Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob
Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob – Mit freundlicher Genehmigung von: kmkg / art KARLSRUHE

Was: Messe

Wann: 05.02.2026 - 08.02.2026

art KARLSRUHE 2026: Ein Panorama der Kunst, erzählt mit der Eleganz eines italienischen Journalisten

Die art karlsruhe 2026, jene traditionsreiche Messe im Dreiländereck Deutschland–Schweiz–Frankreich, öffnet vom 5. bis 8. Februar ihre Tore und präsentiert ein Line-up, das wie ein fein orchestriertes Zusammenspiel aus Vergangenheit und Gegenwart wirkt. Mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern entsteht ein internationales Panorama, das 120 Jahre Kunstgeschichte umfasst. In einem Markt, der sich derzeit als anspruchsvoll zeigt, setzt die Messe auf ihre bekannten Stärken und neue Formate – ein verlässlicher Standort, der Perspektiven öffnet und zugleich das Vertrauen der Szene bestätigt.

Typisch für die Messe ist jene dialogische Komposition, in der Klassische Moderne, Konkrete Kunst, Informel, Pop Art und zeitgenössische Positionen miteinander in Resonanz treten. Dass die internationale Strahlkraft zunimmt, beweisen die vielen ausländischen Galerien – darunter Häuser wie Cosar aus Düsseldorf, Mollbrinks aus Uppsala, Molski aus Poznan, Taubert Contemporary aus Berlin oder ASPN aus Leipzig, die nach ihrem Debüt im Vorjahr zurückkehren und die konzeptionelle Ausrichtung der Messe bekräftigen.

 Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob
Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob – Mit freundlicher Genehmigung von: kmkg / art KARLSRUHE

Besonders bemerkenswert ist das breite, internationale Teilnehmerfeld. „Erstmals auf einer Kunstmesse in Deutschland vertreten“ ist die Chase Young Gallery aus Boston, seit Jahrzehnten ein Name für Malerei zwischen Abstraktion und Figuration. Ebenfalls ihr Debüt gibt die Maryam Fasihi Harandi Gallery aus Teheran, die iranische Gegenwartskunst präsentiert. Acht französische Galerien reisen an, darunter die Pariser Galerie Eric Mouchet, die Werke von Ulrike Ottinger, Ella Bergmann-Michel und der afghanischen Künstlerin Kubra Khademi zeigt. Barcelona, Reus, Wien, London, Amsterdam, Salzburg, Taiwan und Korea – die Messe öffnet sich weit, ohne ihre regionalen Wurzeln zu verlieren.

Auch national zeigt sich das Bild vielfältig: Berlin reist mit 24 Galerien an, darunter Albrecht, Burster, Friese, BBA oder Tammen. Frankfurt bringt starke Positionen wie die Galerie Maurer und Hagemeier mit. Düsseldorf ist mit Ludorff, Voss, Benden & Ackermann und weiteren Häusern präsent, während Köln Namen wie Anja Knoess, Martina Kaiser oder Biesenbach entsendet. Die Gastgeberstadt Karlsruhe ist mit Alfred Knecht, Neue Kunst Gallery, PAW und Yvonne Hohner Contemporary vertreten.

Mit 18 Neuausstellenden setzt die art karlsruhe 2026 weitere Akzente. Internationale Neuzugänge wie MOB-ART studio aus Luxemburg, Mario Mauroner aus Salzburg oder der Ting Ting Art Space aus Taipeh treffen auf deutsche Debütanten wie Oechsner aus Nürnberg oder Philipp Anders aus Leipzig. Die traditionsreiche Galería Marc Calzada aus Barcelona, spezialisiert auf Künstler wie Chillida und Tàpies, ergänzt das Feld mit iberischer Tiefe.

Die Klassische Moderne lebt auf der Messe mit jener Souveränität, die ihr eigen ist: Kirchner, Heckel, Pechstein, Longo, Katz, Calder oder Allen Jones markieren das historische Fundament. Große Namen wie Gerhard Richter oder Georg Baselitz prägen das Bild ebenso wie Bernard Buffet, François Morellet oder Jean Dubuffet. Der Karlsruher Markus Lüpertz wird zu seinem 85. Geburtstag mit mehreren Präsentationen gewürdigt, während Günther Uecker, Rupprecht Geiger und Vertreter der ZERO-Bewegung weitere Akzente setzen – darunter die „leuchtenden, schwebenden Kompositionen von Otto Piene“, die die Samuelis Baumgarte Galerie zeigt.

Auch die zeitgenössische Kunst behauptet ihren Platz, von Benjamin Appel über Güngör & Ertekin bis Ramazan Can, dessen Arbeiten jüngst museal gewürdigt wurden. Skulpturen bleiben ein Herzstück der Messe: 18 großzügige Plätze bilden eine Bühne für Künstler wie Robert Schad, HA Schult, Bruno Feger oder Koloman Wagner. Paris bringt mit G’3 Production die Werke des Belgiers Martin Hollebecq nach Karlsruhe.

 Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
 Impressionen Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Impressionen art karlsruhe 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner • Impressionen Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. 2025 Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner – Mit freundlicher Genehmigung von: kmkg / art KARLSRUHE

Mit den Formaten re:discover und re:frame erhält die Messe eine zusätzliche Tiefe. re:discover widmet sich jenen Karrieren, die unterbrochen wurden, und präsentiert Künstler, die heute wieder überraschend aktuell wirken. re:frame beleuchtet den verantwortungsvollen Umgang mit Nachlässen und zeigt, wie Zukunftssicherung im Kunstbetrieb aussehen kann. Ergänzt wird diese Haltung durch das Format „friends“, das Partnerschaften zwischen Galerien sichtbar macht.

Mit dieser Mischung aus etablierten Stimmen, neuen Impulsen und internationaler Vielfalt eröffnet die art karlsruhe einen glänzenden Auftakt ins Kunstmessejahr 2026 – eine Bühne, die Kunst sichtbar macht und zugleich ihre Geschichte weiterschreibt.

Tags: Skulpturen, Malerei, Klassische Moderne, Figuration, Abstrakte Kunst, Georg Baselitz, Gerhard Richter, Bernard Buffet, François Morellet, Markus Lüpertz, Otto Piene, Jean Dubuffet

5. bis 8. Februar 2026
Täglich von 11:00 bis 19:00 Uhr