Die Ausstellung schlägt zugleich eine Brücke zur österreichischen Avantgarde der Nachkriegszeit. Werke von Kiki Kogelnik sowie von den Malern der legendären Gruppe St. Stephan – Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus Prachensky und Arnulf Rainer – zeigen eindrucksvoll, wie mutig und experimentierfreudig diese Generation neue Wege in der Malerei beschritt. Ihre Werke gehören zu den prägenden Positionen der österreichischen Kunstgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch bedeutenden Künstlerinnen der Gegenwart. Arbeiten von Martha Jungwirth, Xenia Hausner, Eva Schlegel und erneut Kiki Kogelnik machen deutlich, wie stark weibliche Positionen heute die österreichische Kunstlandschaft prägen. Ergänzt wird die Präsentation durch neue Werke von Mercedes Helnwein und Gabi Trinkaus.
Auch die Bildhauerei der Nachkriegszeit ist mit wichtigen Arbeiten vertreten. Zu sehen ist unter anderem die Skulptur „Die kleine Stehende Figur“ von Fritz Wotruba aus dem Jahr 1961 sowie die Bronze „Erinnerung an das Neuberger Münster“ von Josef Pillhofer. Beide Künstler zählen zu den bedeutendsten Vertretern der modernen österreichischen Bildhauerei.