Insgesamt kamen während der dreitägigen Auktion rund 2’500 Objekte zum Aufruf, mit einem Gesamtumsatz von über 4,5 Millionen Franken. Im Durchschnitt lagen die Zuschläge 53,9 Prozent über der Schätzung – ein beachtliches Ergebnis in einem herausfordernden Marktumfeld. Für Unentschlossene bleibt Zeit: Die wenigen unverkauften Lose sind vom 2. bis 12. Dezember 2025 im Nachverkauf erhältlich.
„Die Verkaufsquote liegt bei 80 Prozent. Wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Sander Jongbloed, Co-Geschäftsführer des Auktionshaus Zofingen. Ein besonderer Höhepunkt sei zweifellos die Skulptur von Nicholson: „Auch für uns ist ein solcher Fund nicht alltäglich. Dass ein Werk von dieser musealen Bedeutung fast 80 Jahre lang völlig diskret als Freundschaftsbeweis bei Hans Erni stand, macht die Geschichte einzigartig. Solche Raritäten der Moderne sind auf dem freien Markt eigentlich kaum mehr existent – entsprechend gross war die internationale Resonanz.“
Das Auktionshaus Zofingen, seit über 35 Jahren eine feste Größe in der Schweizer Kunstszene, blickt auf eine erfolgreiche 71. Auktion zurück. Zweimal jährlich werden hier 3’000 bis 4’000 Objekte versteigert – von Gemälden und Skulpturen über Schmuck bis zu Designklassikern. Seit der Übernahme durch die neue Leitung im Jahr 2021 hat das Haus neue Maßstäbe gesetzt, etwa mit der spektakulären Versteigerung des Schlossinventars von Rümligen (Madame de Meuron) und der Sammlung von Schloss Amsoldingen.
Die nächste Auktion ist bereits angekündigt: 27. bis 30. Mai 2026. Zofingen bleibt damit, im Herzen der Schweiz, ein Ort, an dem Kunst nicht nur verkauft, sondern gelebt wird.