gross stammen und erstmals öffentlich zu sehen sind. Besucher sind eingeladen, die filigrane Eleganz, die poetische Tiefe und die verborgenen Botschaften dieser japanischen Meisterwerke zu entdecken und ihre Bedeutung im kulturellen Kontext neu zu erleben: „Die Ausstellung zeigt über 100 Blätter, die hauptsächlich aus der Schenkung von Gisela Müller und Erich Gross stammen und erstmals öffentlich zu sehen sind.“
Japan de luxe bietet nicht nur einen Einblick in die künstlerische Vielfalt der Surimono, sondern öffnet auch ein Fenster in die gedankliche Welt und ästhetischen Sensibilität des historischen Japan, wo Bildkunst und Literatur eine enge, verschlungene Beziehung eingingen. Die Präsentation im Museumsraum regt damit zur Reflexion über die Grenzen von Kunst und Kommunikation an und macht ein Stück kulturelles Erbe lebendig und erfahrbar.