Ausgangspunkt bildet ein spezifisches Werk, von dem aus das Museum als Ganzes neu gedacht wird. Dieses Werk ist zugleich der erste Ankauf unter der Leitung der Direktorin Fatima Hellberg. Die Entscheidung für dieses Werk stellt Fragen nach der Rolle des Betrachters und fordert dazu auf, die eigene Position im Verhältnis zum Kunstwerk bewusst einzunehmen. Die Ausstellung versteht die Begegnung mit Kunst damit nicht als passiven Vorgang, sondern als aktiven Prozess der Wahrnehmung und Reflexion.
Begleitet wird „Terminal Piece“ von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm sowie einer Publikation, die von Camilla Wills von Divided Publishing mitherausgegeben wird. Der Band versammelt einen bestehenden Text von Kate Millett sowie neue Beiträge von Ariana Reines und weiteren Autoren und erweitert damit die inhaltliche Perspektive der Ausstellung über den Ausstellungsraum hinaus.
Die Auswahl der beteiligten Künstler verbindet historische Positionen mit zeitgenössischen Perspektiven und spannt einen Bogen über mehrere Generationen der Kunstgeschichte. Vertreten sind unter anderem Magdalena Abakanowicz, Lutz Bacher, Stefan Bertalan, Bruce Conner, Sara Deraedt, Jean Fautrier, Christine Gironcoli, Louis Goodman, Raymond Haines, Ull Hohn, Marc Kokopeli, Kurt Kren, Zoe Leonard, Kate Millett, Yukio Nakagawa, Bruce Nauman, Lucien Castaing-Taylor und Verena Paravel, Francis Picabia, Megan Plunkett, Cora Pongracz, Nina Porter, Robert Rauschenberg, Dieter Roth, Rudolf Schwarzkogler, George Segal, Emmanuel Sougez, Elisabeth Subrin, Paul Thek, Octavian Trauttmansdorff, Cy Twombly, Anna Viebrock und Wolf Vostell.
Kuratiert wird die Ausstellung von Fatima Hellberg und Lukas Flygare, die mit „Terminal Piece“ einen Ausgangspunkt für neue Perspektiven auf Sammlung, Ausstellungspraxis und Museumsbesuch formulieren.