Im Zentrum steht die Ordnung. Wegeachsen, Terrassen und Blicklinien strukturieren den Raum und führen den Besucher durch eine Abfolge bewusst gesetzter Ansichten. Der Garten erscheint dabei nicht als gewachsene Natur, sondern als gestaltete Oberfläche, in der jedes Element Teil einer übergeordneten Komposition ist. Diese Haltung wird in der Ausstellung nachvollziehbar gemacht, ohne sie zu überinszenieren.
Die Präsentation vertieft diesen Zugang durch thematische Annäherungen, die den Garten als kulturelle Konstruktion lesbar machen. Zwischen Naturbezug und Inszenierung entsteht ein Spannungsfeld, das den barocken Gestaltungswillen bis heute verständlich hält. Der Mensch tritt dabei nicht nur als Betrachter auf, sondern als ordnende Instanz, die Landschaft formt und Bedeutung erzeugt.