Die Mailänder Ausstellung vereint Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus vier Jahrzehnten und macht nachvollziehbar, wie Leoncillo die Möglichkeiten keramischer Bildhauerei grundlegend neu definierte. Seine Werke lösen sich zunehmend von traditionellen Formen und entwickeln eine freie, beinahe malerische Sprache, in der Material und Geste untrennbar miteinander verbunden sind.
Leoncillo zählt zu den bedeutendsten italienischen Bildhauern der Nachkriegszeit. Seine Werke wurden mehrfach auf der Biennale von Venedig gezeigt und befinden sich heute unter anderem in den Sammlungen des Centre Pompidou in Paris, des Museo Reina Sofía in Madrid, des Solomon R. Guggenheim Museum in New York sowie weiterer internationaler Museen. Damit nimmt sein Werk bis heute eine bedeutende Stellung innerhalb der europäischen Nachkriegsskulptur ein.
Mit „Perché più bruci“ eröffnet Thaddaeus Ropac nicht nur den ersten Teil einer Leoncillo-Trilogie, sondern lädt dazu ein, einen Künstler neu zu entdecken, der die keramische Skulptur des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat und dessen Werk bis heute kunsthistorisch wie museal von außergewöhnlicher Bedeutung ist.