Licht, das Form annimmt
In Appenzell trifft bei atelier mond die archaische Kraft der Keramik auf die Leichtigkeit des Lichts. Designerin Anja Ellenberger fertigt in ihrem Atelier Leuchten und Wohnobjekte, bei denen keramische Körper auf Metallfassungen und sorgfältig abgestimmte Leuchtmittel treffen.
Dabei geht es nicht nur um die Form des Objekts, sondern um das Zusammenspiel von Material, Proportion und Lichtwirkung. Der Ton wird zum Körper der Leuchte, das Licht zum atmosphärischen Gegenstück. Das Atelier verfolgt einen ressourcensensiblen Ansatz und verbindet traditionelle Handarbeit mit zeitgenössischer Formensprache.
Zwischen Berechnung und Bauchgefühl
Was passiert, wenn Ingenieursdenken auf die Welt des Wohnens trifft? Bei ÉTAUDORÉ wird daraus eine sorgfältig kuratierte Kollektion zeitgenössischer Möbel aus europäischen Manufakturen. Gründerin Anna verbindet ihren Hintergrund in Ingenieurwesen und Data Science mit einem ausgeprägten Gespür für Details und Materialität.
Die Möbel entstehen auf Bestellung in europäischen Werkstätten und setzen auf natürliche Materialien, langlebige Konstruktionen und ein reduziertes Designverständnis.
Was bleibt, wenn alles Überflüssige geht?
Manche Möbel brauchen keine grosse Geste, um im Gedächtnis zu bleiben. eigenwert gehört zu diesen Labels. Seit 1998 entwickeln Lars Villiger und Andreas Pfister Möbel, Regalsysteme und Wohnobjekte an der Schnittstelle von Gestaltung, Handwerk und Serienproduktion.
Die Zusammenarbeit eines Grafikers und eines Möbelschreiners prägt die Entwürfe bis heute: reduziert, präzise und überraschend intelligent. Hinter jedem Entwurf steht die Suche nach der einfachsten und zugleich besten Lösung. Möbel, die sich selbstverständlich in den Alltag einfügen, dabei aber immer eine kleine Idee bereithalten, die sie besonders macht. Bei eigenwert zeigt sich, wie aus konstruktiver Klarheit und handwerklichem Wissen Design mit beinahe archetypischem Charakter entstehen kann.
Wenn Couture auf Streetstyle trifft
Mut zur eigenen Handschrift, Lust am Ungewöhnlichen und eine klare Haltung gegen den Mainstream – das ist MAISON CORINNA HOUIDI. Zwischen Couture und Streetstyle entwirft die Stuttgarter Designerin Mode, die überrascht, berührt und lange im Gedächtnis bleibt. Corinna Houidi verbindet luxuriöse High Fashion mit der Energie der Strasse und schafft Mode für Menschen, die ihren eigenen Weg gehen. Seit 2012 entwickelt sie avantgardistische Looks, in denen feminine und maskuline Elemente, weiche und harte Details selbstverständlich ineinanderfliessen.
Markante Silhouetten, präzise handgearbeitete Details und bewusst unisex gedachte Schnitte geben den Entwürfen ihren unverwechselbaren Charakter.
Zwischen Tokio und europäischem Underground
Mode kann Grenzen überwinden – geografische genauso wie stilistische. Natsukashii Clothingverbindet japanische Ästhetik mit europäischer Underground-Kultur und entwickelt daraus eine eigenständige Sprache für zeitgenössische Streetwear.
Die Kollektionen sind streng limitiert und werden in Europa gefertigt. Klare Schwarz-Weiss-Kontraste, hochwertige Materialien sowie organische und recycelte Stoffe prägen die Entwürfe.
Das ikonische Torii-Logo steht dabei sinnbildlich für einen Übergang zwischen Welten. Natsukashii richtet sich an Menschen, die Mode nicht als Uniform verstehen, sondern als Ausdruck ihrer Persönlichkeit.
Schmuck mit Spielraum
Ein Schmuckstück für heute. Und vielleicht ein ganz anderes für morgen. JEUDIJEUDI denkt Schmuck nicht als festgelegtes Einzelobjekt, sondern als wandelbares System. Die Schweizer Designerinnen Margaux und Aurélia entwickeln modulare Stücke mit klaren Linien, reduzierten Formen und einer zeitlosen Ästhetik. Edelstahl und hochwertige PVD-Beschichtungen sorgen für Langlebigkeit, während die einzelnen Elemente immer wieder neu kombiniert werden können.
Ein Stück kann im Alltag zurückhaltend wirken, am Abend neu kombiniert eine ganz andere Präsenz entwickeln. JEUDIJEUDI schafft damit Accessoires, die Raum für persönliche Geschichten und individuelle Interpretationen lassen.
Ein Designwochenende für Entdecker
Drei Jahrzehnte BLICKFANG Zürich stehen für eine einfache Idee: Gutes Design beginnt dort, wo Menschen sich Zeit nehmen: Für Materialien, für Ideen und für den Austausch miteinander.
Zum 30-Jahr Jubiläum wird das Kongresshaus deshalb erneut zum Treffpunkt einer unabhängigen Designszene, die sich nicht über Massenproduktion und Mainstream definiert. Hier lässt sich anfassen, anprobieren, ausprobieren und nachfragen. Man lernt die Menschen hinter den Produkten kennen und entdeckt Stücke, die nicht irgendwo im Regal liegen, sondern eine Geschichte mitbringen. Die BLICKFANG Zürich ist damit Marktplatz, Bühne und Begegnungsort zugleich – und feiert genau das, was sie seit ihren Anfängen ausmacht: Design, das persönlich wird.