Der menschliche Körper taucht in den Präsentationen immer wieder auf – bewegt, verdreht, ruhend oder nur noch als abstrakte Form. Bei Lucia Riccelli kommt die Bewegung aus dem Tanz und ihrer eigenen Erfahrung als Balletttänzerin. Wenige Schritte weiter scheint sie sich fortzusetzen: Vor einer liegenden Figur erhebt sich eine weiße Skulptur wie ein Körper in einer eingefrorenen Bewegung. Aus Tanz wird Ruhe, aus Körper wird Form.
Auch die Zeit selbst scheint durch die Räume zu wandern. Zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst begegnen den Besuchern Michael Powolnys Jahreszeiten-Putti – Figuren, in denen der menschliche Körper zum Sinnbild des natürlichen Kreislaufs wird. Nur wenige Schritte zuvor war Körper noch Bewegung, Tanz und Gegenwart; hier trägt er Erinnerung und Jahreszeit in sich. Gerade solche Begegnun
Pelz formuliert für seine Messe bewusst den Anspruch „Klasse statt Masse“. Kleinere Formate sollen nach seiner Vorstellung eine konzentriertere Begegnung zwischen Kunst, Kunsthandel und Publikum ermöglichen. Nach Angaben des Veranstalters gab es bereits am ersten Messetag konkrete Anfragen zu ausgestellten Arbeiten.
Zur Eröffnung kamen neben Vertretern des Kunsthandels und der Kultur auch zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Diplomatie und öffentlichem Leben. Statt diesen gesellschaftlichen Aspekt in den Mittelpunkt zu stellen, zeigt sich die eigentliche Besonderheit der Vienna Highlights jedoch in der Verbindung von historischem Ort, konzentriertem Messeformat und einem Angebot, das mehrere Generationen österreichischer und internationaler Kunst zusammenführt.
Vienna Highlights Art Fair 2026 – Kunst im Palais Esterházy
Die Vienna Highlights Art Fair ist am Freitag und Samstag von 11 bis 19 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist der Wiener Renn-Verein im Palais Esterházy in der Wiener Innenstadt.
Vielleicht liegt genau darin der rote Faden dieser ersten Vienna Highlights: in der Bewegung – zwischen Körper und Raum, zwischen den Künsten und zwischen den Epochen.