Original 1983 Niki Lauda McLaren MP4/1 Bodywork in Marlboro-Design, angeboten bei internationaler Memorabilia-Auktion (c) sothebys.com
Original 1983 Niki Lauda McLaren MP4/1 Bodywork in Marlboro-Design, angeboten bei internationaler Memorabilia-Auktion (c) sothebys.com – Mit freundlicher Genehmigung von: findart /

Was: Auktion

Wann: 19.02.2026 - 25.02.2026

Sotheby’s setzt in dieser Woche ein kraftvolles internationales Signal – und zwischen London, New York und Mailand verdichtet sich das Auktionsgeschehen zu einer Dynamik, die den globalen Kunst- und Sammlermarkt spürbar elektrisiert.

Ahmed Alsoudani, Second Winter, 2021, Contemporary Art, Phillips Modern and Contemporary Art Online Auction New York, © phillips.com
Ahmed Alsoudani, Second Winter, 2021, Contemporary Art, Phillips Modern and Contemporary Art Online Auction New York, © phillips.com – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Internationaler Auktionsmarkt 19.–25. Februar 2026: Sotheby’s, Christie’s und Italiens Dynamik
Die laufende Auktionswoche zeigt eine bemerkenswerte Segmentvielfalt: Memorabilia, Design und dekorative Kunst stehen neben moderner und zeitgenössischer Kunst, während Uhren, Schmuck und spezialisierte Sammelgebiete zusätzliche Marktimpulse liefern. Am 19. Februar rückt in London „The February Memorabilia Sale: Featuring The Rob Walker Collection“ in den Fokus, während am 24. Februar in New York mit „MODERN AND CONTEMPORARY ART: ONLINE AUCTION, NEW YORK“ ein klar digital ausgerichteter Akzent gesetzt wird. In Italien stärken Mailand und Florenz ihre Position mit designorientierten Auktionen rund um den 20. und 25. Februar, wodurch sich eine Achse zwischen angloamerikanischer Marktdynamik und italienischer Gestaltungstradition bildet. Live- und Online-Formate greifen ineinander und erweitern das internationale Bieterfeld.

Dass Auktionen nicht automatisch die besten Werke versammeln, sondern auch vom Spiel zwischen Erwartung und Kritik leben, formulierte Marlene Dumas einmal mit entwaffnender Offenheit:

„Die besten Werke kommen nicht unbedingt zur Auktion. Ich zeichne gerne, also gebe ich vielleicht eine kleine Zeichnung. Und schließlich endet sie bei einer Auktion. Und dann sagen die Kritiker: 'Oh, das ist eine schlechte Zeichnung!' Nun, ich habe nicht gesagt, dass sie so wunderbar ist.“ - Marlene Dumas

Als besonderes Highlight dieser Woche steht das 1983er Niki Lauda McLaren MP4/1 Bodywork mit einer Schätzung von £20.000–£40.000 GBP im Zentrum der Aufmerksamkeit. Niki Lauda war nicht nur Formel-1-Weltmeister, sondern eine globale Ikone des Motorsports – diszipliniert, strategisch, unerbittlich präzise. Dieses originale Karosserieteil trägt nicht nur die Marlboro-Lackierung einer ganzen Rennsportära, sondern verkörpert eine Zeit, in der Geschwindigkeit, Technik und Persönlichkeit zu einer kulturellen Chiffre wurden. Es ist weniger ein Objekt als ein Relikt internationaler Sportgeschichte – und damit ein Memorabilia-Los mit emotionaler wie marktwirtschaftlicher Strahlkraft.

Italian 20th Century Gold Box retailed by Van Cleef & Arpels New York, luxury object (c) christies.com
Andrea Salvetti Mobile contenitore della serie Ortofrutta Open Box, Cambi  (c) cambiaste.com
Italian 20th Century Gold Box retailed by Van Cleef & Arpels New York, luxury object (c) christies.com • Andrea Salvetti Mobile contenitore della serie Ortofrutta Open Box, Cambi (c) cambiaste.com – Mit freundlicher Genehmigung von: findart / Internationaler Auktionsmarkt 19.–25. Februar 2026: Sotheby’s, Christie’s und Italiens Dynamik

Christie’s setzt mit „Irene Roosevelt Aitken: A Life on 5th Avenue“ auf gesellschaftliche Geschichte mit kuratorischer Handschrift, während in Italien Cambi mit „Design Lab“ Mailands Rolle als Designmetropole unterstreicht und Pandolfini in Florenz mit „Spotlight Design“ das 20. Jahrhundert als eigenständige Wertkategorie positioniert. Mit einer ganz anderen, stilleren Form von Prestige tritt eine italienische Goldbox des 20. Jahrhunderts, retailed by Van Cleef & Arpels, New York, in Erscheinung, geschätzt auf USD 20.000–30.000. Das Objekt verbindet italienische Goldschmiedetradition mit der internationalen Aura eines Hauses wie Van Cleef & Arpels und steht exemplarisch für jene diskrete Luxusklasse, die durch Materialität und Handwerkspräzision überzeugt.

In Mailand setzt Cambi zudem mit einem Werk von Andrea Salvetti ein bewusst designorientiertes Zeichen. Das Möbel „Mobile contenitore della serie Ortofrutta – Open Box“, geschätzt auf € 8.000–10.000, steht für jene italienische Gestaltungstradition, die zwischen Skulptur und Funktion oszilliert und Design als eigenständige Marktgröße behauptet.

Marktseitig zeichnet sich eine klare Tendenz zur Spezialisierung ab. Häuser profilieren sich stärker über thematische Fokussierung, während hybride Modelle aus Saalauktion und Online-Versteigerung zur strukturellen Normalität werden. Segmentübergreifende Sammler bewegen sich selbstbewusst zwischen Popkultur, klassischer Kunst, Luxusobjekten und Design. Italien gewinnt dabei weiter an wirtschaftlicher und kultureller Relevanz, da Design- und Handwerkstradition international anschlussfähig bleiben und Investoren zunehmend differenziert agieren.

Diese internationale Auktionswoche bestätigt einen Markt, der nicht von einzelnen Sensationen lebt, sondern von struktureller Vielfalt und globaler Vernetzung. Zwischen London, New York und Mailand entsteht ein Gefüge aus Tradition, Innovation und strategischer Positionierung – ein klares Zeichen dafür, dass der internationale Auktionsmarkt seine Stärke aus Differenzierung und Beweglichkeit bezieht. 

Tags: Niki Lauda, McLaren, Automobilrennsport, Andrea Salvetti, Goldarbeiten, Gold, Design

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