Monumentale königliche Prunkvase Porzellan, H 116 cm. Berlin, KPM, 1895, das Modell von Alexander Kips. Schätzpreis € 300.000 - 450.000 • Dessertteller mit Kameenmalerei aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Luise Berlin, KPM, um 1825. Schätzpreis € 4.000 – 6.000 – Mit freundlicher Genehmigung von: lempertz / Auktionshaus Lempertz
Das Top-Lot der Jubiläumsauktion ist eine einzigartige monumentale Prunkvase der KPM, die 1895 produziert als kaiserliches Geschenk in die Familie zu Eulenburg gelangte. Nicht nur die Größe der 116 Zentimeter hohen Deckelvase ist beeindruckend, sondern vor allem ihre außerordentliche plastische Dekoration mit bekrönender Ananas und einem über einen Meter langen Leguan (Schätzpreis € 300.000 – 450.000). Am 25. April 2026 entscheidet sich, wer die königliche Prunkvase zukünftig sein Eigen nennen darf.
Im Jubiläumsjahr präsentiert das Kunsthaus Lempertz die Sammlung Reinhard Schönfisch und knüpft damit an die erfolgreichen Versteigerungen der Twinight Collection 2018 und 2019 an. Mit demselben Schwerpunkt wie der amerikanische Sammler hat Reinhard Schönfisch königliche Porzellane der Epochen Friedrich Wilhelm III. und Friedrich Wilhelm IV. zusammengetragen. Der Dessertteller mit der preziösen Kameenmalerei aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Luise, den die KPM 1825 anfertigte, ist nur eines der über 150 prachtvoll bemalten Stücke (Schätzpreis € 4.000 – 6.000).
Kaiserlich preußischer Adler Grün patiniertes Kupferblech, geschmiedeter Eisenkern. H ca. 200, B ca. 210, T ca. 80 cm. Berlin, Fabrikant R. Peters, zugeschrieben, 1889. Schätzpreis € 15.000 - 20.000 • Gustav Landgrebe Büste Ludwig van Beethovens Weißer Marmor. signiert und datiert "G. Landgrebe Roma 1890." H 54,5, B 53 cm, inkl. Marmorsockel H 70 cm Schätzpreis € 8.000 - 10.000 – Mit freundlicher Genehmigung von: lempertz / Auktionshaus Lempertz
Eine bedeutende Sammlung an Gläsern mit feinsten Schnittdekoren, seltenem Églomisé und Emaildekor kommt mit über 40 Lots zum Aufruf. Außerdem bietet die Auktion eine Reihe von ungewöhnlichen Skulpturen. Ein beeindruckend überlebensgroßer kaiserlich preußischer Adler spannt seine Flügel aus. Er wurde vermutlich vom Berliner Fabrikanten Peters 1889 aus grün patiniertem Kupferblech angefertigt (Schätzpreis € 15.000 – 20.000).
Der Berliner Bildhauer Gustav Landgrebe schuf 1890 die bekannteste aller Beethoven-Büsten. Von der langen verschollenen, vermutlich einzigen und signierten Ausführung in Marmor kannte man bisher nur zahlreiche Gipsreproduktionen, die das Bild Beethovens bis heute wesentlich prägen. Der entschlossene Blick und das wehende Haar des Komponisten, dessen Kunst eine neue Musikepoche aufschloss, beschrieben den unabhängigen, unbändigen, schaffenskräftigen, kurz: den prometheischen Künstler in den Augen jener Zeit perfekt (Schätzpreis € 8.000 – 10.000).
Deckelterrine auf Unterplatte mit Großem Preußischem Staatswappen Terrine H 20,5, B 35, T 21,5 cm, Unterplatte H 5,5, B 39, T 27,5 cm. Kanton, vor 1755. Schätzpreis € 12.000 - 15.000 • Philipp Franck Bootssteg am Wannsee 1933 Öl auf Leinwand. 112 x 120 cm. Schätzpreis € 25.000 – 35.000 – Mit freundlicher Genehmigung von: lempertz / Auktionshaus Lempertz
Eine in China produzierte Deckelterrine bringt die bewegte Geschichte des preußischen Überseehandels in die Berlin Auktion. Die Preußisch-Asiatische Kompanie brachte an Bord ihres Schiffes „Prinz von Preußen“ 1755 ein besonderes Geschenk für Friedrich II. aus Kanton mit: ein Service mit Großem Preußischen Staatswappen. Kurz vor dem Zielhafen Emden aber lief das Schiff auf Grund, das Service wurde teilweise beschädigt und konnte dem Preußischen König nicht mehr präsentiert werden. Stattdessen wurden die erhaltenen Teile neun Jahre später versteigert, einiges kam so doch noch an den Hof nach Berlin, anderes wurde von verschiedenen Bietern erworben. Eine Deckelterrine auf Unterplatte kommt nun – nachdem sie sich über mehrere Generationen in deutschem Adelsbesitz befand – bei Lempertz in Berlin zum Aufruf, Schätzpreis 12.000 bis 15.000 Euro.
Die Berliner Malerei erlebte mit der Secession einen Höhepunkt ihrer Geschichte. Philipp Franck war einer der Künstler, der wie Max Liebermann, Walter Leistikow oder Lovis Corinth den Impressionismus in Deutschland wesentlich prägten. Warum Franck auch als „Chronist des Wannsees“ bekannt ist, verdeutlicht sein Gemälde „Bootssteg am Wannsee“ eindrücklich. Meisterhaft fängt er die Stimmung an einem bewölkten Tag im Berliner Südwesten ein (Schätzpreis € 25.000 bis 35.000).