A relentlessly innovative and subversive sculptor, Sachs is best known for his elaborate… Weiterlesen
Wenn sich im COEX in Gangnam mehr als 130 Galerien aus 30 Ländern und Regionen versammeln, verwandelt die Frieze Seoul vom 2. bis 5. September 2026 die südkoreanische Metropole für vier Tage in einen der spannendsten Treffpunkte des internationalen Kunstmarktes. Die fünfte Ausgabe der Kunstmesse Seoul verbindet unter der Leitung von Patrick Lee die dynamische koreanische Kunstszene mit Galerien, Künstlern und Sammlern aus aller Welt – und fällt in eine Woche, in der Biennalen, Museen und Galerien die ganze Stadt in Bewegung versetzen.
Im COEX beginnt dieser Rundgang mit großen Namen. Gagosian widmet Damien Hirst einen eigenen Stand mit Arbeiten aus bekannten Werkgruppen wie den „Pill Cabinets“, „Spin Paintings“ und „Spot Paintings“. Hauser & Wirth bringt Jenny Holzers goldblättrige Arbeit „PROFORM (2026)“ mit Werken von Louise Bourgeois und Lee Lozano zusammen, während Pace Gallery Yoo Youngkuks „Work (1989)“ neben einer neuen elliptischen Glasinstallation von James Turrell und bislang nicht gezeigten Skulpturen von Anicka Yi präsentiert.
Doch Frieze Seoul richtet den Blick ebenso entschieden auf Korea. Do Ho Suh erhält bei Lehmann Maupin einen eigenen Bereich parallel zu seiner großen Überblicksausstellung im National Museum of Modern and Contemporary Art. Johyun Gallery widmet Lee Bae eine Solopräsentation mit skulpturalen Arbeiten, und bei PKM Gallery trifft Koo Jeong A auf Yun Hyong-keun und ein neues Mosaikglaswerk von Olafur Eliasson. Ota Fine Arts wiederum bringt mit Yayoi Kusamas „Portrait Yayoi-Chan“ von 2014 ein Selbstporträt nach Seoul, dessen verzerrtes Gesicht und symbolische Tränen an Picassos „The Weeping Woman“ erinnern.
Eine Verbindung nach Wien findet sich bei Galerie Kandlhofer, die ihr Debüt auf der Frieze Seoul gibt. So Young Park zeigt eine neue performative Installation, die die Entwicklung der Performancekunst vom Wiener Aktionismus bis zu zeitgenössischen Praktiken nachzeichnet. Ihr gegenüber steht Hermann Nitschs letzte Malaktion – eine Begegnung zwischen österreichischer Kunstgeschichte und der Gegenwart Seouls.
Vor den großen Messewänden verdichtet sich die Frieze Seoul zu jenem besonderen Moment, in dem Kunst nicht mehr allein betrachtet wird. Menschen bleiben stehen, rücken näher zusammen, verlieren sich für Augenblicke in Farben, Formen und Details. Zwischen den Besuchern entsteht jene stille gemeinsame Aufmerksamkeit, die selbst inmitten einer internationalen Kunstmesse einen überraschend persönlichen Raum öffnen kann.
Eine der spannendsten Neuerungen ist „Spotlight“. Die von Wonseok Koh kuratierte Sektion rückt fünfzehn Künstler des 20. Jahrhunderts aus Korea und anderen Ländern in den Mittelpunkt, deren Positionen in westlich geprägten Erzählungen der Kunstgeschichte lange wenig Beachtung fanden. Dazu gehören Han Youngsoo mit Fotografien des Nachkriegs-Seoul, Po Po mit unter politischer Isolation und Zensur in Myanmar entstandenen Arbeiten sowie Karl Otto Götz, dessen Weg vom CoBrA-Umfeld zu einer prägenden Position des europäischen Informel bei Die Galerie vorgestellt wird.
Mit „Material Practice“ öffnet die Messe einen weiteren Weg durch die Gegenwart. Die erstmals von Hyeyoung Cho kuratierte Sektion bringt Keramik, Textilien, Glas, Metall, Holz und Hanji mit zeitgenössischer Kunst und Design zusammen. Bei Gallery LVS begegnen dem Besucher etwa SHIN Sang Hos Keramikskulpturen aus der Serie „Structure and Force“, in denen traditionelle koreanische Handwerksformen in eine zeitgenössische skulpturale Sprache überführt werden.
Auch „Focus“ verändert 2026 seinen Horizont. Die Sektion für Galerien, die innerhalb der vergangenen zwölf Jahre gegründet wurden, erweitert sich erstmals über Asien hinaus und vereint sechzehn eigens für die Messe entwickelte Solopräsentationen. Damit führt der Rundgang von etablierten Häusern bewusst zu jüngeren Galerien und Künstlern, deren Positionen erst beginnen, sich auf dem internationalen Kunstmarkt zu behaupten.
Die Messe endet dabei nicht an den Türen des COEX. Während der Frieze Week ziehen Ausstellungen, Performances und Veranstaltungen durch Seoul; beteiligt sind unter anderem das Leeum Museum, die SONGEUN Art and Cultural Foundation und das Art Sonje Center. Abende in Euljiro, Hannam, Cheongdam und Samcheong verbinden internationale Besucher mit Galerien, Institutionen und der lokalen Kunstszene.
Frieze Seoul 2026 zeigt damit, wie selbstverständlich Seoul inzwischen zu den internationalen Knotenpunkten zeitgenössischer Kunst gehört: Zwischen koreanischen Positionen, großen Galerien, wiederentdeckten Künstlern und neuen experimentellen Formaten entsteht eine Messe, die Sammler, Museen, Künstler und Galerien aus unterschiedlichen Kunstwelten miteinander ins Gespräch bringt.
2. September 11–19 Uhr nur auf Einladung; 3. September 11–19 Uhr, wobei 11–15 Uhr Einladung und Preview-Tickets vorbehalten sind und ab 15 Uhr das Publikum Zutritt hat; 4. und 5. September jeweils 11–19 Uhr. Veranstaltungsort ist das COEX in Gangnam, Seoul.
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On view from September 4 to October 26 and coinciding with Frieze Seoul, the show will span two floors of the gallery, bringing a suite of paintings from Lee’s Dialogue and Response series, made between 2018 and 2023, into conversation with major works by Mark Rothko from the 1950s and 1960s.
Born in 1936, Lee Ufan was a leading figure of the Japanese avant-garde group Mono-ha in the late… Weiterlesen
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