Im Zentrum der Ausstellung steht die berühmte Serie Common Sense (1999), eine Installation aus 270 farbintensiven Nahaufnahmen, die den globalen Konsumalltag in all seinen Facetten sichtbar macht. Von Fast Food über touristische Attraktionen bis hin zu persönlichen Dekorationen und sozialen Ritualen richtet Parr seine Kamera auf scheinbar gewöhnliche Motive und verwandelt sie in aufschlussreiche Kommentare über Gegenwart und Konsumkultur.
Darüber hinaus bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in unterschiedliche Werkphasen des Fotografen. Zu sehen sind Fotografien aus der Serie Autoportrait (2002), in der Parr weltweit in Straßenfotostudios, Fotokabinen und Vergnügungsattraktionen porträtiert wurde. Ergänzt wird die Präsentation durch frühe Schwarz-Weiß-Arbeiten aus The Non-Conformists aus der Mitte der 1970er-Jahre sowie durch Bilder aus The Last Resort (1983–1985), jener Serie, mit der Parr seinen charakteristischen Einsatz von Farbe entwickelte und die britische Freizeitkultur auf ebenso humorvolle wie kritische Weise dokumentierte.
Ein eigens eingerichteter Leseraum ermöglicht zudem die vertiefte Begegnung mit Parrs umfangreichem Schaffen als Fotobuchautor. Besucher können dort zahlreiche Publikationen entdecken und nachvollziehen, wie konsequent der Künstler seine Beobachtungen über Gesellschaft, Konsum, Klasse und Identität über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt hat.