Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Kaum ein Medium hat unsere Wahrnehmung der Welt so nachhaltig verändert wie die Fotografie. Genau 200 Jahre nach ihren Anfängen richtet CO Berlin mit „200 Years and Counting“ den Blick nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Zukunft des fotografischen Bildes verändern wird. Die Ausstellung in Berlin wird damit zum Schauplatz einer internationalen Debatte über eines der prägendsten Medien unserer Zeit.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Fotografie veranstaltet CO Berlin am 22. August 2026 im Rahmen des World Photography Day ein ganztägiges Symposium im Amerika Haus. Ausgangspunkt ist die Geschichte eines Mediums, das seit seinen Anfängen den Blick auf die Welt geprägt hat. Zugleich richtet sich der Fokus auf die Zukunft der Fotografie in einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz Bilder erzeugt, verändert und unser Verständnis von Realität grundlegend herausfordert.
Mit führenden Persönlichkeiten aus Kunst, Fotografie, Medienwissenschaft und Bildtheorie diskutiert das Symposium die Rolle der Fotografie als kulturelles Gedächtnis und ihre Bedeutung im Zeitalter algorithmischer Bildproduktion. Im Zentrum stehen Fragen nach der Relevanz fotografischer Bilder, ihrer Authentizität und den gesellschaftlichen Folgen neuer Bildtechnologien.
Ein weiterer Programmpunkt ist der Workshop „Adversarial Acts: Subversive Artistic Practices with AI“ des Berliner Künstlers Bruce Eesly. Dabei geht es um künstlerische Strategien, die Künstliche Intelligenz nicht nur als Werkzeug nutzen, sondern kritisch hinterfragen und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen sichtbar machen. Der Workshop richtet sich an Künstler, Forscher und Kreative und verbindet theoretische Überlegungen mit praktischen Ansätzen.
Den Abschluss bildet ein Open-Air-Kurzfilmprogramm im Innenhof des Amerika Hauses. Gezeigt werden Arbeiten von Bruce Eesly, Ryan S. Jeffrey, Gala Hernández López und Daphné Nan Le Sergent. Die Filme setzen sich mit den Wechselwirkungen von Fotografie, KI, geopolitischen Entwicklungen und digitalen Infrastrukturen auseinander und erweitern das Symposium um eine künstlerische Perspektive auf die Zukunft des Bildes.
Zwischen historischem Rückblick und visionären Fragestellungen entsteht eine Atmosphäre des Aufbruchs. Die Verbindung von Fotografie, Film und Künstlicher Intelligenz macht deutlich, dass die Geschichte des Mediums noch lange nicht abgeschlossen ist – vielmehr beginnt an diesem Tag ein neues Kapitel der Bildkultur.
Mit „200 Years and Counting“ gelingt CO Berlin eine außergewöhnliche Verbindung aus Jubiläum, wissenschaftlichem Diskurs und künstlerischer Reflexion. Das Symposium zeigt eindrucksvoll, dass die Geschichte der Fotografie untrennbar mit den Fragen der Gegenwart verbunden ist – und dass ihre Zukunft heute neu verhandelt wird.
Ausstellungen + Bookshop
Täglich 11:00–20:00
An Feiertagen geöffnet
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Meier-Denninghoff war die einzige Bildhauerin und Frau, die 1949 zu den Gründungsmitgliedern der… Weiterlesen
Bruce Gilden trifft mit „Why These?“ wie ein Blitz ins Gesicht – direkt, unerwartet und ohne Ausweichmöglichkeit. In der Ausstellung bei Fotografiska Berlin verdichtet sich seine Fotografie zu einem kompromisslosen Blick auf Menschen, der weder beschönigt noch erklärt, sondern konfrontiert.
Bruce Gildens Bilder verweigern jede Form von Distanz. Der harte Blitz, das unmittelbare Herangehen, die Nähe zum Motiv – all das erzeugt eine Intensität, die sich nicht abschwächen lässt. Gesichter erscheinen nicht als Oberfläche, sondern als verdichtete… Weiterlesen
Edward W. Godwin steht am Anfang dieser Ausstellung mit einem Möbel, das wie ein Manifest wirkt: dem Buffet von 1867, entworfen für William Watt in London – ein Objekt von strenger Eleganz, filigraner Konstruktion und beinahe architektonischer Klarheit, das die Geburt einer neuen ästhetischen Haltung ankündigt. Dieses Möbel ist mehr als ein Einrichtungsgegenstand. Es ist ein Statement, eine Bühne für das Leben als Kunstwerk – und damit der perfekte Auftakt für die Ausstellung „Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz… Weiterlesen
Im Herzen der Helmstedter Altstadt erhebt sich ein Bauwerk, das wie kaum ein anderes für die humanistische Bildung und protestantische Wissenschaftsgeschichte Norddeutschlands steht: die Academia Julia. Für die Fassadensanierung dieses außergewöhnlichen Baudenkmals stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) zwischen 2018 und 2023 insgesamt 60.000 Euro bereit. Nun erhält das bedeutende Gebäude eine sichtbare Anerkennung: eine Bronzetafel mit der Inschrift „Gefördert… Weiterlesen
C/O Berlin feiert seinen 25. Geburtstag! Seit einem Vierteljahrhundert widmet sich das renommierte Ausstellungshaus in Berlin mit großem Engagement und offenem Blick den vielseitigen Themen und Perspektiven der Fotografie und visuellen Medien. Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Anlass zur Rückschau, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft – und zur konsequenten Weiterentwicklung eines Hauses, das längst zu den führenden Institutionen seiner Art zählt.
Was im Jahr 2000 als… Weiterlesen
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