Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verbindung von künstlerischem Entwurf und vollendetem Monument. Zahlreiche der gezeigten Arbeiten stehen in direktem Zusammenhang mit berühmten Großplastiken und öffentlichen Aufträgen, darunter „Madonna and Child“ für die St Matthew’s Church in Northampton, die „Harlow Family Group“, die „Memorial Figure“ für Dartington Hall, die „Draped Reclining Figure“ für das Time-Life Building oder „Reclining Figure: Festival“, die heute in den National Galleries of Scotland bewahrt wird. Die Ausstellung macht damit sichtbar, wie aus den kleinen Modellen jene Skulpturen hervorgingen, die das internationale Bildgedächtnis des 20. Jahrhunderts geprägt haben.
Auch die Provenienzen der Werke unterstreichen den musealen Charakter der Präsentation. Einzelne Arbeiten stammen aus bedeutenden Sammlungen von Persönlichkeiten wie David Astor, Sir Duncan Oppenheim, Baron Kenneth Clark oder Joseph H. Hirshhorn. Zugleich stehen sie in engem Zusammenhang mit internationalen Institutionen wie der Henry Moore Foundation, der Tate in London, dem Musée National d’Art Moderne in Paris, dem Museum of Modern Art in New York oder dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington. Damit verbindet die Ausstellung Kunstmarkt, Sammlungsgeschichte und Museumskultur auf außergewöhnliche Weise.