Thomas Ruff (*1958) Nacht 7 I, 1992 Fotografie, bildseitig kaschiert mit Acrylglas, ca. 184 x 185 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026/Thomas Ruff
Thomas Ruff (*1958) Nacht 7 I, 1992 Fotografie, bildseitig kaschiert mit Acrylglas, ca. 184 x 185 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026/Thomas Ruff – Mit freundlicher Genehmigung von: HamburgerKunsthalle / Hamburger Kunsthalle

Wann: 28.06.2026 - 11.10.2026

Hamburger Kunsthalle zeigt neuste Schenkungen des Sammlerpaares Peter und Heidrun Hess im Rahmen der bestehenden Ausstellung ISA MONA LISA

 Die Werke mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössische Fotografie sind ab dem 28. Juni 2026 in einem neu eingerichteten Raum zu sehen

Ein neu eingerichteter Raum mit Highlight-Werken der jüngsten Schenkung des Hamburger Sammlerpaares Peter und Heidrun Hess an die Hamburger Kunsthalle wird ab dem 28. Juni 2026 innerhalb der Ausstellung ISA MONA LISA zu sehen sein. Die von der Sammlungsleiterin Dr. Brigitte Kölle kuratierte Schau, die lebendige Einblicke in die Gegenwartskunst anhand rund 150 Exponaten von über 30 internationaler, zeitgenössischer Künstler*innen gibt, wird damit um wichtige Positionen von Till Gehard (*1971), Zwelethu Mthethwa (*1960), Thomas Ruff (*1958), Jörg Sasse (*1962), John Schlesinger (*1954) und Jeff Wall (*1946) ergänzt. Die neuen Schenkungen von Peter und Heidrun Hess bilden einen besonderen Schwerpunkt auf zeitgenössische Fotografie und ihre Erweiterungen in unterschiedlichen Medien. Die über ein Dutzend Werke fügen sich bestens ein in die virulenten Themen unserer Zeit und die Aspekte rund um Macht und Verletzlichkeit, Intimität und Offenheit sowie Natürlichkeit und Künstlichkeit, die ISA MONA LISA erkundet.

So ist Walls 3-teilige Serie Eviction struggle Video (1998–1999) die fotografische Übersetzung einer seiner Videoprojekte, in der eine Familie von der Polizei zur Räumung ihres Hauses aufgefordert wird. Mthethwa richtet mit seinen großformatigen Farbfotos den Blick auf die Menschen im demokratischen Südafrika nach der Apartheid. Sowohl die atmosphärisch dichten Gemälde von Gerhard als auch die Fotografien von Sasse verweisen auf die Ambivalenz zwischen vertrauter Szenerie und unterschwelliger Bedrohung. Ruff ist unter anderem mit Fotografien seiner bekannten Reihe emotional nüchterner Porträts und mit einer Arbeit der Nacht-Serie vertreten, die inspiriert von Aufnahmen mit Nachtsichtgeräten ist, die im Fernsehen zum Golfkrieg übertragen wurden.

 Die Hamburger Sammler Peter und Heidrun Hess bereichern schon seit 2001 durch zahlreiche Schenkungen, Dauerleihgaben und Spenden für Kunstkäufe die Sammlung der Gegenwartskunst der Hamburger Kunsthalle. Die insgesamt 15 Werke, die zuletzt als Dauerleihgaben überreicht wurden, sind bereits 2025 in Schenkungen umgewandelt worden und werden nun erstmalig präsentiert.
 

Prof. Dr. Alexander Klar: »Die Schenkungen von Peter und Heidrun Hess ergänzen die Sammlung der Hamburger Kunsthalle auf großartige Weise und führen eine seit Gründung der Kunsthalle bestehende große Tradition des Mäzenatentums in der Hansestadt fort. Dass Bürger*innen Hamburgs ihrem Kunstmuseum ihre privaten Kunstschätze stiften, stärkt die Sammlung für die kommenden Jahrhunderte. Dank des gelebten bürgerschaftlichen Engagements von Peter und Heidrun Hess kann die Hamburger Kunsthalle ihre international renommierte Sammlung weiter ausbauen und auf hohem Niveau mit heutiger Gegenwartskunst lebendig halten.«

Mehr zur Ausstellung „ISA MONA LISA“ mit allen Informationen, Öffnungszeiten und gezeigten Künstlern finden Sie auf unserer Ausstellungsseite.

Tags: Peter Hess, Heidrun Hess, zeitgenössische Fotografie, Thomas Ruff, Fotografie, Gegenwartskunst

Dienstag bis Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–21 Uhr.