Die Retrospektive im Kunstmuseum Liechtenstein ist die erste umfassende Präsentation von Antins Werk in Europa. Kuratiert von Christiane Meyer-Stoll gemeinsam mit Henrik Utermöhle, zeigt die Ausstellung die Vielschichtigkeit ihres Œuvres und verdeutlicht zugleich die anhaltende Aktualität ihrer Arbeiten. Initiiert wurde das Projekt vom Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, wo die Ausstellung bereits bis Februar 2026 zu sehen war. Nach der Station in Vaduz wird sie im MOCAK – Museum für Gegenwartskunst in Krakau weitergeführt.
Begleitet wird die Ausstellung von der Publikation „Eleanor Antin. Works 1965–2017“, herausgegeben von Vanessa Joan Müller und Bettina Steinbrügge im Hatje Cantz Verlag. Die umfangreiche Monografie versammelt Beiträge internationaler Autoren und gilt als bislang umfassendste Veröffentlichung über das Werk der Künstlerin.
Zur Finissage am 27. September 2026 realisiert der Künstler Saâdane Afif eine eigens entwickelte Performance, die Antins vielschichtige Auseinandersetzung mit Rollenbildern und Erzählformen noch einmal in eine neue künstlerische Perspektive rückt. Mit dieser Retrospektive wird sichtbar, wie nachhaltig Eleanor Antin die Entwicklung der Konzeptkunst geprägt hat – und wie lebendig ihre Arbeiten auch im 21. Jahrhundert geblieben sind.
Das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz gehört zu den wichtigsten Museen für Gegenwartskunst im Alpenraum.