Atmosphärische Messeansicht mit leuchtenden Kunstwerken und flanierenden Besuchern.
Atmosphärische Messeansicht mit leuchtenden Kunstwerken und flanierenden Besuchern. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Was: Messe

Wann: 05.12.2025 - 07.12.2025

Art Basel Miami Beach 2025: Wenn das Herz der Amerikas auf die große Weltbühne trifft

Art Basel Miami Beach 2025, die 23. Ausgabe einer Messe, die längst zu einem seismografischen Zentrum des globalen Kunstgeschehens geworden ist, öffnet im Dezember erneut ihre Tore im Miami Beach Convention Center. 283 führende Galerien aus 43 Ländern und Territorien, darunter 48 Erstteilnehmer, formen ein Panorama, das die kreativen Strömungen der Amerikas mit dem weltweiten Diskurs verbindet – eine Bühne, auf der Visionen geboren, Horizonte verschoben und Geschichten neu erzählt werden. Als wichtigste Messe des amerikanischen Kontinents bietet Art Basel Miami Beach 2025 einen umfassenden Blick auf die künstlerische Produktion der Region im Dialog mit Europa, Asien, Afrika und dem Nahen Osten.

"Art Basel Miami Beach stands at the intersection of culture and the market — a platform where artistic vision and economic energy converge to define what comes next," sagte Bridget Finn, Director, Art Basel Miami Beach. Die Messe läuft vom 5. bis 7. Dezember 2025, die Preview Days finden am 3. und 4. Dezember statt, UBS agiert erneut als Global Lead Partner und die Tickets sind über die Website von Art Basel erhältlich. Der Fokus dieser Ausgabe liegt auf den Verflechtungen von Migration, Innovation und kultureller Durchdringung; Latinx-, indigene und diasporische Positionen werden ebenso stark hervorgehoben wie eine transhemisphärische Neubetrachtung des Modernismus, die von Mid-Century-Meistern bis zu aktuellen Stimmen reicht, die den Kanon neu schreiben.

Lynne Drexler, Blue Bay, 1968.
Tecla Tofano, Antropología, de la serie El libro y su invasión, 1975.
Lynne Drexler, Blue Bay, 1968. • Tecla Tofano, Antropología, de la serie El libro y su invasión, 1975. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

"The 2025 edition foregrounds the multiplicity of American art — not as a single narrative but as a constellation of perspectives," sagte Vincenzo de Bellis, Chief Artistic Officer und Global Director of Fairs, Art Basel. Über die Sektoren Galleries, Positions, Nova und Survey entfaltet sich ein Programm, das historische Tiefe, geografische Weite und die Wiederentdeckung moderner und zeitgenössischer Positionen zusammenführt. Meridians, kuratiert von Yasmil Raymond und dem Thema The Shape of Time gewidmet, kehrt als monumentales Herzstück zurück. Das Conversations-Programm belebt die intellektuelle Achse der Messe mit drei Tagen voller Debatten und Begegnungen, eröffnet von einem Tag über Kunst und Sport, während das neue digitale Format Zero 10 die wachsende Bedeutung von Kunst der digitalen Ära markiert.

Mit Zero 10, kuratiert von Eli Scheinman und unterstützt von OpenSea, setzt Art Basel einen neuen Meilenstein in der Präsentation digitaler Kunst. Gleichzeitig feiern die Art Basel Awards in Miami Beach ihre US-Premiere und zeichnen im Rahmen der neuen Gold Awards elf herausragende Persönlichkeiten und Institutionen aus. In diesem dichten Geflecht aus Ausstellungen, Großskulpturen, Talks und Partnerschaften entsteht die Vision der Amerikas als lebendiges Labor kreativen Dialogs – ein Raum, in dem Geschichte befragt, Grenzen verwischt und neue Stimmen hörbar werden. Art Basel Miami Beach 2025 ist damit ein Versprechen von Tiefe, Intensität und Erneuerung, ein poetischer Moment im globalen Kunstkalender, der die Form der Kunst unserer Zeit neu zeichnet.

Miki Leal. En búsqueda de confort, 2025. Courtesy of the gallery and the art
Miki Leal. En búsqueda de confort, 2025. Courtesy of the gallery and the art – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Twentieth-Century and Postwar Presentations

Unter dem Titel Twentieth-Century and Postwar Presentations beleuchtet Art Basel Miami Beach 2025 die globalen Dialoge des Modernismus und zeichnet nach, wie Künstler über Kontinente hinweg Wahrnehmung und Form neu gedacht haben. Die Präsentationen laden zu einer erneuten Lesart des Kanons ein, in dem transkontinentale Experimente, Migration und ästhetische Verschiebungen miteinander verschmelzen.

