Zu den Höhepunkten im klassischen Bereich zählt u.a. die von Galerie Darya gezeigte 60 cm lange japanische Bronzeskulptur aus der Meiji-Periode, spätes 19. Jh., die einen imposanten Kampf zwischen einem dominierenden Löwen und einem kleineren Tiger darstellt. Ein weiteres handwerkliches Meisterstück bietet Kössl Kunst & Teppich, einen barocken Prunkschrank aus einem Kaiserzimmer vom Stift St. Florian bei Linz. Eine museale Empireuhr mit Wochengang, „Michael Schmidt in Wien“, erstes Viertel 19. Jahrhundert, kann bei Lillys Art bewundert werden. Exquisite Silberobjekte und antike Teppiche, erlesener Schmuck und gesuchte Kleinkunst des Jugendstils, französisches Art Déco Mobiliar sowie Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts runden das klassische Programm ab.
Sonderschau Alfons Walde
Aus einer über Jahrzehnte gewachsenen, intensiven und leidenschaftlichen Beschäftigung mit dem Schaffen von Alfons Walde ist der Kunsthandel Freller zu einer zentralen Anlaufstelle für dessen Œuvre geworden. Auf der WIKAM präsentiert der Experte Walter Freller nun Werke aus den unterschiedlichsten Schaffensphasen von Alfons Walde, die einen facettenreichen Einblick in die Vielseitigkeit dieses bedeutenden Künstlers der österreichischen Moderne und Meisters des Tiroler Expressionismus geben.
Messeveranstalter Horst Szaal: „Seit Beginn hat sich die WIKAM kontinuierlich um neue Positionen erweitert und ist heute ein spannender Begegnungsort für klassische Antiquitäten und zeitgenössische Kunst. Dem internationalen Trend folgend ist auch bei uns die Zahl der Galeristinnen und Galeristen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gewachsen. Dadurch können wir der starken Nachfrage an moderner Kunst mit einem besonders interessanten und umfassenden Angebot begegnen, das sowohl etablierte Positionen als auch neue künstlerische Impulse sichtbar macht.“
Bei der zeitgenössischen Kunst stehen international herausragende Namen wie Helmut Ditsch, Gottfried Helnwein, Alex Katz, Hermann Nitsch, Hubert Scheibl, Willi Sieber und Andy Warhol als Synonym für Qualität und Vielfalt. Zu den heimischen Kunstikonen zählen u.a. Ludwig Christian Attersee, Herbert Brandl, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Hans Staudacher und Max Weiler.
Von Andy Warhol stammt die signierte Farb-Serigrafie „Ingrid Bergmann – The Nun“, Edition 250/43 von 1983, zu sehen bei Galerie Szaal. Dieses Porträt im typischen Warhol-Stil fängt die Schauspielerin in einer klassischen Filmfigur ein: einer Nonne in Leo McCareys Film „The Bells of St. Mary“ aus dem Jahr 1945. Ein weiterer international bekannter US-amerikanischer Künstler der Pop Art ist Alex Katz, von dem Coloneum Antik u.a. den Archiv Pigmentdruck "Yellow Flags on Brown“ von 2023 ausstellt. Auf diesem Stand kann auch ein 120 cm hohes „Tafelobjekt Silber“ von Willi Siber aus dem Jahre 2020 erworben werden.
„Mit Kunst verbinde ich nicht nur professionelles Interesse, es geht auch um einen emotionalen Zugang. So sehe ich die WIKAM mehr als nur eine Messe – sie ist mit ihrem umfassenden Konzept ein Erlebnis, das die Leidenschaft für Kunst und Geschichte verbindet und auch das aktuelle Kunstgeschehen in den Fokus stellt. Um all das unseren Besuchern bestmöglich vermitteln zu können, hat die WIKAM eine Messe-Laufzeit von neun Tagen – ein großer Vorteil für unsere heimischen wie auch internationalen Besucher und Besucherinnen“, so Horst Szaal. „Kunstmessen sind zu einem festen Bestandteil des Kunstmarktes geworden, erzielen viele Aussteller doch durch die Messen einen Großteil ihres Jahresumsatzes. Und so profitieren auch unsere Galeristen und Kunsthändler von den zwei Wochenenden.“