Besucher flanieren durch moderne Messestände mit zeitgenössischer Kunst in Osnabrück 2024 (c) Lukas Gruenke
Besucher flanieren durch moderne Messestände mit zeitgenössischer Kunst in Osnabrück 2024 (c) Lukas Gruenke – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH

Was: Messe

Wann: 06.03.2026 - 08.03.2026

Osnabrück ist keine Stadt des Zufalls. Als Friedensstadt trägt sie ein historisches Gewicht, das bis ins Jahr 1648 zurückreicht, als hier ein Teil des Westfälischer Friede ausgehandelt wurde. Inmitten des Dreißigjährigen Krieges entstand in Osnabrück jener Geist der Verhandlung und des Ausgleichs, der gemeinsam mit den Verträgen von Münster eine neue politische Ordnung Europas begründete. Diese leise Kultur der Verständigung ist bis heute im Selbstverständnis der Stadt verankert.

In diesem historischen Spannungsfeld entfalten die Klassische Moderne und die Gegenwartskunst ihre besondere Wirkung. Sie bilden den kunsthistorischen Resonanzraum, in dem sich die ARTe Kunstmesse Osnabrück seit Jahren konsequent positioniert. Für wenige Tage wird Osnabrück zu einem Ort konzentrierter Wahrnehmung, an dem die Bildtraditionen des 20. Jahrhunderts auf aktuelle künstlerische Positionen treffen, die diese Traditionen aufnehmen, weiterdenken oder bewusst brechen. Die Messe versteht sich dabei nicht als lauter Marktplatz, sondern als stiller Vermittler zwischen Werk, Künstler und Betrachter, getragen von der Idee, Kunst erfahrbar und zugänglich zu machen.

Banner der ARTe Kunstmessen vor der OsnabrückHalle während Messe 2024 Osnabrück (c) Lukas Gruenke
Banner der ARTe Kunstmessen vor der OsnabrückHalle während Messe 2024 Osnabrück (c) Lukas Gruenke – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH
Der Rückblick auf das Jahr 2025 bestätigt diese Haltung in klarer und belastbarer Weise. Nach Angaben des Veranstalters präsentierten rund 60 ausgewählte Künstler aus dem In- und Ausland auf einer Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern Gemälde, Grafiken, Fotografien und Skulpturen. Die Klassische Moderne fungierte dabei als kunsthistorischer Anker, an dem sich zeitgenössische Arbeiten orientierten. Fragen von Farbe, Form und Komposition wurden nicht isoliert verhandelt, sondern in einen stillen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart eingebettet.

Das bewusst offen gehaltene, zwanglose Ausstellungsambiente zielte darauf ab, den direkten Austausch zwischen Künstlern und Besuchern zu fördern und Kunst ohne Schwellenangst erlebbar zu machen. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Selbstbeschreibung der Messe wider. „Die ARTe Kunstmesse Osnabrück steht für ein entschleunigtes Kunsterlebnis, bei dem Qualität, Dialog und persönliche Begegnung im Mittelpunkt stehen“, heißt es im offiziellen Rückblick der Messe.

Die ARTe Kunstmesse in Osnabrück zeigt ein breites Spektrum zeitgenössischer Positionen, in denen Malerei, Skulptur und Fotografie aufeinandertreffen. Die folgenden Werke geben einen kleinen Einblick in diese Vielfalt – von expressiver figürlicher Malerei über materialbetonte Skulpturen bis hin zur dokumentarischen Fotografie.

Ulrike Conrads – Skulptur einer verrosteten Tasche aus Metall mit türkisfarbener Patina und oxidierten Oberflächenstrukturen.
Michael C. Moeller – Schwarzweißfotografie einer Gruppe von Männern in einem Atelier, die gemeinsam an einem Tisch sitzen, rauchen und sich in einem dicht gefüllten Innenraum austauschen.
Ulrike Conrads – Skulptur einer verrosteten Tasche aus Metall mit türkisfarbener Patina und oxidierten Oberflächenstrukturen. • Michael C. Moeller – Schwarzweißfotografie einer Gruppe von Männern in einem Atelier, die gemeinsam an einem Tisch sitzen, rauchen und sich in einem dicht gefüllten Innenraum austauschen. – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH

Ulrike Conrads – Skulptur einer Tasche
Skulpturale Tasche aus Metall mit türkisfarbener Patina und rostigen Oberflächenstrukturen. Das Objekt transformiert ein alltägliches Accessoire in eine poetische Studie über Material, Zeit und Vergänglichkeit.

Michael C. Moeller – Atelierfotografie
Schwarzweißfotografie einer Gruppe von Männern in einem Atelier, die gemeinsam an einem Tisch sitzen und sich austauschen. Die dichte, intime Szene fängt einen Moment kollektiver Konzentration und kreativer Gemeinschaft ein.

Jana B. Pfeiffer, „Globetrotter“ – expressives Porträt mit Fliegerbrille, gemalt mit Öl auf Leinwand und integrierten Stoffen aus verschiedenen Kulturen; in den Brillengläsern erscheinen Himmel und kosmische Landschaften vor farbigem Hintergrund.
Jana B. Pfeiffer, „Globetrotter“ – expressives Porträt mit Fliegerbrille, gemalt mit Öl auf Leinwand und integrierten Stoffen aus verschiedenen Kulturen; in den Brillengläsern erscheinen Himmel und kosmische Landschaften vor farbigem Hintergrund. – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH

Jana B. Pfeiffer – „Globetrotter“
Expressives Porträt mit Fliegerbrille, gemalt mit Öl auf Leinwand und integrierten Stoffen aus verschiedenen Kulturen. In den Brillengläsern öffnen sich Himmel und kosmische Landschaften – ein Bild über Reisen, Perspektiven und kulturelle Verbindungen.