Berry Campbell (New York) rückt die Beiträge von Künstlerinnen zum Abstrakten Expressionismus ins Licht und zeigt Werke von Alice Baber, Bernice Bing, Elaine de Kooning, Lynne Drexler, Helen Frankenthaler, Judith Godwin und Ethel Schwabacher. Eine großformatige Drexler-Arbeit aus den 1960er-Jahren, der wichtigsten Phase der Künstlerin, und die Debütpräsentation der Nachlässe von Mary Ann Unger und Louisa Chase erweitern die Erzählung der Nachkriegsabstraktion. Johyun Gallery (Busan, Seoul) gestaltet mit Matter and Time, Coincidence and Intervention einen vielschichtigen Auftritt mit Park Seo-Bo, Lee Bae, Kishio Suga, Lee Kwang-Ho und Bosco Sodi – eine Reise durch fünf Jahrzehnte prozessbasierter Abstraktion, von Parks meditativen Écriture-Arbeiten bis zu Sodis pigmentgeladenen Tonoberflächen. Sicardi Ayers Bacino (Houston) versammelt Schlüsselwerke lateinamerikanischer Meisterinnen und Meister wie Lygia Clark, Carlos Cruz-Diez, León Ferrari, Gego, Mercedes Pardo, Fanny Sanín, Xul Solar und macht deutlich, welche fundamentale Rolle Lateinamerika in der Nachkriegsabstraktion gespielt hat.

Tornabuoni Art (Florenz, Paris, Mailand, Rom, Forte dei Marmi, Crans Montana) bringt mit Alighiero Boetti, Alberto Burri und Dadamaino die italienische Nachkriegsavantgarde auf die Bühne. Im Zentrum stehen Boettis Mappa-Stickereien (1971–94), kartografische Kommentare zu geopolitischer Verflechtung, ergänzt durch Lucio Fontanas Concetto Spaziale, Attese (1967), Burris verbrannte Malerei Combustione Plastica (1960), Giorgio de Chiricos traumhafte Piazza d’Italia (1950–51) und Dadamainos Oggetto ottico dinamico indeterminato (1963–65). Locks Gallery (Philadelphia) entfaltet sieben Jahrzehnte amerikanischen Modernismus mit Louise Bourgeois, Isamu Noguchi, Robert Motherwell, Lynda Benglis, Willem de Kooning, Pat Steir, Mary Corse, Jennifer Bartlett und Edna Andrade und zeigt die formale wie konzeptuelle Entwicklung der Abstraktion. Van de Weghe (New York) bringt Andy Warhols Grevy’s Zebra (1983) aus der Endangered Species-Serie mit Skulpturen von Alexander Calder zusammen, während Alisan Fine Arts (Hongkong, New York) mit Chinyee, Walasse Ting und Ming Fay die Brücke zwischen östlicher und westlicher Abstraktion schlägt. Mayoral (Paris, Barcelona) inszeniert schließlich einen transatlantischen Dialog zwischen Spaniens Nachkriegsavantgarde – mit Joan Miró, Antoni Tàpies, Manolo Millares, Eduardo Chillida – und Wifredo Lam, dessen Werk derzeit im MoMA gefeiert wird, sowie zeitgenössischen Positionen von Marria Pratts und Rachel Valdés.

Antonio Henrique Amaral, Untitled, 1966. Courtesy of Casa Triângulo, São Paulo, Brazil. Photo by Filipe Berndt.
Francisco Sierra, O Sole Mio #8, 2016. Courtesy of Kunstmuseum Solothurn. Photo by Conradin Frei
Antonio Henrique Amaral, Untitled, 1966. Courtesy of Casa Triângulo, São Paulo, Brazil. Photo by Filipe Berndt. • Francisco Sierra, O Sole Mio #8, 2016. Courtesy of Kunstmuseum Solothurn. Photo by Conradin Frei – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Twentieth-Century and Postwar Presentations

Unter dem Titel Twentieth-Century and Postwar Presentations beleuchtet Art Basel Miami Beach 2025 die globalen Dialoge des Modernismus und zeichnet nach, wie Künstler über Kontinente hinweg Wahrnehmung und Form neu gedacht haben. Die Präsentationen laden zu einer erneuten Lesart des Kanons ein, in dem transkontinentale Experimente, Migration und ästhetische Verschiebungen miteinander verschmelzen.

Berry Campbell (New York) rückt die Beiträge von Künstlerinnen zum Abstrakten Expressionismus ins Licht und zeigt Werke von Alice Baber, Bernice Bing, Elaine de Kooning, Lynne Drexler, Helen Frankenthaler, Judith Godwin und Ethel Schwabacher. Eine großformatige Drexler-Arbeit aus den 1960er-Jahren, der wichtigsten Phase der Künstlerin, und die Debütpräsentation der Nachlässe von Mary Ann Unger und Louisa Chase erweitern die Erzählung der Nachkriegsabstraktion. Johyun Gallery (Busan, Seoul) gestaltet mit Matter and Time, Coincidence and Intervention einen vielschichtigen Auftritt mit Park Seo-Bo, Lee Bae, Kishio Suga, Lee Kwang-Ho und Bosco Sodi – eine Reise durch fünf Jahrzehnte prozessbasierter Abstraktion, von Parks meditativen Écriture-Arbeiten bis zu Sodis pigmentgeladenen Tonoberflächen. Sicardi Ayers Bacino (Houston) versammelt Schlüsselwerke lateinamerikanischer Meisterinnen und Meister wie Lygia Clark, Carlos Cruz-Diez, León Ferrari, Gego, Mercedes Pardo, Fanny Sanín, Xul Solar und macht deutlich, welche fundamentale Rolle Lateinamerika in der Nachkriegsabstraktion gespielt hat.

