Mit der Restaurierung des Tramhuis hat Stichting Droom en Daad diese Stimme zurückgeholt. Nicht als museales Objekt, sondern als lebendiger Ort, der Bewegung fördert und Wahrnehmung schärft. Als weltweit erster Kiosk für Stadtspaziergänge ist das Tramhuis heute Start- und Zielpunkt für neue Wege durch Rotterdam – kuratiert, bewusst langsam, offen für individuelle und kollektive Erfahrungen.
„Walking inspires, connects, and energizes. It is not only one of the healthiest activities, physically and mentally, but also the best way to truly experience a city.“
Dieser Satz könnte ebenso gut über dem Naschmarkt stehen. Denn auch dort erschließt sich Wien im Gehen, im Schauen, im Verweilen. Die Parallele zwischen beiden Städten liegt nicht in der Form allein, sondern im Verständnis von Stadt als begehbarem Raum, in dem Architektur dient, ohne sich aufzudrängen.
„In a city like Rotterdam, you can keep walking. Each new perspective reveals something different every time.“
Rotterdam und Wien begegnen sich hier auf unerwartete Weise. Das Tramhuis und die Pavillons des Naschmarkts zeigen, dass urbane Identität nicht nur aus großen Museen und ikonischen Bauten entsteht, sondern aus jenen kleinen Architekturen, die den Alltag rahmen und Generationen überdauern.
Was bleibt, ist ein gemeinsamer Gedanke der europäischen Moderne: Stadt entsteht im Maßstab des Menschen. Und manchmal genügt ein einziges kleines Gebäude, um diesen Gedanken wieder sichtbar zu machen.