Ab dem 8. März 2026 wird die Villa Beer erstmals der Öffentlichkeit zugänglich sein. Am Eröffnungstag, Sonntag, dem 8. März, lädt das Haus von 10 bis 18 Uhr zu einem Open House ein. Die Besucher können die Räume eigenständig entdecken, begleitet von einem Team, das für Gespräche, Fragen und Einblicke in die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner zur Verfügung steht. Der Besuch erfolgt mit Zeitfensterkarten mit einer Dauer von 60 Minuten, erhältlich ab 1. Februar 2026 über www.villabeer.wien.
Mit der Öffnung der Villa Beer bietet sich die seltene Möglichkeit, das Werk von Josef Frank neu zu entdecken – nicht als museales Objekt, sondern als lebendigen Ort. Künftig ist die Villa im Rahmen individueller und dialogischer Führungen zugänglich, an Wochenenden auch ohne Führung. Ergänzt wird das Angebot durch kulturelle Veranstaltungen, Symposien, Forschung, Publikationen und Bildungsprogramme. Die Führungen widmen sich sowohl der Architektur als auch dem Schicksal der jüdischen Bauherrenfamilie und dem zeitgeschichtlichen Kontext der 1930er Jahre in Wien.
Für Forschende und Gäste, die die Villa Beer in ihrer ursprünglichen Funktion als Wohnhaus erleben möchten, wurde im Dachgeschoss ein neuer Wohnbereich geschaffen. Küche, Bad und drei Gästezimmer laden dazu ein, das Haus nicht nur zu besichtigen, sondern zu bewohnen. Die Räume sind mit Textilien und Möbeln nach Entwürfen von Josef Frank ausgestattet, die bis heute vom schwedischen Traditionshersteller Svenskt Tenn gefertigt werden. Dank der Unterstützung der Beijer Foundationen lässt sich das Dachgeschoss nun im Geiste Josefs Frank als Wohnungsumgebung erleben.
Die Wiedereröffnung der Villa Beer ist mehr als ein architektonisches Ereignis. Sie ist eine Einladung, Moderne als Haltung zu begreifen – als stilles Versprechen von Dauer, Offenheit und einer Wohnkultur, die bis heute nichts von ihrer Kraft verloren hat.