Das Berühren edler Materialien, die Vorstellung der meisterhaften Hand hinter einem Objekt, der Gedanke an verantwortungsvolle Innovation – all das steht im Zentrum dieser Ausgabe. Maison&Objet feiert Exzellenz, verbindet Disziplinen, fördert Talente, macht sichtbar, inspiriert und lädt dazu ein, Gestaltung wieder sinnlich zu erfahren. Ein sorgfältig kuratiertes Programm führt durch diese Haltung, die sich bewusst dem Schnelllebigen widersetzt.
Vier zentrale Trends strukturieren den Parcours und verkörpern die Idee von „Past Reveals Future“. „Metamorphosis“ folgt dem Gedanken, dass nichts verworfen wird und alles sich verwandeln kann. Im Zeichen des globalen Upcyclings ändern Objekte Form, Funktion und Bedeutung. Alltägliche Überreste werden neu gedacht und zu totemhaften Erscheinungen erhoben.
Mit „Mutation“ zeigt sich eine weitere Grundbewegung dieser Ausgabe. Hybride Materialien und Formen treffen auf organische Prozesse, archaische Gesten auf innovative Techniken. Zwischen Fragilität und Poesie öffnet sich ein Raum, in dem Menschlichkeit wieder eine Stimme erhält.
„Revisited Baroque“ bringt das Barocke zurück – jedoch neu interpretiert. Eine junge Generation von Kunsthandwerkern hinterfragt Konventionen und entwickelt das Erbe in eine zeitgenössische Sprache weiter. Verfeinerung und Theatralik prägen diese Objekte, die als Unikate und limitierte Editionen zu echten Sammlerstücken werden. Der von Thomas Hartman gestaltete Curatio Space verdeutlicht diesen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Mit „Neo-Folklore“ schließlich rücken lokale Erzählungen in den Fokus. Überliefertes Wissen verbindet sich mit 3D-Druck, neuen Materialien und digitaler Fertigung. Fantasie ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht – als Brücke zwischen Herkunft und Gegenwart.