Liliane Tomasko „No Thing“ von 2015 aus der Ausstellung „Double Echo“ in Schaan © Liliane Tomasko
Liliane Tomasko „No Thing“ von 2015 aus der Ausstellung „Double Echo“ in Schaan © Liliane Tomasko – Mit freundlicher Genehmigung von: BechterKastowsky / galerie bechter kastowsky

Wann: 09.05.2026 - 27.06.2026

Mit der aktuellen Ausstellung in Schaan präsentiert die bechter kastowsky galerie mit „Double Echo“ eine konzentrierte Gegenüberstellung zweier markanter Positionen der zeitgenössischen Malerei: Liliane Tomasko und Hubert Scheibl. Die Schau vereint zwei sehr unterschiedliche Bildsprachen, die sich zwischen emotionaler Verdichtung, gestischer Energie und abstrakter Offenheit begegnen.

Bereits die großformatigen Arbeiten machen deutlich, wie intensiv beide Künstler mit Farbe, Bewegung und Wahrnehmung arbeiten. Während Liliane ihre Werke in langsamen, vielschichtigen Prozessen entwickelt, setzt Hubert Scheibl auf spontane Eingriffe und eine dynamische, fast körperliche Malerei.

Die Schweizer Künstlerin Liliane Tomasko entwickelt ihre Werke in einem langsamen, konzentrierten Prozess. Ihre abstrakte Malerei speist sich aus der Auseinandersetzung mit dem Unterbewussten und kreist um Motive wie Schlaf, Traum und Transzendenz. Ausgehend von diesen Themen entfaltet die in New York lebende Malerin eine eigenständige Bildsprache. Charakteristisch ist der vielschichtige Farbauftrag, häufig kombiniert mit gesprayten Linien, der den Arbeiten eine «All-over»-Struktur verleiht, die zugleich durch das Format subtil gebunden wird. Der Blick wird über die gesamte Bildfläche geführt und erschliesst sich in einem kontinuierlichen Wahrnehmungsprozess.

Hubert Scheibl „Ikarus“ 2025 aus der Ausstellung „Double Echo“ in Schaan © Hubert Scheibl
Hubert Scheibl „Ikarus“ 2025 aus der Ausstellung „Double Echo“ in Schaan © Hubert Scheibl – Mit freundlicher Genehmigung von: BechterKastowsky / galerie bechter kastowsky

Tomaskos Werke sind international in bedeutenden Sammlungen vertreten und aktuell unter anderem in der Hilti Art Foundation in Vaduz sowie der Albertina in Wien zu sehen; im Spätsommer folgt eine Einzelausstellung in Koblenz.

Den Arbeiten Tomaskos werden jene von Hubert Scheibl gegenübergestellt, die in einem zweistufigen Prozess entstehen. Zunächst legt der Künstler eine lasierende, farbige Grundfläche an, die als Bildfeld dient. In einem zweiten Schritt setzt er mit einer einzigen, gestischen Pinselführung eine markante Spur, bei der der Zufall eine zentrale Rolle spielt. In seiner Werkserie «Ones» bleibt es bei diesem einen, unwiderrufbaren Eingriff. Das Zusammenspiel von Farbe, Bewegung und Zufall verleiht den Arbeiten eine besondere Dichte und Ausdruckskraft.

Scheibls Werke sind international präsent und derzeit in Wien zu sehen. In der Albertina Klosterneuburg wurden jüngst Arbeiten beider Künstler gemeinsam gezeigt – eine überzeugende Gegenüberstellung, die in «Double Echo» aufgegriffen und weitergeführt wird.

Die Ausstellung eröffnet am Samstag, 9. Mai, von 10 bis 14 Uhr in der bechter kastowsky galerie in Schaan. Eva-Maria Bechter spricht um 10.30 Uhr einführende Worte.

Mit „Double Echo“ setzt die bechter kastowsky galerie in Schaan einen starken Akzent im aktuellen Ausstellungsprogramm und zeigt zwei bedeutende Positionen der zeitgenössischen abstrakten Malerei in Liechtenstein.

Tags: Liliane Tomasko, Hubert Scheibl, Gegenwartskunst, Abstrakte Kunst, Zeitgenössische Kunst, Sammlung Hilti Art Foundatio, Malerei

Donnerstag bis Freitag 10–19 Uhr sowie Samstag 10–15 Uhr.