Kuratiert von Tamar Garb, bringt die Ausstellung das monumentale Werk „African Guernica“ von Dumile Feni in direkte Beziehung zu Picassos Bildsprache. Feni, eine Schlüsselfigur der afrikanischen Moderne, reagierte in seinen Arbeiten auf die Gewalt und systemische Unterdrückung der Apartheid in Südafrika. Seine Zeichnungen entfalten eine vergleichbare Intensität – roh, fragmentiert und existenziell.
Neben Fenis großformatiger Arbeit sind weitere Werke aus bedeutenden südafrikanischen Sammlungen zu sehen, darunter Leihgaben der University of Fort Hare, der Norval Foundation und des Wits Art Museum. Ergänzt wird die Präsentation durch vorbereitende Zeichnungen Picassos zu „Guernica“, die den Entstehungsprozess eines der einflussreichsten Werke des 20. Jahrhunderts sichtbar machen.
„African Guernica represents a significant time in the crisis of modernity, the time of Apartheid in South Africa, one of the limits of the modern project“, erklärt Manuel Segade.
Tamar Garb betont die außergewöhnliche Stellung Fenis innerhalb der Zeichnungspraxis des 20. Jahrhunderts: „is a modern artist who used drawing materials on an almost unprecedented scale worldwide at that time“. „If we observe drawing practices globally in the 1960s, very few artists worked on such an epic, monumental scale as Dumile in that period“.