Maria Lassnig – „Die Weisheit wird mit Blut erkauft“, 1984, expressionistisches Ölbild mit Figur und Eule in intensiven Farben.
Maria Lassnig – „Die Weisheit wird mit Blut erkauft“, 1984, expressionistisches Ölbild mit Figur und Eule in intensiven Farben. – Mit freundlicher Genehmigung von: KovacekZetter / Galerie Kovacek & Zetter

Wann: 09.03.2026 - 04.04.2026

Maria Lassnig steht im Zentrum einer hochkarätigen Präsentation moderner und zeitgenössischer Kunst in der Wiener Galerie Kovacek & Zetter – eine Ausstellung, die mit bedeutenden Positionen der österreichischen Nachkriegsavantgarde und internationaler Gegenwartskunst einen eindrucksvollen Dialog zwischen Generationen und künstlerischen Perspektiven eröffnet.

Mit der Ausstellung „Modern & Contemporary Art“ präsentiert die Galerie Kovacek & Zetter in der Stallburggasse eine vielschichtige Schau, die zentrale Künstlerpersönlichkeiten Österreichs nach 1945 mit international renommierten Positionen verbindet. Die Präsentation verdeutlicht eindrucksvoll, wie stark die österreichische Kunst der Nachkriegszeit in den internationalen Kontext eingebettet ist und wie eigenständig ihre künstlerischen Lösungen bis heute wirken.

Im Mittelpunkt steht dabei Maria Lassnig, eine der bedeutendsten Malerinnen Österreichs, deren Werk international höchste Anerkennung genießt. In der Ausstellung ist unter anderem das Ölbild „Die Weisheit wird mit Blut erkauft“ aus dem Jahr 1984 zu sehen. Das Werk gehört zu jenen Arbeiten, in denen Lassnig ihre charakteristische Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Wahrnehmung des Selbst mit großer Intensität formuliert. Parallel dazu wird das Gemälde von 27. März bis 30. August 2026 auch in der Ausstellung „Animalia. Von Tieren und Menschen“ in der Heidi Horten Collection in Wien präsentiert. Zudem widmet die Hamburger Kunsthalle der Künstlerin im selben Zeitraum eine große Präsentation gemeinsam mit Edvard Munch, was ihre anhaltende internationale Bedeutung unterstreicht.

Kiki Kogelnik – „Byzantine Head“, 1996, aus der Serie „Venetian Heads II“, farbige Muranoglas-Skulptur in Gelb, Blau und Schwarz.
Markus Prachensky – „Los Angeles“, 1968, abstraktes Gemälde mit roter Farbform und dynamischen Farbspritzern auf weißem Grund.
Kiki Kogelnik – „Byzantine Head“, 1996, aus der Serie „Venetian Heads II“, farbige Muranoglas-Skulptur in Gelb, Blau und Schwarz. • Markus Prachensky – „Los Angeles“, 1968, abstraktes Gemälde mit roter Farbform und dynamischen Farbspritzern auf weißem Grund. – Mit freundlicher Genehmigung von: KovacekZetter / Galerie Kovacek & Zetter

Die Ausstellung schlägt zugleich eine Brücke zur österreichischen Avantgarde der Nachkriegszeit. Werke von Kiki Kogelnik sowie von den Malern der legendären Gruppe St. Stephan – Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus Prachensky und Arnulf Rainer – zeigen eindrucksvoll, wie mutig und experimentierfreudig diese Generation neue Wege in der Malerei beschritt. Ihre Werke gehören zu den prägenden Positionen der österreichischen Kunstgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ein besonderes Augenmerk gilt auch bedeutenden Künstlerinnen der Gegenwart. Arbeiten von Martha Jungwirth, Xenia Hausner, Eva Schlegel und erneut Kiki Kogelnik machen deutlich, wie stark weibliche Positionen heute die österreichische Kunstlandschaft prägen. Ergänzt wird die Präsentation durch neue Werke von Mercedes Helnwein und Gabi Trinkaus.

Auch die Bildhauerei der Nachkriegszeit ist mit wichtigen Arbeiten vertreten. Zu sehen ist unter anderem die Skulptur „Die kleine Stehende Figur“ von Fritz Wotruba aus dem Jahr 1961 sowie die Bronze „Erinnerung an das Neuberger Münster“ von Josef Pillhofer. Beide Künstler zählen zu den bedeutendsten Vertretern der modernen österreichischen Bildhauerei.

Martha Jungwirth – „Ohne Titel“, 2010, abstraktes Gemälde in intensiven Rosa- und Rottönen mit gestischer Malerei.
Eva Schlegel – „o. T. (078)“, 2005, fotografischer Lambdaprint der österreichischen Gegenwartskünstlerin.
Tony Cragg – „Curve“, 2020, abstrakte Edelstahlskulptur mit spiralförmig aufsteigender Form.
Martha Jungwirth – „Ohne Titel“, 2010, abstraktes Gemälde in intensiven Rosa- und Rottönen mit gestischer Malerei. • Eva Schlegel – „o. T. (078)“, 2005, fotografischer Lambdaprint der österreichischen Gegenwartskünstlerin. • Tony Cragg – „Curve“, 2020, abstrakte Edelstahlskulptur mit spiralförmig aufsteigender Form. – Mit freundlicher Genehmigung von: KovacekZetter / Galerie Kovacek & Zetter
Ai Weiwei – „Study of Perspective in Glass“, 2018, Installation aus farbigen Muranoglas-Händen mit erhobenem Mittelfinger.
Ai Weiwei – „Study of Perspective in Glass“, 2018, Installation aus farbigen Muranoglas-Händen mit erhobenem Mittelfinger. – Mit freundlicher Genehmigung von: KovacekZetter / Galerie Kovacek & Zetter

Internationale Perspektiven erweitern die Ausstellung durch Werke von Ai Weiwei und Tony Cragg. Besonders eindrucksvoll wirkt Tony Craggs Skulptur „Curve“, eine über einen Meter hohe Edelstahlarbeit, die sich spiralförmig in den Raum erhebt und mit ihrer dynamischen Formensprache fasziniert. Von Ai Weiwei ist die Installation „Study of Perspective“ zu sehen, bei der der Künstler die Form seiner eigenen Hand aus farbigem Muranoglas gießen ließ. Der Kontrast zwischen den leuchtenden Farben des Glases und der provokanten Geste des erhobenen Mittelfingers verleiht der Arbeit eine eindringliche politische Dimension.

Die Ausstellung macht damit deutlich, wie eng die österreichische Nachkriegsavantgarde mit der internationalen Kunstentwicklung verbunden ist und wie lebendig der Dialog zwischen historischen und zeitgenössischen Positionen bis heute bleibt. In der Gegenüberstellung von Generationen, Medien und künstlerischen Haltungen entsteht ein vielschichtiges Panorama moderner und zeitgenössischer Kunst.

Tags: Maria Lassnig, Kiki Kogelnik, Malerei, Skulpturen, Ai Weiwei, Markus Prachensky, Tony Cragg, Nachkriegskunst, Gegenwartskunst, Zeitgenössische Kunst, Eva Schlegel, Martha Jungwirth

Montag - Freitag 10 - 18 Uhr
Samstag 11 - 14 Uhr