Tornabuoni Art (Florenz, Paris, Mailand, Rom, Forte dei Marmi, Crans Montana) bringt mit Alighiero Boetti, Alberto Burri und Dadamaino die italienische Nachkriegsavantgarde auf die Bühne. Im Zentrum stehen Boettis Mappa-Stickereien (1971–94), kartografische Kommentare zu geopolitischer Verflechtung, ergänzt durch Lucio Fontanas Concetto Spaziale, Attese (1967), Burris verbrannte Malerei Combustione Plastica (1960), Giorgio de Chiricos traumhafte Piazza d’Italia (1950–51) und Dadamainos Oggetto ottico dinamico indeterminato (1963–65). Locks Gallery (Philadelphia) entfaltet sieben Jahrzehnte amerikanischen Modernismus mit Louise Bourgeois, Isamu Noguchi, Robert Motherwell, Lynda Benglis, Willem de Kooning, Pat Steir, Mary Corse, Jennifer Bartlett und Edna Andrade und zeigt die formale wie konzeptuelle Entwicklung der Abstraktion. Van de Weghe (New York) bringt Andy Warhols Grevy’s Zebra (1983) aus der Endangered Species-Serie mit Skulpturen von Alexander Calder zusammen, während Alisan Fine Arts (Hongkong, New York) mit Chinyee, Walasse Ting und Ming Fay die Brücke zwischen östlicher und westlicher Abstraktion schlägt. Mayoral (Paris, Barcelona) inszeniert schließlich einen transatlantischen Dialog zwischen Spaniens Nachkriegsavantgarde – mit Joan Miró, Antoni Tàpies, Manolo Millares, Eduardo Chillida – und Wifredo Lam, dessen Werk derzeit im MoMA gefeiert wird, sowie zeitgenössischen Positionen von Marria Pratts und Rachel Valdés.

Suzy Lake, Beauty at a Proper Distance/In Song #4, 2002. Courtesy of the artist and Bradley Ertaskiran, Montreal, Canada. Photo by Jean-Michael Seminaro.
Suzy Lake, Beauty at a Proper Distance/In Song #4, 2002. Courtesy of the artist and Bradley Ertaskiran, Montreal, Canada. Photo by Jean-Michael Seminaro. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz
Roger Brown, Virtual Still Life #14: Pots and Piedmont and Piru, 1995. Courtesy of Gray, Chicago, New York.
Luisa Rabbia, The Network, 2024-25. Courtesy of Peter Blum Gallery.
Roger Brown, Virtual Still Life #14: Pots and Piedmont and Piru, 1995. Courtesy of Gray, Chicago, New York. • Luisa Rabbia, The Network, 2024-25. Courtesy of Peter Blum Gallery. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Highlights aus Lateinamerika und der Karibik

Unter dem Fokus auf Lateinamerika und die Karibik verdichtet Art Basel Miami Beach 2025 die Vielfalt der Region zu einem Geflecht aus Erinnerung, Materialforschung und sozialer Imagination. Galerien aus der gesamten Region zeigen, wie historische Erbschaften und aktuelle Fragestellungen in intergenerationellen Dialogen aufeinandertreffen und die Messe zu einer zentralen Plattform für den Austausch zwischen Globalem Süden und Norden machen.

Leon Tovar Gallery (New York, Bogotá) widmet sich drei wegweisenden Künstlerinnen des lateinamerikanischen Modernismus – Feliza Bursztyn, Tecla Tofano und Emma Reyes –, deren radikale Skulpturen, Keramiken und Malereien persönliche Erzählungen mit politischer Kritik verbinden. Galatea (São Paulo, Salvador) und Isla Flotante (Buenos Aires) spannen mit Adario dos Santos, Lygia Clark, Rubem Valentim, Mira Schendel, Antonio Dias sowie jüngeren Stimmen wie Mariela Scafati, Pablo Accinelli und Rosario Zorraquín einen Bogen von der Nachkriegsavantgarde bis zur Gegenwart. El Apartamento (Havanna, Madrid, Miami), als erste auf der Insel gegründete kubanische Galerie bei Art Basel Miami Beach, untersucht mit Diana Fonseca, Ariamna Contino, Roberto Diago, Orestes Hernández und Miki Leal die Idee des „Anderen“ als Ort von Ausschluss und kultureller Selbstbehauptung.

A Gentil Carioca (Rio de Janeiro) versammelt Positionen zu Migration, Zugehörigkeit und kollektiver Handlungsmacht im afro-atlantischen und indigenen Amerika. Almeida & Dale (São Paulo) zeigt ein starkes brasilianisches Ensemble um Maxwell Alexandre, Tunga, José Leonilson, Jaider Esbell, Alex Červený, Ivan Campos, Rebeca Carapiá, Lidia Lisbôa und Alice Shintani, ergänzt um Moffat Takadiwa aus Simbabwe und Nino Kapanadze, deren Arbeiten Fragen von Transformation, Erinnerung und Verbundenheit über Geografien hinweg öffnen. Mendes Wood DM (São Paulo, Brüssel, Paris, New York) bringt neue Werke von Paulo Nazareth, Sonia Gomes, Rosana Paulino, Pol Taburet und Mimi Lauter nach Miami Beach, während kurimanzutto (Mexiko-Stadt, New York) aktuelle Arbeiten von Gabriel Orozco zeigt, der mit The Eye of Go (Blue) (2024) seine streng regelbasierten Systeme in einen meditativ-verspielten Rhythmus überführt.

