Mit Hermann Nitschs „Schüttbild, 1986“ zeigt die Galerie bei der Albertina Zetter, die sich auf österreichische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts spezialisiert hat, eine zentrale Arbeit des Wiener Aktionismus. Die rohe Energie des Werkes entfaltet auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung jene kompromisslose Intensität, mit der Nitsch internationale Kunstgeschichte prägte.
Einen internationalen Akzent setzt die Bakerhouse Gallery aus Graz, die mit kuratierten Positionen zwischen etablierten Künstlern und zeitgenössischen Stimmen arbeitet. Gezeigt wird Ai WeiWei mit „Coca Cola Vase, 2023“, einer Arbeit, die klassische Form, Konsumkultur und politische Symbolik in reduzierter Klarheit verbindet.
Einen vollkommen anderen Bildkosmos eröffnet Kunsthandel Natascha Riedl mit Micha Lobis „Das heilige Dorothea“. Die detailreiche, beinahe traumartige Szenerie entwickelt einen surrealen Erzählraum zwischen Fantasie, Symbolik und altmeisterlicher Malerei und gehört zu den überraschendsten Arbeiten der diesjährigen Ausgabe.