Installation „BYCATCH“ von Daniel Hölzl & Abie Franklin auf dem Suitbertus-See während der Ausstellung „Beneath the Surface, Beyond the Trees“ in Düsseldorf. Foto: Katja Illner.
Installation „BYCATCH“ von Daniel Hölzl & Abie Franklin auf dem Suitbertus-See während der Ausstellung „Beneath the Surface, Beyond the Trees“ in Düsseldorf. Foto: Katja Illner. – Mit freundlicher Genehmigung von: kunsthalle-duesseldorf.de / Kunsthalle Düsseldorf

Wann: 04.07.2026 - 09.08.2026

„Beneath the Surface, Beyond the Trees“ verwandelt einen verborgenen See in Düsseldorf in eine faszinierende Bühne zwischen Kunst und Natur. Dort, wo sonst nur Wasser, Ufer und Vegetation den Rhythmus bestimmen, entsteht für wenige Wochen ein außergewöhnlicher Ausstellungsraum unter freiem Himmel. Die Ausstellung der Kunsthalle Düsseldorf eröffnet im Rahmen von [Ausstellungen in Düsseldorf] einen Ort, der der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleibt, und lädt dazu ein, Landschaft als lebendigen Teil zeitgenössischer Kunst neu zu entdecken.

Der Suitbertus-See in Düsseldorf-Kaiserswerth ist ein abgeschirmtes Gewässer, das seit 1970 vom Verein SAC Düsseldorf-Kaiserswerth 1909 e. V. gepachtet und zum Angeln genutzt wird. Nur für die Ausstellung „Beneath the Surface, Beyond the Trees“ wird dieser verborgene Ort erstmals als Bühne für künstlerische Interventionen geöffnet. Die Arbeiten treten mal behutsam, mal irritierend mit dem Ökosystem des Sees in Dialog und eröffnen neue Perspektiven auf das Verhältnis von Natur, Körper, Raum und Wahrnehmung.

Aljoscha Premeditatio Malorum, 2026 Courtesy der Künstler und Beck & Eggeling, Düsseldorf Foto: Katja Illner
Aljoscha Premeditatio Malorum, 2026 Courtesy der Künstler und Beck & Eggeling, Düsseldorf Foto: Katja Illner – Mit freundlicher Genehmigung von: kunsthalle-duesseldorf.de / Kunsthalle Düsseldorf
Schon beim ersten Blick auf den See entsteht eine eigentümliche Ruhe. Die spiegelnde Wasseroberfläche, das dichte Grün der Ufer und die scheinbar schwerelos im Wasser schwebenden Installationen erzeugen eine Atmosphäre zwischen Stille, Licht und einer fast surrealen Atmosphäre. Hier wirkt die Natur nicht wie eine Kulisse – sie wird selbst zum aktiven Bestandteil der Ausstellung.

Der See bildet dabei nicht nur eine Landschaft, sondern ein Gefüge aus Bewegungen, Rhythmen und Übergängen. Wasser, Ufer und Vegetation befinden sich in einem ständigen Wandel. In dieses empfindliche Gleichgewicht greifen die künstlerischen Arbeiten ein, ohne es zu dominieren. Vielmehr entstehen neue Beziehungen zwischen Körper, Raum und Umgebung, die den Blick auf den Ort nachhaltig verändern.

Zu den eindrucksvollsten Arbeiten zählt Aljoschas biomorphe Installation, deren transluzente violette Form scheinbar schwerelos aus dem Wasser emporwächst. Je nach Sonnenlicht, Wind und Spiegelung verändert sie ihr Erscheinungsbild und lässt die Grenzen zwischen Natur und Kunst nahezu verschwimmen.

Neben Aljoscha prägen Daniel Hölzl & Abie Franklin, Sofía Magdits Espinoza, Sophie Utikal und Finnegan Shannon den vielschichtigen Parcours rund um den Suitbertus-See. Jede Position entwickelt eine eigene Form der Annäherung an Landschaft, Wasser und öffentlichem Raum.

Sophie Utikal My third eye, my second heart, 2026 Foto: Katja Illner
Finnegan Shannon Do you want us here or not (KAH), 2023 – ongoing Foto: Katja Illner
Sophie Utikal My third eye, my second heart, 2026 Foto: Katja Illner • Finnegan Shannon Do you want us here or not (KAH), 2023 – ongoing Foto: Katja Illner – Mit freundlicher Genehmigung von: kunsthalle-duesseldorf.de / Kunsthalle Düsseldorf

Mit „Kunsthalle unterwegs“ verlässt die Kunsthalle Düsseldorf bewusst den klassischen Museumsraum. Landschaft, Architektur und öffentlicher Raum werden selbst Teil der kuratorischen Erzählung. Die Ausstellung versteht sich nicht als Rundgang durch einzelne Werke, sondern als Einladung, einen verborgenen Naturraum mit allen Sinnen zu erleben und dessen fragile Balance neu wahrzunehmen.

„Beneath the Surface, Beyond the Trees“ gehört zu den ungewöhnlichsten Ausstellungsprojekten dieses Sommers. Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt eindrucksvoll, wie zeitgenössische Kunst verborgene Landschaften neu erfahrbar machen und den Blick auf scheinbar vertraute Orte nachhaltig verändern kann.

Die Ausstellung wird im Rahmen der Projektreihe „Kunsthalle unterwegs“ realisiert und ist bis 9. August 2026 zu sehen.

Sofía Magdits Espinoza La casita, 2026 Gewebt mit Uğur Kepenek, Ivonne Sheen Mogollón und Hyunmo Yang Foto: Katja Illner
Sofía Magdits Espinoza La casita, 2026 Gewebt mit Uğur Kepenek, Ivonne Sheen Mogollón und Hyunmo Yang Foto: Katja Illner – Mit freundlicher Genehmigung von: kunsthalle-duesseldorf.de / Kunsthalle Düsseldorf
Tags: Daniel Hölzl, Abie Frankli, Installation, Skulpturen, Kunst und Natur, Gegenwartskunst, Zeitgenössische Kunst, Kunst im öffentlichen Raum

Di–So 11–18 Uhr
Donnerstag 11–21 Uhr
Feiertage 11–18 Uhr