Sanford Biggers, Unsui (Mirror), 2025. Installation View at Desert X 2025. Courtesy of the artist and Marianne Boesky Gallery, New York and Aspen. Copyright and Photo by Lance Gerber.
Sanford Biggers, Unsui (Mirror), 2025. Installation View at Desert X 2025. Courtesy of the artist and Marianne Boesky Gallery, New York and Aspen. Copyright and Photo by Lance Gerber. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Zeitgenössische Positionen

Die zeitgenössischen Präsentationen der Art Basel Miami Beach 2025 fassen die Dringlichkeit künstlerischer Praxis der Gegenwart zusammen – an der Schnittstelle von Materialforschung, Identitätspolitik und ökologischen Fragestellungen. mor charpentier (Paris, Bogotá) reflektiert den Körper als Ort von Erinnerung und Widerstand mit Kader Attia, Teresa Margolles, Oscar Muñoz, Lawrence Abu Hamdan, Bouchra Khalili, Hajra Waheed, Liliana Porter, Nohemí Pérez und Manjot Kaur. Migration, geschlechtsspezifische Gewalt und Umweltkrise werden hier über Formen des Zeugnisses und der Reparatur verhandelt. Commonwealth and Council (Los Angeles) verbindet mit Beatriz Cortez, Carolina Caycedo, Clarissa Tossin und Fidencio Fifield-Pérez ökologische Denkräume mit diasporischen Geschichten; handgeschmiedeter Stahl, Stoffbahnen und Papierarbeiten kartieren Flüsse, Bewegungen und Widerstand.

DOCUMENT (Chicago, Lissabon) rückt Künstler wie Julien Creuzet, Paul Mpagi Sepuya, Erin Jane Nelson, Alexandra Barth, Anneke Eussen und Faheem Majeed ins Zentrum, die das Bild zum Objekt und zum Raum erweitern – etwa mit Creuzets skulpturalem Werk aus dem französischen Pavillon der 60. Biennale von Venedig oder Nelsons keramischen Wandarbeiten. Sikkema Jenkins & Co. (New York) bringt Sheila Hicks, Teresa Lanceta, Jeffrey Gibson, William Cordova, Kara Walker, Erin Shirreff und Vik Muniz in einen kraftvollen Dialog über Textil, Wahrnehmung, Geschichte und Macht. James Cohan Gallery (New York) zeigt Jordan Nassar, Tuan Andrew Nguyen, Naudline Pierre, Kelly Sinnapah Mary, Kennedy Yanko und Yinka Shonibare CBE, die materielle Geschichten, Erinnerung und Monumentalität neu denken. Von Bartha (Basel, Kopenhagen) präsentiert neue Arbeiten von Francisco Sierra aus der O Sole Mio-Serie, flankiert von einer frühen Neon-Skulptur Gyula Kosices und neuen Bronzearbeiten von Erin Shirreff, während Casa Triângulo (São Paulo) mit Antonio Henrique Amaral und assume vivid astro focus (avaf) politische Bildwelten, Begehbarkeit und immersive Malerei verschränkt.

Stephanie Syjuco, Neutral Calibration Studies (Ornament + Crime), 2016. Installation view from Contemporary Art Museum St. Louis, 2019. Courtesy of the artist, Catharine Clark Gallery, San Francisco; and RYAN LEE Gallery, New York. Copyright by Stephanie Syjuco.
Renata Petersen, Miracles Missionary, 2025. Courtesy of Pequod Co.
Stephanie Syjuco, Neutral Calibration Studies (Ornament + Crime), 2016. Installation view from Contemporary Art Museum St. Louis, 2019. Courtesy of the artist, Catharine Clark Gallery, San Francisco; and RYAN LEE Gallery, New York. Copyright by Stephanie Syjuco. • Renata Petersen, Miracles Missionary, 2025. Courtesy of Pequod Co. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Newcomers in Galleries

Mit 49 erstmals teilnehmenden Galerien bekräftigt Art Basel Miami Beach 2025 ihre Rolle als Entdeckungsplattform. 19 dieser Häuser steigen direkt in den Sektor Galleries ein, 11 kehren nach früheren Auftritten in Nova, Positions oder Survey zurück. So entsteht eine lebendige Kartografie junger Programme und neuer Stimmen, die sich in den Hauptsektor eingeschrieben haben.

Cristin Tierney Gallery (New York) zeigt neue Arbeiten von Dread Scott, Jorge Tacla, Sara Siestreem (Hanis Coos), Malia Jensen, Roger Shimomura, Julian V.L. Gaines und eine tägliche Performance von Tim Youd, der amerikanische Identität im Vorfeld des Semiquincentennial befragt. Nina Johnson (Miami) markiert ihr Debüt mit neuen Gemälden von Patrick Dean Hubbell, in denen Diné-Kosmologie, Sprache und Textiltraditionen in abstrakte Kompositionen einfließen. Dastan Gallery (Teheran, Toronto) führt eine neue Generation iranischer Künstler in die Messe ein, deren Praxis geometrische und narrative Traditionen der persischen Miniaturmalerei weiterführt. Richard Saltoun Gallery (London, Rom, New York) widmet sich Cossette Zeno, Elizam Escobar, Marcelo Benítez und Olga de Amaral, während Vadehra Art Gallery (Neu-Delhi) früh feministische und queere Perspektiven aus Südasien mit Nalini Malani und Sunil Gupta in den Vordergrund rückt. PKM Gallery (Seoul) und Roslyn Oxley9 (Sydney) erweitern die Spannweite mit starken Programmen zu Diaspora, Indigeneität, Raumwahrnehmung und Bildpolitik.

