Holzschnitt, Holzschneide-kunst (Xylographie), das Schneiden einer Zeichnung aus einer Holzplatte, so daß sie erhaben auf dieser stehen bleibt, zum Zwecke des Abdruckes auf Papier.
Der fertige Abdruck wird ebenfalls als Holzschnitt bezeichnet. Die Holzplatte, der "Holzstock" oder der "Stock", ist entweder längs der Faser genommen und wird dann mit einem Messer so geschnitten, dasß die Linien der Zeichnung als Stege stehen bleiben: Linienschnitt; oder sie ist quer zur Faser genommen aus Hartem Holz ("Hirnholz"), meist Buchsbaum). In diesem Falle ist Bearbeitung mit dem Sichel nötig.
Dieses (erst seit etwa 1800 angewendete) Verfahren wird daher Holzstich genannt, auch Tonstich, da nicht die Linien einer Zeichnung faksimiliert, sondern eine Vorlage in malerische Tonigkeit frei wiedergeben wird.

Keyvisual zur Ausstellung „Japan de luxe“ im Museum Rietberg in Zürich: japanischer Surimono-Farbholzschnitt mit elegant gekleideter Frau im Kimono vor blauem Hintergrund und kalligrafischer Schrift, Edo-Zeit, 18.–19. Jahrhundert.
Albrecht Dürer, Rhinocerus, 1515, © Otto Schäfer Stiftung der Stadt Schweinfurt, Foto: SKF-Fotokreis
Martin Waldseemüller  Ptolemaeus auctus restitutus, 1520.
Franziska Wührl, Junger Mann am Tisch, 2024 (Detail), Farbholzschnitt, © Franziska Wührl
Paul Gauguin, Frau vor einem Stillleben  von Cézanne © bpk/The Art Insitute of Chicago/Art Ressource, NY/Elyse Allen
Paul Gauguin, Stilleben mit Blumen und Idol, um 1892, Öl auf Leinwand, 40,5 x 32 cm © Kunsthaus Zürich, Geschenk Walter Haefner, 1995
Aleks Polonskaja, o.T.