Rainer Pawlaczyk, „Als Innenarchitekt habe ich Räume sichtbar gemacht“ – expressionistisches Gemälde mit schemenhaften menschlichen Figuren vor leuchtendem Sonnenuntergang in abstrakter Landschaft.
Azim F. Becker – Skulptur aus gefaltetem Stoff mit realistisch modellierten menschlichen Händen, die aus einem dunkelblauen Textilkörper hervortreten und eine verdichtete, körperhafte Form bilden.
Rainer Pawlaczyk, „Als Innenarchitekt habe ich Räume sichtbar gemacht“ – expressionistisches Gemälde mit schemenhaften menschlichen Figuren vor leuchtendem Sonnenuntergang in abstrakter Landschaft. • Azim F. Becker – Skulptur aus gefaltetem Stoff mit realistisch modellierten menschlichen Händen, die aus einem dunkelblauen Textilkörper hervortreten und eine verdichtete, körperhafte Form bilden. – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH

Rainer Pawlaczyk – „Als Innenarchitekt habe ich Räume sichtbar gemacht“
Expressionistisches Gemälde mit schemenhaften menschlichen Figuren vor einer abstrahierten Landschaft im Licht eines untergehenden Himmels. Die reduzierten Körperformen wirken wie stille Zeichen im Raum und verweisen auf Wahrnehmung, Beziehung und Existenz.

Azim F. Becker – Skulptur Eine in sich verschlungene textile Form liegt wie ein Körperfragment im Raum. Aus dem dunkelblauen Stoff treten realistisch modellierte menschliche Hände hervor, die sich gegenseitig berühren und stützen. Zwischen Verbergen und Sichtbarwerden entsteht ein irritierendes Spannungsfeld, in dem Körper, Material und Wahrnehmung miteinander verschmelzen. Die Skulptur wirkt wie ein Moment des Innehaltens – ein stiller Ausdruck innerer Bewegung und fragiler Balance.

 

Weitere Eindrücke von der ARTe Kunstmesse zeigen die Vielfalt der präsentierten künstlerischen Positionen.

Regina Claussen-Daw – keramische Skulptur einer sitzenden Figur auf hohem Sockel, plastisch gestaltete Keramik mit Glasuren und ruhiger, kontemplativer Ausstrahlung.
Carmelo Margarone – realistisches Stillleben mit gelben Quitten, detailreich gemalt mit Licht- und Schattenreflexen in dichter, farbintensiver Komposition.
Marion Körner – expressives Gemälde mit urbaner Architektur, Hirschmotiv und figurativen Elementen in intensiven Rot- und Orangetönen, vielschichtige Mischung aus Stadtlandschaft und symbolischen Bildern.

Regina Claussen-Daw – keramische Skulptur einer sitzenden Figur auf hohem Sockel, plastisch gestaltete Keramik mit Glasuren und ruhiger, kontemplativer Ausstrahlung.
Carmelo Margarone – realistisches Stillleben mit gelben Quitten, detailreich gemalt mit Licht- und Schattenreflexen in dichter, farbintensiver Komposition.
Marion Körner – expressives Gemälde mit urbaner Architektur, Hirschmotiv und figurativen Elementen in intensiven Rot- und Orangetönen, vielschichtige Mischung aus Stadtlandschaft und symbolischen Bildern.
Regina Claussen-Daw – keramische Skulptur einer sitzenden Figur auf hohem Sockel, plastisch gestaltete Keramik mit Glasuren und ruhiger, kontemplativer Ausstrahlung. • Carmelo Margarone – realistisches Stillleben mit gelben Quitten, detailreich gemalt mit Licht- und Schattenreflexen in dichter, farbintensiver Komposition. • Marion Körner – expressives Gemälde mit urbaner Architektur, Hirschmotiv und figurativen Elementen in intensiven Rot- und Orangetönen, vielschichtige Mischung aus Stadtlandschaft und symbolischen Bildern. – Mit freundlicher Genehmigung von: ArteKunstmessen / ARTe Kunstmessen GmbH

 

Zum Abschluss zeigt die ARTe Kunstmesse in Osnabrück noch einmal die Vielfalt der präsentierten Positionen – von materialbetonter Skulptur über realistische Stillleben bis hin zu expressiver Malerei. Für wenige Tage wird die Friedensstadt zu einem Ort konzentrierter Begegnung mit zeitgenössischer Kunst.

Tags: Klassische Moderne, Skulpturen, Fotografie, Malerei, Gegenwartskunst, Kunstmarkt, Jana B. Pfeiffer, Ulrike Conrads, Michael C. Moeller, Rainer Pawlaczyk, Azim F. Becker, Regina Claussen-Daw, Carmelo Margarone, Marion Körner

Die Messe ist am Freitag, dem 6. März 2026, von 17:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Am Samstag, dem 7. März 2026, sowie am Sonntag, dem 8. März 2026, ist die Ausstellung jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr zugänglich.

Veranstaltungsort ist die OsnabrückHalle, gelegen am Schlosswall 1–9 in Osnabrück.