In „Denkmäler“ ragen drei Knochen aus einer unwirklichen Landschaft empor. Der linke endet in einem verzerrten menschlichen Kopf mit weit geöffnetem Mund, der mittlere in einer kleinen, abstrakten Gestalt. Der dritte Knochen schließt mit einer gelenkartigen Verdickung ab.
Vor dem leuchtend roten Himmel wirken sie wie Überreste einer vergangenen Welt. Sind es Denkmäler für Menschen, die nicht mehr da sind? Oder Gestalten, deren Stimmen noch immer gehört werden wollen?
Rosenstein gibt keine eindeutige Antwort. Doch gerade darin liegt die Kraft des Gemäldes: Die menschliche Figur ist zu einem Zeichen geworden, das die Erinnerung an etwas Verlorenes bewahrt.
„Die Verbrennung der Hexe“, 1966 – Eine Welt in Flammen
Ein intensives Rot beherrscht die Leinwand. Organische Formen verschlingen sich, dunkle Linien durchziehen das Bild, und eine große blaugraue Fläche öffnet sich zwischen den rätselhaften Gebilden.
Wo ist die Hexe? Wer wird hier verbrannt?
Rosenstein lässt die Antwort offen. Der Titel weckt Vorstellungen von Verfolgung und Gewalt, doch die Gestalten entziehen sich einer eindeutigen Deutung.
Man sucht nach einem Gesicht, nach einem Körper, nach einem Menschen. Doch alles scheint sich in Farbe und Bewegung aufzulösen. Was bleibt, ist das Gefühl, dass hier etwas geschieht, das sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Jenseits der Stille – Die Freiheit der Fantasie