MWG Kongress Flyer (c) max-weiler-gesellschaft.at
MWG Kongress Flyer (c) max-weiler-gesellschaft.at – Mit freundlicher Genehmigung von: austrianfineart / WIENERROITHER & KOHLBACHER

Was: Presse

Wann: 28.01.2026 - 30.01.2026

In Innsbruck richtet sich der Blick Ende Jänner 2026 auf einen Künstler, dessen Werk in Tirol lange nicht nur Zustimmung auslöste. „Anlässlich des 25. Todestages von Max Weiler findet von Mittwoch, 28.01.2026 bis Freitag, 30.01.2026 im Haus der Begegnung in Innsbruck ein internationaler Kongress statt.“ 

Max Weiler, 1910 geboren und 2001 gestorben, erscheint hier nicht als stiller Klassiker, sondern als Stifter von Reibung. „Max Weiler (1910 - 2001) war ein Bahnbrecher der Moderne in Tirol.“ Und auch der Nachsatz sitzt: Sein Werk sei international beachtet, habe jedoch „nicht nur in seiner Heimat bisweilen massive Irritationen“ ausgelöst – „Das betraf seine Werke der Sakralkunst genauso wie seinen Gang in die Abstraktion.“ 

Max Weiler, Die schwebende Erde,1968, Flügelbild in Glaskasten, Eitempera auf Karton, 83,5 × 83,5 × 16,5 cm, Foto © Simon Veres
Max Weiler, Bewachsener Bergrücken,1981, Pinsel in Tusche auf handgeschöpften Papier, 62 × 105,5 cm Foto © Simon Veres
Max Weiler, Die schwebende Erde,1968, Flügelbild in Glaskasten, Eitempera auf Karton, 83,5 × 83,5 × 16,5 cm, Foto © Simon Veres • Max Weiler, Bewachsener Bergrücken,1981, Pinsel in Tusche auf handgeschöpften Papier, 62 × 105,5 cm Foto © Simon Veres – Mit freundlicher Genehmigung von: austrianfineart / WIENERROITHER & KOHLBACHER

Der Kongress nimmt diese Spannungen nicht als Fußnote, sondern als Motor. Schon das Programm benennt die großen Felder, in denen Weiler bis heute Fragen stellt: „Max Weiler und die NS Zeit. Der Lehrer und seine Schüler/innen. Der Weg zur Abstraktion. Das Werk in öffentlichen Sammlungen. Der Provokateur. Stil und Technik. Die Welt der Religion. Die Suche nach der Natur. Ausblick.“ 

Der Ton ist offen, die Schwelle niedrig: „Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist kostenlos.“ Wer Weiler nicht nur im Vortragssaal, sondern im Stadtraum lesen will, findet am Ende den Weg ins Bild selbst: eine Führung zu Fresken in der Theresienkirche auf der Hungerburg und in der Halle des Hauptbahnhofs.

Max Weiler, Weitgestreckte Landschaft, 1983, Eitempera auf Leinwand, 200 × 680 cm
Max Weiler, Weitgestreckte Landschaft, 1983, Eitempera auf Leinwand, 200 × 680 cm – Mit freundlicher Genehmigung von: austrianfineart / WIENERROITHER & KOHLBACHER

Zum dramaturgischen Zentrum gehört der Festvortrag am Mittwochabend: „Gottfried Boehm (Basel), Die Kraft der Metamorphose. Max Weiler in seiner Zeit.“ Es ist ein Titel, der wie eine Linse wirkt: Metamorphose nicht als Dekor, sondern als Denkform, als Malerei, die sich verwandelt, um Zeit zu fassen.

Dass diese Tage in Innsbruck mehr sind als ein Erinnerungsritual, sagt die Ankündigung ohne Pathos: „25 Jahre nach seinem Tod ist es an der Zeit, Schaffen und Persönlichkeit des bedeutenden Tiroler Malers noch einmal unter die Lupe zu nehmen und neu zu verorten.“ Genau darin liegt die Aktualität dieses Kongresses: Weiler wird nicht beruhigt, sondern erneut geprüft – an Geschichte, Religion, Natur, Technik und an jener Moderne, die in Tirol oft zuerst als Zumutung ankam. 

Download: MWG Kongress Flyer (3.23 MB)
Tags: Max Weiler, sakraler Kunst, Kunstgeschichte, Moderne Kunst, Abstraktion, Malerei

28.–30. Jänner 2026, täglich Vortragsprogramm; Eröffnung und Festvortrag am 28. Jänner, Abschluss am 30. Jänner mit Führungen. Eintritt frei.