Anima Mundi Installation Milan Design Week 2026 interaktive Schleier Rauminstallation Fondazione Istituto dei Ciechi Mailand
Anima Mundi Installation Milan Design Week 2026 interaktive Schleier Rauminstallation Fondazione Istituto dei Ciechi Mailand © Geely Auto / Dotdotdot Studio – Mit freundlicher Genehmigung von: findart /

Wann: 19.04.2026 - 26.04.2026

Mit „Anima Mundi. A Visionary Impulse“ entfaltet sich zur Milan Design Week 2026 eine Installation, die auf eine der ältesten und zugleich aktuellsten Ideen der Philosophie zurückgreift: die Vorstellung einer Weltseele, die alles Leben miteinander verbindet und als unsichtbare Kraft den Kosmos durchdringt.

Der Begriff „Anima Mundi“, bereits in der Antike geprägt und eng mit den Gedanken Platons verbunden, beschreibt ein universelles Prinzip der Verbundenheit. Natur, Mensch und Umwelt erscheinen darin nicht als getrennte Sphären, sondern als Teile eines lebendigen Ganzen, das in ständiger Beziehung und Wechselwirkung steht. Diese Idee durchzieht die Geistesgeschichte bis in die Gegenwart und erfährt heute – im Spannungsfeld von Technologie, Ökologie und Wahrnehmung – eine neue, drängende Aktualität.

Anima Mundi immersive Installation audiovisuelle Schleier Licht Klang Dotdotdot Mailand Design Week © Geely Auto / Dotdotdot Studio
Anima Mundi immersive Installation audiovisuelle Schleier Licht Klang Dotdotdot Mailand Design Week © Geely Auto / Dotdotdot Studio – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Anima Mundi – Immersive Installation zur Milan Design Week 2026 in Mailand

Vom 19. bis 26. April 2026 wird dieses Konzept im Raum der Fondazione Istituto dei Ciechi in Mailand als sinnlich erfahrbare Installation umgesetzt. Entwickelt vom multidisziplinären Designstudio Dotdotdot, entsteht ein Environment, das nicht betrachtet, sondern erlebt wird.

Im Zentrum steht ein sich permanent wandelnder audiovisueller Organismus. Fünf monumentale, transluzente Schleier reagieren auf die physische Präsenz der Besucher und erzeugen in Echtzeit ein Zusammenspiel aus Bild und Klang. Der Raum wird zum Resonanzkörper, in dem sich Beziehungen sichtbar und hörbar verdichten.

Der Besucher tritt dabei nicht als distanzierter Beobachter auf, sondern als Teil eines dynamischen Systems. Jede Bewegung beeinflusst die Struktur des Geschehens, jede Anwesenheit verändert die Intensität der Wahrnehmung. So entsteht ein Gefüge, in dem sich das Prinzip der „Anima Mundi“ unmittelbar erfahrbar macht: als Gleichgewicht, als Wechselwirkung, als fragile, lebendige Ordnung.

Anima Mundi visuelle Komposition Weltseele digitale Struktur Netzwerk Bild Klang Konzept Installation © Geely Auto / Dotdotdot Studio
Anima Mundi visuelle Komposition Weltseele digitale Struktur Netzwerk Bild Klang Konzept Installation © Geely Auto / Dotdotdot Studio – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Anima Mundi – Immersive Installation zur Milan Design Week 2026 in Mailand

„Für uns bedeutet eine ortsspezifische Arbeit nicht nur, sie an einen Raum anzupassen, sondern die Seele dieses Ortes selbst zum Protagonisten der erzählten Geschichte zu machen“, erklärt Laura Dellamotta, General Manager und Mitgründerin von Dotdotdot. „Hier, an einem Ort des Hörens – im Istituto dei Ciechi, im Orgelsaal – und im Dialog mit der Philosophie von Geely haben wir den Klang als zentrales Medium der Erfahrung gewählt. Ein tiefer, pulsierender Rhythmus empfängt die Besucher und evoziert eine ursprüngliche, erdverbundene Schwingung. Das Hören begleitet das Verstehen des Visuellen und aktiviert eine wahrnehmungsbezogene und emotionale Ebene statt einer rein kognitiven – im Einklang mit der Vision der Installation, in der das Ökosystem nicht ‚denkt‘, sondern wahrnimmt. Die multisensorische Erfahrung lädt dazu ein, sich auf die Umgebungen einzustimmen, Distanzen, Beziehungen und Resonanzen zu erkennen.“

Mit zunehmender Präsenz im Raum verdichtet sich das Klanggefüge zu einem vielschichtigen Crescendo. Geräusche überlagern sich, wachsen an und bilden ein lebendiges, sich selbst regulierendes System. Bild und Klang stehen dabei nicht nebeneinander, sondern bedingen einander – als Ausdruck eines gemeinsamen, atmenden Zusammenhangs.

Erst im zweiten Schritt wird sichtbar, dass diese Arbeit im Kontext einer größeren technologischen Erzählung steht. Der von Geely formulierte Begriff einer „Technological Renaissance“ versteht Innovation als kulturellen Prozess, der nicht trennt, sondern verbindet. In der Installation tritt diese Haltung jedoch hinter die Erfahrung zurück – Technologie erscheint nicht als Demonstration, sondern als stilles, vermittelndes Medium.

So verschiebt sich der Fokus: weg von der Inszenierung technischer Möglichkeiten, hin zu einer sensiblen Wahrnehmung von Beziehungen, Resonanzen und Abhängigkeiten. „Anima Mundi. A Visionary Impulse“ wird damit zu einer Einladung, die eigene Position im Gefüge von Mensch, Natur und Umwelt neu zu denken – nicht als Zentrum, sondern als Teil eines größeren, lebendigen Zusammenhangs.

Tags: Anima Mundi, Milan Design Week, Installation, Medienkunst, Sound Art, Philosophie, Lichtinstallation, Digitale Kunst

Die Installation „Anima Mundi. A Visionary Impulse“ ist im Rahmen der Milan Design Week vom 19. bis 26. April 2026 täglich zugänglich.
Die genauen Öffnungszeiten orientieren sich an den allgemeinen Zeiten der Milan Design Week und können je nach Veranstaltungstag variieren.