Kabinett

Der Sektor Kabinett erlaubt präzise kuratierte Präsentationen innerhalb der Messestände – konzentrierte Projekte, die einzelne Künstler und Erzählungen vertiefen. Gray (Chicago, New York) widmet sich mit Virtual Still Lifes der späten Serie von Roger Brown (1995–97), in der Gemälde und Miniaturen eine theatralische, zugleich spirituell aufgeladene Bühne des amerikanischen Alltags bilden. Canada (New York) zeigt Marc Hundley T-Shirts: 1997 to Now und verwandelt ein Wanddisplay handbedruckter T-Shirts in ein Archiv queerer Erinnerung und kollektiver Zitate.

Mazzoleni (London, Turin, Mailand) beleuchtet mit einer konzentrierten Auswahl die transkulturelle Bildwelt Wifredo Lams, während Galerie Lelong (Paris, New York) seltene Zeichnungen von Etel Adnan aus den 1960er-Jahren zeigt, die den Übergang von Sprache zu Bild sichtbar machen. Edel Assanti (London) präsentiert Lonnie Holleys Assemblagen und Skulpturen als Meditation über Resilienz, Spiritualität und die Black Experience und bereitet damit kommende Museumsausstellungen vor. Roberts Projects (Los Angeles) ehrt Betye Saar mit der Installation Lost and Found als klingenden Vorgriff auf ihr 100. Lebensjahr, während Garth Greenan Gallery (New York) Sadao Hasegawas visionäre, homoerotische Bildwelten in einem dichten Setting zeigt. Jenkins Johnson Gallery (New York, San Francisco) nimmt das Hundertjährige von Robert Colescott zum Anlass, frühe Gemälde zu zeigen, die seine spätere radikale Figuration vorwegnehmen, während Sies + Höke (Düsseldorf) mit Marcel Dzamas großformatigen Gouachen Allegorien von Widerstand und Hoffnung inszeniert.

Kennedy Yanko, Intimacy of Throes, 2024. Installation view of "In an effort to be held", curated by Allison Glenn, on view at the Shepherd from August 3- October 12, 2024. Photos by Joseph Tiano. Courtesy of Library Street Collective and the Shepherd.
Tim Youd, Kurt Vonnegut's Slaughterhouse-Five, 2019. Courtesy the artist and Cristin Tierney Gallery, New York.
Kennedy Yanko, Intimacy of Throes, 2024. Installation view of "In an effort to be held", curated by Allison Glenn, on view at the Shepherd from August 3- October 12, 2024. Photos by Joseph Tiano. Courtesy of Library Street Collective and the Shepherd. • Tim Youd, Kurt Vonnegut's Slaughterhouse-Five, 2019. Courtesy the artist and Cristin Tierney Gallery, New York. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Meridians – The Shape of Time

Meridians bildet zum sechsten Mal das kuratorische Zentrum der Art Basel Miami Beach – eine Bühne für großformatige, institutionelle Werke, die den Rahmen einer klassischen Messepräsentation sprengen. Kuratiert von Yasmil Raymond, ehemaliger Rektorin der Städelschule und Direktorin von Portikus in Frankfurt, steht die Ausgabe 2025 unter dem Titel The Shape of Time und versammelt eine multinationale, generationenübergreifende Gruppe von Künstlern, die untersuchen, wie Kunst Zeit verkörpern, dehnen oder aussetzen kann.

Ausgehend von George Kublers Schlüsseltext The Shape of Time (1962) versteht Raymond die in Meridians gezeigten Arbeiten als zeitliche Brücken. "This year’s edition of Meridians contrasts conceptions of temporality, ranging from formal and symbolic notions of time to allegorical correspondences between the past and the present. Some reflect on the creative process as an event, while others explore the physical phenomenon of time and its observable effects, as captured through mechanical photography, video, and, more recently, computer systems." Diese Spannweite manifestiert sich in monumentalen Skulpturen wie Huang Yong Pings Double Wing (Tang Contemporary Art), Lyle Ashton Harris’ fotografischer Installation The Watering Hole (Maruani Mercier), Luisa Rabbias Neuinterpretation von Il quarto stato bei Peter Blum Gallery, Ward Shelleys begehbarer The Last Library IV: Written in Water (Freight+Volume), Silvia Rivas’ Videoarbeit Buzzing (Rolf Art) oder Jesús Rafael Sotos ikonischem Pénétrable (Galería RGR), das Zeit als Vibration erfahrbar macht.

