„Mit seinem Werk, aber auch seinem Leben prägte er Generationen von Künstler:innen – darunter bekannte Künstler der Nachkriegszeit wie etwa Robert Rauschenberg und Jean Tinguely, oder Gegenwartskünstler wie Thomas Hirschhorn oder Phyllida Barlow. Schwitters zeigte, wie man aus gefundenen, alltäglichen Materialien neue, überraschende Bild- und Raumwelten schaffen kann – aber auch, wie man in einem weiteren Sinne Kunst und Leben zusammenführt.“
Die Ausstellung im Zentrum Paul Klee folgt dieser bewegten künstlerischen Biografie chronologisch – vom Frühwerk über die revolutionären Merz-Collagen bis zu den Arbeiten aus dem Exil. Rund fünfzig Collagen, zahlreiche Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken sowie Projektionen und Dokumente vermitteln die erstaunliche Vielfalt seines Schaffens.
Herzstück der Präsentation ist der immersive Nachbau des legendären Merzbaus, der 1943 im Krieg zerstört wurde. Ergänzt wird er durch ikonische Assemblagen, Reliefs und Skulpturen sowie durch Beispiele von Schwitters’ literarischen und typografischen Arbeiten.
So entsteht ein umfassendes Panorama eines Künstlers, der nicht nur Bilder schuf, sondern eine eigene Welt aus Sprache, Materialien und Räumen – eine Kunst, die aus Fragmenten eine neue Ordnung formt und damit bis heute erstaunlich modern wirkt.