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Im kalt-feuchten Januar kehrt Paris zu seinen Ursprüngen zurück. Wenn sich die Stadt im Winter in gedämpftes Licht hüllt, öffnet Maison&Objet ihre Tore und setzt mit dem Leitthema „Past Reveals Future“ ein bewusstes Zeichen. In einer Welt, erschüttert von ökologischen Krisen, Überkonsum und kultureller Vereinheitlichung, antwortet die Messe mit einem Designverständnis, das gelebt, berührt und erinnert werden will.
Unter dem Motto „Past Reveals Future“ besinnt sich Maison&Objet auf ihre Wurzeln. Möbel und Objekte schöpfen aus Herkunft und handwerklichem Wissen, um sich neu zu erheben. Zwischen greifbaren Materialien und zeitgenössischer Form entstehen neue Ausdrucksfelder. Einrichtung wird nicht mehr als Aneinanderreihung von Einzelstücken verstanden, sondern als erzählender Raum, der Wissen, Können und Erinnerung in die Zukunft trägt.
Das Berühren edler Materialien, die Vorstellung der meisterhaften Hand hinter einem Objekt, der Gedanke an verantwortungsvolle Innovation – all das steht im Zentrum dieser Ausgabe. Maison&Objet feiert Exzellenz, verbindet Disziplinen, fördert Talente, macht sichtbar, inspiriert und lädt dazu ein, Gestaltung wieder sinnlich zu erfahren. Ein sorgfältig kuratiertes Programm führt durch diese Haltung, die sich bewusst dem Schnelllebigen widersetzt.
Vier zentrale Trends strukturieren den Parcours und verkörpern die Idee von „Past Reveals Future“. „Metamorphosis“ folgt dem Gedanken, dass nichts verworfen wird und alles sich verwandeln kann. Im Zeichen des globalen Upcyclings ändern Objekte Form, Funktion und Bedeutung. Alltägliche Überreste werden neu gedacht und zu totemhaften Erscheinungen erhoben.
Mit „Mutation“ zeigt sich eine weitere Grundbewegung dieser Ausgabe. Hybride Materialien und Formen treffen auf organische Prozesse, archaische Gesten auf innovative Techniken. Zwischen Fragilität und Poesie öffnet sich ein Raum, in dem Menschlichkeit wieder eine Stimme erhält.
„Revisited Baroque“ bringt das Barocke zurück – jedoch neu interpretiert. Eine junge Generation von Kunsthandwerkern hinterfragt Konventionen und entwickelt das Erbe in eine zeitgenössische Sprache weiter. Verfeinerung und Theatralik prägen diese Objekte, die als Unikate und limitierte Editionen zu echten Sammlerstücken werden. Der von Thomas Hartman gestaltete Curatio Space verdeutlicht diesen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Mit „Neo-Folklore“ schließlich rücken lokale Erzählungen in den Fokus. Überliefertes Wissen verbindet sich mit 3D-Druck, neuen Materialien und digitaler Fertigung. Fantasie ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht – als Brücke zwischen Herkunft und Gegenwart.
Als vielbeachtete Wegweiser durch das Angebot übersetzen die What’s New?-Bereiche diese vier Trends jeweils auf eigene Weise. What’s New? In Decor, konzipiert von Elizabeth Leriche, lädt zu einer Reise durch die Zeit ein, in der historische Stile in einer immersiven Szenografie mit experimentellen Ansätzen verschmelzen. Der Raum balanciert Erinnerung und Erneuerung.
Interior-Architekt Rudy Guénaire präsentiert mit What’s New? In Hospitality erstmals seine Vision der Zukunft des Gastgewerbes. François Delclaux wiederum entwirft What’s New? In Retail als sinnliche Kundenerfahrung, in der Materialität im Zentrum steht und physischer sowie digitaler Raum in einem paleo-futuristischen Ansatz zusammenfinden.
Inhaltlich setzt die Messe deutliche Akzente – insbesondere in den Bereichen Möbel, Leuchten und Textilien, die das Profil dieser Ausgabe prägen.
Möbel
Ein zentraler Fokus der Messe liegt auf zeitgenössischem Möbeldesign. Internationale Marken und Manufakturen präsentieren neue Kollektionen zwischen handwerklicher Präzision und industrieller Innovation. Im Vordergrund stehen modulare Systeme, skulpturale Einzelstücke und Möbel, die Funktionalität mit klarer Formensprache verbinden. Nachhaltige Materialien, flexible Nutzungskonzepte und zeitlose Ästhetik prägen viele der gezeigten Positionen.
Lampen und Lichtdesign
Auch der Bereich Leuchten zählt zu den stärksten Segmenten der Messe. Präsentiert werden dekorative Leuchten, architektonische Lichtobjekte und technisch anspruchsvolle Beleuchtungslösungen. Licht wird hier nicht nur als funktionales Element verstanden, sondern als gestalterisches Mittel, das Räume definiert, Atmosphäre schafft und Designkonzepte abrundet. Organische Formen, hochwertige Materialien und energieeffiziente Technologien stehen im Mittelpunkt.
Textilien
Im Textilbereich zeigt sich die Messe als internationales Schaufenster für Stoffdesign, Teppiche und textile Oberflächen. Handgewebte Stücke stehen neben innovativen Materialentwicklungen, traditionelle Techniken treffen auf zeitgenössische Muster und Farbkonzepte. Textilien werden zunehmend als raumprägendes Element eingesetzt und spielen eine zentrale Rolle im aktuellen Interior Design.
So wird Maison&Objet im Januar 2026 zu mehr als einer Messe. Sie wird zu einem stillen, kraftvollen Manifest dafür, dass die Zukunft des Designs nicht im Vergessen liegt, sondern im bewussten Weitertragen dessen, was war.
JAN. 15-19, 2026
Paris Nord Villepinte Exhibition Centre
Thursday to Sunday, 9.30am to 6.30pm..
Monday: 9.30am to 6pm.
RER B, alight at the Exhibition Centre (Parc des Expositions)
By car: on-site parking available (additional charge)
Free shuttle bus service: Roissy-CDG Airport & Paris Porte Maillot < > Exhibition Centre
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