Kevork Mourads Memory Gates (Leila Heller Gallery), Stephanie Syjucos Neutral Calibration Studies (Ornament + Crime) (Catharine Clark Gallery und Ryan Lee), Kennedy Yankos Intimacy of Throes (Library Street Collective) und andere Positionen untersuchen Erinnerung, Repräsentation, industrielle Materialien und Informationsströme als Zeitspeicher. Meridians erscheint so als Ausstellung und Begegnungsraum zugleich, in dem die Amerikas nicht nur als Geografie, sondern als Geflecht aus Ideen, Geschichten und temporalen Überlagerungen sichtbar werden.

Jesús Rafael Soto, Penetrable, 1992. Installation view of the exhibition "The Instability of the Real", Galería RGR, 2023. Courtesy of Galería RGR (Mexico) and Atelier Soto (Paris). © ADAGP / Jesús R. Soto, Paris © Jesús R. SOTO/ADAGP, París 2025
Ward Shelley, The Last Library IV: Written in Water, 2020-2025.An installation by Ward Shelley with Douglas Paulson. Courtesy of Freight+Volume and the artist.
Jesús Rafael Soto, Penetrable, 1992. Installation view of the exhibition "The Instability of the Real", Galería RGR, 2023. Courtesy of Galería RGR (Mexico) and Atelier Soto (Paris). © ADAGP / Jesús R. Soto, Paris © Jesús R. SOTO/ADAGP, París 2025 • Ward Shelley, The Last Library IV: Written in Water, 2020-2025.An installation by Ward Shelley with Douglas Paulson. Courtesy of Freight+Volume and the artist. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Nova

Der Sektor Nova, 2003 gegründet, gilt als Sensorium für neue Strömungen in der zeitgenössischen Kunst und zeigt ausschließlich Arbeiten der letzten drei Jahre. 23 Galerien präsentieren 22 fokussierte Auftritte, viele davon als Solopräsentationen; acht Häuser sind erstmals in Nova vertreten.

Heidi (Berlin) debütiert mit einer neuen Serie von Scratch-Off-Paintings des amerikanisch-jamaikanischen Künstlers Akeem Smith, die aus seinem Archiv karibischer Dancehall-Ephemera schöpfen und an seine Ausstellung No Gyal Can Test erinnern. Pequod Co. (Mexiko-Stadt) zeigt Villa Purificación von Renata Petersen, eine vielschichtige Inszenierung aus keramischen Wandbildern, Vasen und Glasobjekten, die Glauben, Geschlecht und Macht in einem kaleidoskopischen Setting verhandelt. Candice Madey (New York) präsentiert Liz Collins mit textilen Arbeiten zwischen Kunst, Mode und Design, in denen Nadelarbeit, gewebte Reliefs und abstrakte Muster queere Körperlichkeit und die Politik des Machens reflektieren. Silverlens (Manila, New York) konfrontiert in Between Ports Bernardo Pacquings improvisierte Assemblagen aus Manilas Stadtraum mit Nicole Cosons druckbasierten Bildern und 3D-Skulpturen, die Verpackungsmaterial in Vanitas-Motive verwandeln und so Handel, Migration und unsichtbare Ökonomien beleuchten. Luis De Jesus Los Angeles (Los Angeles) zeigt Hugo Crosthwaites Ex-Voto-Serie als zeitgenössische Andachtsmalerei, die Geschichten von Migration, Gnade und Überleben an der US–Mexiko-Grenze erzählt.

Lyle Ashton Harris, The Watering Hole, 1996. Installation view from the exhibition "Collection 1970s – Present" at the Museum of Modern Art (MoMA), New York, 2019-2020. Credits: © Lyle Ashton Harris, Courtesy MARUANI MERCIER, Belgium
Hugo Crosthwaite, Tijuacolor, 2024. Courtesy of the artist and Luis De Jesus Los Angeles.
Lyle Ashton Harris, The Watering Hole, 1996. Installation view from the exhibition "Collection 1970s – Present" at the Museum of Modern Art (MoMA), New York, 2019-2020. Credits: © Lyle Ashton Harris, Courtesy MARUANI MERCIER, Belgium • Hugo Crosthwaite, Tijuacolor, 2024. Courtesy of the artist and Luis De Jesus Los Angeles. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Positions

Positions bietet jungen Galerien die Bühne für ambitionierte Solopräsentationen aufstrebender Künstler und ermöglicht Sammlern und Kuratoren eine vertiefte Begegnung mit einzelnen Positionen. 2025 nehmen 16 Galerien teil, zehn davon zum ersten Mal.

Nicoletti (London) zeigt Josèfa Ntjam mit einem freistehenden Triptychon aus Fotomontagen in einer beweglichen Holzkonstruktion, in dem koloniale Vermächtnisse, Mythologie und afro-diasporische Kosmologien aufeinandertreffen. Margot Samel (New York) präsentiert Inmortalistas von Carolina Fusilier, eine Installation, in der technologische Trümmer, organische Fragmente und mechatronische Elemente zu einer posthumanen Mythologie verschmelzen. Theta (New York) lässt Kelsey Isaacs ihre gemalten Stillleben in cineastische Räume ausweiten, in denen eingebettete Bildschirme endoskopische Videoaufnahmen ihrer Motive zeigen. Lomex (New York) bringt mit Yoshitaka Amano die Welt von Anime, Fantasy und Malerei zusammen und positioniert den legendären Designer im Kontext der Nachkriegsbildkultur. Zielinsky (Barcelona, São Paulo) verwandelt den Stand mit Cisco Merels performativ aktivierter Architektur in einen lebendigen Raum gemeinschaftlicher Konstruktion, während Galeria Dawid Radziszewski (Warschau, Wien) mit Aleksandra Waliszewskas dunklen, mittelalterlich anmutenden Bildwelten eine zutiefst zeitgenössische Psychologie freilegt.

