POSITIONS Berlin Art Fair 2025: Erfolgreicher als erwartet – Berlin bestätigt seine Rolle als globaler Kunst-HotspotIm Hangar 7 des Flughafens Tempelhof war es in der letzten Nacht ein reges Treiben – entspannte Gesichter, emsiges Verpacken, beladene Transporter. Die POSITIONS Berlin Art Fair 2025 ist zu Ende gegangen – mit einem Ergebnis, das selbst die optimistischsten Erwartungen übertroffen hat. Trotz der baulichen Einschränkungen und einer generellen Marktverunsicherung verzeichnete die Messe mit über 30.000 Besuchern in vier Tagen eine durchweg positive Resonanz.
„Ein bisschen verblüfft und sehr glücklich konnten wir im Laufe des Wochenendes feststellen: Es lief fantastisch!“ – so lautet das Fazit der Veranstalter. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt der Länderschwerpunkt Japan, realisiert mit Unterstützung des Berliner Senats. Die sieben japanischen Galerien überzeugten mit stiller Poesie, zeitgenössischer Ästhetik und inhaltlicher Tiefe.
Schon zur Eröffnung wurde mit dem Zilkens Best Booth Award ein erster Höhepunkt gesetzt. Die Galerie Maksla XO aus Riga wurde für ihre museal inszenierte Präsentation der Künstlerin Ieva Iltnere ausgezeichnet.
Auch kommerziell war die Messe ein voller Erfolg. Zahlreiche Werke wechselten die Besitzer – darunter nicht nur Sammlerstücke, sondern auch bedeutende museale Arbeiten. So wurde ein Werk von Auguste Rodin aus dem Jahr 1881 an die Berliner Sammlung Scharf-Gerstenberg verkauft. Die Galerie Met initiierte auf der Messe sogar eine Museumsausstellung.
„Wir konnten vor allem Arbeiten von Willie Siber in verschiedenen Sammlungen platzieren, die meisten seiner Werke an unserer Eingangsstele sind verkauft. Am Sonntag, kurz vor Ende der Messe, haben wir noch eine komplette Wand mit Gerhard Richter-Werken verkaufen können.“(Galerie Benden & Ackermann, Köln/Düsseldorf)
„Wir haben 32 Arbeiten verkauft, die meisten von Kirk Sora. Die kleineren Stücke sprechen vor allem junge Leute an, die dann vielleicht diesen ersten Impuls nutzen, um weiter zu sammeln.“(Augsburg Contemporary, Augsburg)
„Die große Edelstahlskulptur von René Dantes haben wir bereits im Laufe der Messewoche ausgeliefert. Sie steht jetzt auf einer imposanten Dachterrasse mit Blick über Berlin.“(Galerie Ulf Larsson, Köln)
„Wir sind zufrieden mit den Verkäufen und werden sicher noch ein paar After-sales realisieren können. Bildhalle würde gerne an der Positions 2026 wieder mit dabei sein; ab jetzt ein neuer Fixpunkt in unserem Messe-Kalender.“(Bildhalle, Zürich/Amsterdam)
Auch der Nachwuchs wurde gefeiert: Der Zilkens Fine Art Academy Award ging an Kay Lotte Pommer und das Duo Super Vivaz, die jeweils 3.000 Euro und eine Einzelpräsentation 2026 erhalten. Den HEUSSEN Perspectives Award erhielten Alva Bohrmann, Hyein Kim und Donghwan Kim aus dem Programm der Academy Positions.
Ein Publikumsmagnet war auch der senatsgeförderte Bereich Fashion Positions, in dem Berliner Designer ihre Werke in Szene setzten. Das umfangreiche Rahmenprogramm mit Talks, japanischen Teezeremonien und kulinarischen Highlights beim Collectors Dinner trug zur besonderen Atmosphäre bei.
„Sehr viele Besucher waren neugierig, gebildet und begeisterungsfähig.“ – dieses Stimmungsbild zieht sich durch viele Rückmeldungen der teilnehmenden Galerien.
Die POSITIONS Berlin Art Fair 2025 hat eindrucksvoll gezeigt: Kunst bleibt ein Ort der Begegnung, der Emotion und der Inspiration, gerade in bewegten Zeiten. Wie es weitergeht? Die nächste Station ist paper positions vienna vom 13.–16. November 2025 im Semper Depot. Danach folgt die Rückkehr nach Berlin:paper positions berlin vom 30. April bis 3. Mai 2026 und die nächste POSITIONS Berlin Art Fair vom 10.–13. September 2026 – erneut in Tempelhof. Berlin bleibt in Bewegung – und die POSITIONS zeigt, wohin die Reise geht.