Haakon Neubert, „ROUTINE“, 2026. Surreal anmutende Badezimmer-Szene mit männlicher Figur vor Spiegel und Waschbecken, Acryl auf Leinwand, 160 × 125 cm. Foto: Haakon Neubert
Haakon Neubert – ROUTINE, 2026 | Acryl auf Leinwand Foto: Haakon Neubert – Mit freundlicher Genehmigung von: strabag.art / Strabag Art

Wann: 21.05.2026 - 17.06.2026

Die Ausstellung in Wien widmet sich mit Haakon Neubert einem Maler, der alltägliche Situationen mit kunsthistorischer Präzision und feinem gesellschaftlichem Blick verbindet. Im Zentrum steht eine Bildwelt zwischen beiläufiger Gegenwart, malerischer Konstruktion und subtiler Überzeichnung.

Haakon Neubert, „DIE GANZE WELT DREHT SICH“, 2024. Farbintensive figurative Szene mit mehreren stilisierten Personen an einem Tisch und surrealem Wirbelmotiv, Acrylmalerei.
Haakon Neubert, „DIE GANZE WELT DREHT SICH“, 2024. Farbintensive figurative Szene mit mehreren stilisierten Personen an einem Tisch und surrealem Wirbelmotiv, Acrylmalerei. – Mit freundlicher Genehmigung von: strabag.art / Strabag Art

„Abgrillen, eine Würstchenparty“ ist eines der Werke des STRABAG ART Award Preisträgers Haakon Neubert. Die alltägliche Nähe in der Malerei des in Münster arbeitenden Künstlers scheint auf den ersten Blick fast überdeutlich: eine Grillparty wie tausend andere. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Komposition eine zentral platzierte Figur darstellt, die mit ihren offenen Armen über dem Grill ein Dreieck bildet. Sie ist umgeben von individuellen Typen, die Würstchen essen, ein Notruftelefon anschreien oder gelangweilt mit klobigen Kopfhörern „chillen“. Diese Figuren bilden weitere Dreiecke in der ausgeklügelten Komposition.

Haakon Neubert, „BONUS-AKTION“, 2025. Figurative Szene mit mehreren stilisierten Personen an einer Imbiss-Theke, farbintensive zeitgenössische Malerei.
Haakon Neubert, „BONUS-AKTION“, 2025. Figurative Szene mit mehreren stilisierten Personen an einer Imbiss-Theke, farbintensive zeitgenössische Malerei. – Mit freundlicher Genehmigung von: strabag.art / Strabag Art

Die Anordnung der Personen in einem wiederkehrenden Muster erinnert an die Darstellung des letzten Abendmahls – ein Motiv, das längst nicht nur religiös, sondern auch als Symbol für Gemeinschaft gedeutet werden kann. Der Künstler zeigt, dass solche gemeinschaftlichen Rituale überall im Alltag stattfinden können, selbst an einem so unscheinbaren Ort wie einer Leitplanke an einer Straße mitsamt des signalroten Notruftelefons. Trotz veränderter Kleidung und Erscheinung bleiben gesellschaftliche Dynamiken erstaunlich konstant.

Neubert bewegt sich dabei souverän zwischen kunsthistorischen Referenzen und zeitgenössischer Alltagsbeobachtung. Seine Malerei verbindet eine klare kompositorische Ordnung mit humorvollen, manchmal beinahe absurden Details. Gerade diese Mischung aus Vertrautheit, Ironie und präziser Bildkonstruktion verleiht den Arbeiten ihre besondere Spannung und macht sichtbar, wie stark kollektive Rituale und gesellschaftliche Rollenbilder bis heute fortwirken.

Haakon Neubert, „ZU MAUERN“, 2024. Stilisiert dargestellte Figur beim Errichten einer roten Backsteinmauer, zeitgenössische figurative Malerei.
Haakon Neubert, „ZU MAUERN“, 2024. Stilisiert dargestellte Figur beim Errichten einer roten Backsteinmauer, zeitgenössische figurative Malerei. – Mit freundlicher Genehmigung von: strabag.art / Strabag Art

Die Ausstellung ist von 21. Mai bis 17. Juni 2026 in der STRABAG ART Site zu sehen. Besuche sind ausschließlich nach Voranmeldung unter art@strabag.art möglich. Öffentliche Führungen finden am 27. Mai, 2. Juni, 11. Juni und 16. Juni 2026 statt.

Die Ausstellung in der STRABAG ART Site zeigt mit Haakon Neubert einen Künstler, der alltägliche Beobachtungen, kunsthistorische Referenzen und subtile Ironie zu einem eigenständigen malerischen Kosmos verdichtet.

Tags: Haakon Neubert, Malerei, Johan Holten, Zeitgenössische Kunst, Gegenwartskunst, Figurative Kunst, Deutsche Kunst, Kunstgeschichte, findart

Die Ausstellung ist von 21. Mai bis 17. Juni 2026 in der STRABAG ART Site zu sehen.
Besuche sind ausschließlich nach Voranmeldung unter art@strabag.art möglich.

Öffentliche Führungen finden am 27. Mai, 2. Juni, 11. Juni und 16. Juni 2026 statt.