Survey

Survey ist den historisch relevanten Praktiken gewidmet und stellt Wiederentdeckungen sowie neue Lesarten kanonischer Positionen vor. 18 Galerien – zwölf zum ersten Mal – zeichnen nach, wie künstlerische Vermächtnisse heute gelesen, verschoben und erweitert werden.

David Peter Francis (New York) verankert seinen Auftritt in Pat Oleszkos Big Foots (1995), einer aufblasbaren Skulptureninstallation, die fünf Jahrzehnte zwischen Humor, Protest und Performance bündelt. Ryan Lee (New York) widmet sich mit selten gezeigten Arbeiten Emma Amos’ Athletes-Serie aus den 1980er-Jahren, in denen Sportler wie Carl Lewis, Evelyn Ashford und Emmitt Smith in farbintensiven, gewebten Kompositionen erscheinen. Voloshyn Gallery (Kiew, Miami) stellt Janet Sobels Kriegszeitporträts aus den 1940er-Jahren vor, die ihre Rolle als Pionierin der gestischen Abstraktion neu verankern. Pavec (Paris) bringt frühe Arbeiten von Juliette Roche, während Paci contemporary (Brescia, Porto Cervo) mit Leslie Krims’ inszenierten Fotografien der 1970er-Jahre die Geschichte der konzeptuellen Fotografie um eine bissige, medienkritische Stimme ergänzt.

Carolina Fusiler, Anahuacalli, Jardin biocosmitas 1, 2025. Courtesy of the artist and Margot Samel.
Kelsey Isaacs, Love in the French Theater, 2025. Courtesy of the artist and Theta, New York.
Carolina Fusiler, Anahuacalli, Jardin biocosmitas 1, 2025. Courtesy of the artist and Margot Samel. • Kelsey Isaacs, Love in the French Theater, 2025. Courtesy of the artist and Theta, New York. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Zero 10 – Kunst der digitalen Ära

Mit Zero 10 startet Art Basel im Dezember 2025 eine neue, kuratierte Initiative für Kunst der digitalen Ära, die in Miami Beach debütiert und 2026 auf weitere Messen – darunter Art Basel Hong Kong – ausgeweitet wird. Unterstützt von OpenSea, einem Official Partner von Art Basel Miami Beach 2025, stärkt Zero 10 die Verbindung zwischen digitaler Kunstszene und etabliertem Kunstmarkt und setzt ein klares Zeichen für die langfristige Bedeutung digitaler Kunst.

Der Titel verweist auf 0,10, Kazimir Malevichs bahnbrechende Ausstellung von 1915 in Petrograd. In diesem Geist versteht sich Zero 10 als neuer Referenzpunkt dafür, wie digitale Kunst ausgestellt, kontextualisiert und gesammelt werden kann. Kuratiert von Eli Scheinman, einem auf neue Modelle des Sammelns spezialisierten Strategen, vereint die erste Ausgabe zwölf internationale Teilnehmer – AOTM, Art Blocks, Asprey Studio, Beeple Studios, bitforms gallery, Fellowship, Heft, Visualize Value, Nguyen Wahed, Onkaos, Pace Gallery und SOLOS – sowie eine Präsentation von Lu Yang, deren Werk in Zusammenarbeit mit der UBS Art Collection gezeigt wird.

Zero 10 baut auf Initiativen wie dem Digital Art Council, den Digital Dialogues und kuratierten digitalen Sektionen in Basel, Miami Beach und Hongkong auf. Die Marktdaten sprechen dabei eine deutliche Sprache: Laut The Art Basel and UBS Survey of Global Collecting 2025 haben 51 Prozent der 3.100 Befragten 2024–2025 digitale Werke erworben, womit digitale Kunst zur drittgrößten Kategorie nach Ausgaben wurde. "Zero 10 brings together key forces across the digital art ecosystem — artists, studios, and galleries whose practices are reshaping how art is made, seen, and collected. From generative and algorithmic systems to robotics, sculpture, painting, light, and sound, the presentations highlight the diversity and conceptual sophistication of a field that has become integral to contemporary art and is now claiming its place within the broader market. I’m incredibly excited to be building this within Art Basel and to be bringing its global platform into meaningful partnership with this fast-growing creative community." Mit dieser Aussage unterstreicht Scheinman die inhaltliche und strategische Bedeutung von Zero 10 für Art Basel Miami Beach 2025.

Conversations

Art Basels Flaggschiff-Talkprogramm Conversations bringt vom 4. bis 6. Dezember führende Stimmen aus Kunst, Kultur und Theorie im Auditorium des Miami Beach Convention Center zusammen. Das Programm ist kostenlos zugänglich und spiegelt den Geist Miamis wider: eine Stadt, die von Durchlässigkeit zwischen Disziplinen, Generationen und Perspektiven lebt.

