Ein weiterer Ausstellungsbereich trägt den Titel von Mamma Anderssons Landschaftsgemälde „The Day After“. Hier stehen Erinnerung, Geschichte und die Spuren vergangener Ereignisse im Mittelpunkt. Arbeiten von Pia Arke, William Kentridge, Anselm Kiefer und Mohammed Sami beschäftigen sich mit Ruinen, Landschaften, Karten und den sichtbaren wie unsichtbaren Narben der Vergangenheit. Unterschiedliche Generationen und kulturelle Hintergründe verschmelzen zu einem vielschichtigen Nachdenken über Zeit und Identität.
Menschen sind nicht zu sehen – und doch ist ihre Anwesenheit überall spürbar. Mohammed Sami erzählt nicht vom Augenblick der Gewalt, sondern von dem, was danach bleibt: Stille, Leere und die Spuren einer Vergangenheit, die sich nicht auslöschen lässt.
Die folgenden Räume widmen sich den 1970er Jahren und zeigen eindrucksvoll die enorme Vielfalt dieser Epoche. Werke von Ana Mendieta, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Sam Gilliam und Tetsumi Kudo verdeutlichen, wie unterschiedlich Künstler jener Zeit die Frage beantworteten, was Kunst sein kann und welche gesellschaftliche Rolle sie übernimmt.
Zwischen Pop Art und existenzieller Gegenwart liegen hier nur wenige Schritte. Wo Roy Lichtenstein mit klaren Linien und kräftigen Farben die Bildsprache der Moderne feiert, konfrontiert Robert Longo den Betrachter mit einer erschütternden Spur von Gewalt. Gerade diese Gegensätze verleihen „House Beautiful“ seine außergewöhnliche Spannung.