Bronzekunst, die Herstellung von Bildwerken und kunstgewerblichen Gegenstände aus Bronze, d. h. aus einer Legierung von 9 Teilen Kupfer und 1 Teil Zinn.
Die Bronzekunst setzt ein Modell voraus, für dessen Guß sich zwei Hauptverfahren herausgebildet haben:
1. der Guß mit verlorener Form (franz. a cire perdue). Über einem töneren Kern wird das Bildwerk aus Wachs modeliert und mit einem aus feinen Sand bestehenden Gußmantel umgeben, der sich überall genau an das Wachs legt. Dieses wird herausgeschmolzen, und an seiner Stelle fließt die Bronze in den entstandenen Hohlraum. Dieses Verfahren ist von alters her geübt worden.
2. Das Modell wird erst in Gips gegossen, von dem man dann eine Hohlform nimmt und mit Bronze ausgießt. In diesem Fall bleibtdas (Gips-) Modell erhalten.
Über die Bronzekunst der vorgeschichtlichen Kulturen -> Bronzezeit.
Künstlerische hochentwickelte Bronzegefäße und sonstige sakrale Gegenstände aus Bronze hat China seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. hervorgebracht.

Raimund Girke, Ohne Titel, 1971, Acryl auf Leinwand, 60 × 60 cm, und Amphore, Frühe Han-Dynastie (206 v. Chr.–9 n. Chr.), Ton, 27,5 × 30 × 27 cm. Ausstellung „Silence“, Beck & Eggeling, Düsseldorf.
The Art of Chinese Bronzes
Der Kolonialismus in den Dingen | Museum Fünf Kontinente
Ausstellungsansicht Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914 im Hamburger Bahnhof, 1990 © Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv / Foto: Reinhard Friedrich
Skulptur „Character“ von Leon Löwentraut, Fotograf: Dominik Schmäke
Krieger mit Schwert und Schild, Bronze, Fundort Padria, Eisenzeit © Museo Archeologico Nazionale di Cagliari
Louis Tuaillon (1862–1919): Amazone, Bronze, Höhe: 77 cm, um 1903. Foto: SPSG
Silence bei Beck & Eggeling Düsseldorf 2026