Der Donnerstag, 4. Dezember, ist dem Schnittfeld von Kunst und Sport gewidmet. Malcolm Jenkins, zweifacher Super-Bowl-Champion und Sammler, spricht mit Tavares Strachan über Lernfelder zwischen Studio und Stadion; Elliot Perry diskutiert mit Gardy St. Fleur über Legacy jenseits des Courts; Suzanne Lacy, Ali Riley und Hans Ulrich Obrist untersuchen anhand des Films What Do Women (Footballers) Want Fragen von Führung und Sichtbarkeit. Eine weitere Session mit Offball widmet sich der Darstellung von Sport im Museum – von SFMOMAs Get in the Game bis zu neuen kuratorischen Modellen.

Am Freitag, 5. Dezember, rückt das Programm die Zukunft der Kunstwelt in den Fokus. Building the Future of the Art World, eingeleitet von Noah Horowitz, bringt András Szántó, Larissa Buchholz, Pablo León de la Barra und Mia Locks zusammen. Hank Willis Thomas und Anne Helmreich diskutieren in Writing History Now über Erinnerung und Bildpolitik, während Visionary Giving: How Black Collectors Are Reshaping Philanthropy den Einfluss schwarzer Sammler auf Institutionen und Repräsentation beleuchtet. Begleitend dazu finden täglich Digital Dialogues statt, die – im Gleichklang mit Zero 10 – neue Schnittstellen von Kunst und Technologie ausloten, von KI und On-Chain-Praktiken bis zu Extended Reality und der Zukunft des Besitzes. Weitere Panels mit Partnern und Gästen ergänzen das Programm.

Pat Oleszko, Inflatable Installation, Big Foots, 1995. Courtesy of the artist.
Pat Oleszko, Inflatable Installation, Big Foots, 1995. Courtesy of the artist. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz

Art Basel Awards

Die 2025 lancierten Art Basel Awards, präsentiert in Partnerschaft mit BOSS, markieren eine neue globale Auszeichnung für herausragende Leistungen in der zeitgenössischen Kunst. Ausgewählt von einer internationalen Jury, würdigen die Medalists künstlerische Vision, Gemeinschaftsengagement und globale Wirkung und erhalten neben Anerkennung auch flexible Unterstützung in Form von Honoraren, Kooperationen und Auftragsarbeiten.

In Miami Beach wird erstmals die Klasse der Gold Awardees vorgestellt, elf herausragende Persönlichkeiten und Institutionen, die in einem Peer-Prozess von den Medalists selbst gewählt wurden. Die Art Basel Awards Night findet am 4. Dezember im von Frank Gehry entworfenen New World Center statt – ein Abend mit Black-Carpet-Arrival, Live-Performance und der feierlichen Vergabe der Gold Awards. Jede Preisträgerin, jeder Preisträger erhält ein einzigartiges Glasobjekt, gestaltet von Jacques Herzog (Herzog & de Meuron) in Zusammenarbeit mit Glassworks Matteo Gonet – eine Hommage an die Basler Herkunft der Messe und deren handwerkliche Tradition.

Die Artist-Kategorien Emerging Artist, Established Artist und Icon Artist sind mit knapp 300.000 US-Dollar an flexibler Förderung pro Jahr dotiert. Emerging Artists erhalten 50.000 US-Dollar als frei einsetzbare Unterstützung; Established Artists erhalten ebenfalls 50.000 US-Dollar plus einen öffentlichen Auftrag, der 2026 in Basel erstmals präsentiert wird; Icon Artists werden mit einer Spende von 50.000 US-Dollar geehrt, die in ihrem Namen an eine kulturelle oder Bildungsinstitution ihrer Wahl geht. Die Premiere der Art Basel Awards in Basel mit 36 Medalists – darunter Cecilia Vicuña, Nairy Baghramian, Grace Wales Bonner und Formafantasma – und die Fortsetzung in Miami Beach verankern die Awards als neuen Fixpunkt im Kalender von Art Basel Miami Beach 2025 und als langfristige Plattform für kreative Exzellenz und kulturelle Wirkung.

Leslie Krims, Cobweb, Nude, Fargo Avenue, Buffalo, New York, 1969. Courtesy of Paci Contemporary gallery, Brescia, Porto Cervo.
Leslie Krims, Cobweb, Nude, Fargo Avenue, Buffalo, New York, 1969. Courtesy of Paci Contemporary gallery, Brescia, Porto Cervo. – Mit freundlicher Genehmigung von: artbasel.com / MCH Messe Schweiz
Tags: Zeichnungen, Skulpturen, Malerei, Fotografie, Installation, ZERO-Bewegung, Lateinamerika, Karibik, Postmoderne Kunst

Private Days (by invitation only)

Wednesday, December 3, 2025, 11am to 7pm, First Choice

Wednesday, December 3, 2025, 4pm to 7pm, Preview

Thursday, December 4, 2025, 11am to 7pm, First Choice and Preview

Thursday, December 4, 2025, 4pm to 7pm, Vernissage 

 

Public Days (access with a ticket or a VIP Card)

Friday, December 5, 2025, 11am to 6pm

Saturday, December 6, 2025, 11am to 6pm

Sunday, December 7, 2025, 11am to 6pm

 

Venue

Miami Beach Convention Center
1901 Convention Center Drive
Miami Beach, FL 33139