Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik
Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik – Mit freundlicher Genehmigung von: KunsthalleRecklinghausen / Kunsthalle Recklinghausen

Wann: 03.05.2026 - 19.08.2026

Ragnar Kjartansson zählt zu den prägendsten Künstlern der internationalen Gegenwartskunst. Seine Werke bewegen sich zwischen Performance, Musik, Film und Malerei und verbinden Humor mit Melancholie, Pathos mit Ironie. Mit der Ausstellung „Sunday Without Love" widmet die Kunsthalle Recklinghausen dem isländischen Künstler im Rahmen der Ruhrfestspiele einen konzentrierten Überblick über sein Schaffen und zeigt mehrere Arbeiten erstmals in Deutschland.

Kjartansson wurde 1976 in Reykjavík geboren und fand zunächst als Musiker Aufmerksamkeit. Diese Herkunft prägt seine Kunst bis heute. Musik ist in seinen Installationen niemals bloße Begleitung, sondern bildet den emotionalen Kern seiner Arbeiten. Wiederholung, Langsamkeit und Ausdauer werden zu künstlerischen Mitteln, mit denen er Themen wie Liebe, Sehnsucht, Identität, Scheitern und Erinnerung untersucht.

Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik
Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik – Mit freundlicher Genehmigung von: KunsthalleRecklinghausen / Kunsthalle Recklinghausen

Die Ausstellung vereint mit „Sunday Without Love" (2025), „No Tomorrow" (2022), „Figures in Landscape" (2018) und „S.S. Hangover" (2013) vier bedeutende Videoarbeiten, die in Deutschland erstmals zu sehen sind. Ergänzt werden sie durch die neue Gemäldeserie „Weekdays in Arcadia" (2025). Gemeinsam eröffnen sie einen Einblick in jene Bildwelt, die Kjartansson seit Jahren entwickelt und in der Musik, Landschaft und Kunstgeschichte untrennbar miteinander verbunden sind.

„Man muss lernen, ohne Liebe zu leben, aber nicht aufhören, sie zu suchen.“ Dieser Satz bringt die Atmosphäre vieler Arbeiten des Isländers auf den Punkt. Seine Kunst erzählt von Sehnsucht, Vergänglichkeit und Hoffnung, ohne in Sentimentalität zu verfallen. Humor und Melancholie stehen dabei stets in einem feinen Gleichgewicht.

Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik
Ausstellungsansicht von / Installation view from Ragnar Kjartansson: Sunday Without Love at Kunsthalle Recklinghausen Photos: Kunsthalle Recklinghausen / Caroline Schlüter, 2026 Courtesy of the artist, Luhring Augustine, New York and i8 Gallery, Reykjavik – Mit freundlicher Genehmigung von: KunsthalleRecklinghausen / Kunsthalle Recklinghausen

Besonders die Landschaften nehmen innerhalb seines Werkes eine zentrale Stellung ein. Sie knüpfen an die romantische Tradition nordischer Malerei an und erinnern an Künstler wie Caspar David Friedrich oder Edvard Munch, ohne diese zu zitieren. Kjartansson interessiert sich dabei weniger für die möglichst genaue Darstellung der Natur als für ihre emotionale Wirkung. Wie er selbst sagt: „Es geht mir nicht darum, die Schönheit der isländischen Landschaft einzufangen – denn das ist unmöglich." Gerade dieses Bewusstsein macht seine Gemälde ebenso poetisch wie gegenwärtig.

Ragnar Kjartansson, Foto: Rafal Pinho
Ragnar Kjartansson, Foto: Rafal Pinho – Mit freundlicher Genehmigung von: KunsthalleRecklinghausen / Kunsthalle Recklinghausen
Internationale Bekanntheit erlangte Kjartansson spätestens mit seinem Beitrag zur Biennale von Venedig 2009.

Heute befinden sich seine Arbeiten in den Sammlungen des Metropolitan Museum of Art in New York, des Louisiana Museum of Modern Art bei Kopenhagen, des Barbican Centre in London und zahlreicher weiterer bedeutender Museen. Damit zählt er zu den wichtigsten Vertretern der nordischen Gegenwartskunst.

Die Recklinghäuser Ausstellung entstand als Kooperation der Kunsthalle Recklinghausen, der Ruhrfestspiele und des estnischen Kumu Art Museum in Tallinn. Sie zeigt einen Künstler, dessen Werke trotz ihrer konzeptuellen Tiefe unmittelbar zugänglich bleiben. Zwischen Musik, Landschaft und Performance entstehen Arbeiten, die nicht auf schnelle Antworten zielen, sondern auf jene seltenen Momente, in denen Kunst zugleich berührt und zum Nachdenken anregt.

Mit „Sunday Without Love“ präsentiert die Kunsthalle Recklinghausen nicht nur eine Ausstellung über einen international renommierten Künstler, sondern eröffnet einen vielschichtigen Blick auf ein Werk, das Musik, Malerei, Film und Performance zu einer unverwechselbaren Bildsprache verbindet. Die Deutschlandpremieren mehrerer Arbeiten machen die Schau zu einem der bemerkenswertesten Ausstellungsereignisse der diesjährigen Ruhrfestspiele.

Tags: Malerei, Performance Kunst, Film, Videokunst, Gegenwartskunst, Ragnar Kjartansson, Zeitgenössische Kunst, Kunstgeschichte, Caspar David Friedrich, Edvard Munch, Biennale di Venezia

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