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Soulages, une autre lumière – Peintures sur papier
Seit dem 17. September 2025 und noch bis zum 11. Januar 2026 öffnet sich ein neues Kapitel im Verständnis des großen Pierre Soulages. Eine Ausstellung, die einem breiten Publikum gewidmet ist, rückt einen Werkkomplex ins Zentrum, der lange im Schatten seiner monumentalen Leinwände stand – und doch fundamental für sein Schaffen ist: die Peintures sur papier.
Selten als geschlossene Einheit präsentiert, enthüllt Soulages’ Werk auf Papier eine überraschend intime, beinahe meditative Dimension. Bereits 1946 begann er, mit Brou de noix zu arbeiten – der warmen, tiefen Walnussbeize, deren breite, entschlossene Spuren seine Handschrift früh unverwechselbar machten. Diese frühen Arbeiten markieren seine Eigenständigkeit innerhalb der abstrakten Strömungen der Nachkriegszeit und zeigen, wie sehr Soulages das Licht im Dunkel suchte, jenes vibrierende Leuchten, das sein Werk bis heute prägt.
Dank außergewöhnlicher Leihgaben des Musée Soulages vereint die Ausstellung 130 Werke, entstanden zwischen den 1940er-Jahren und den frühen 2000er-Jahren, darunter 25 bislang unveröffentlichte Arbeiten. Man begegnet einem Ensemble von Papiermalereien, die der Künstler über Jahrzehnte hinweg in seinem Atelier bewahrte – stille Zeugen einer konzentrierten und freien Erforschung des Mediums. Diese Arbeiten zeigen, mit welcher Beharrlichkeit und inneren Unabhängigkeit Soulages sich immer wieder diesem Material zuwandte.
„Allein zu sein, die absolute Stille, das Beobachten der Abläufe der Natur, der tägliche Lauf der Sonne – all das macht mich zunehmend ruhig, weniger ängstlich. Ich fühle mich gut.“ Dieses Zitat, ein Tagebucheintrag von Ulrike Arnold, klingt wie ein fernes Resonanzfeld zu Soulages’ eigener Suche nach Reduktion, Klarheit und Licht.
Soulages kehrte oft zum Brou de noix zurück, einem Stoff, den Ebenisten wegen seiner Mischung aus Transparenz, Opazität und geheimnisvoller Strahlkraft schätzen. Im Kontrast zum Weiß des Papiers entfaltet dieser Werkstoff eine stille Intensität. Später ergänzen Tusche und Gouache sein Repertoire – Techniken, die trotz kleiner Formate eine erstaunliche formale Kraft und Vielfalt entwickeln.
Diese Ausstellung eröffnet eine seltene Möglichkeit, Pierre Soulages in einer seiner unmittelbarsten und grundlegendsten Ausdrucksformen zu begegnen. Eine Einladung, seine Kunst dort zu erleben, wo sie frei, konzentriert und essenziell erscheint – eine andere lumière, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Täglich von 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr.
Montagabend gibt es eine verlängerte Öffnung bis 22:00 Uhr.
Das Museum ist geschlossen am 1. Mai und am 25. Dezember.
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Eine neue Dimension des Minimalismus in der Bourse de Commerce – Pinault Collection, Paris
Seit dem 8. Oktober 2025 präsentiert die Bourse de Commerce – Pinault Collection eine Ausstellung von außergewöhnlicher Bedeutung, die dem Minimalismus gewidmet ist. Unter dem Titel „Minimal“ versammelt sie mehr als hundert Meisterwerke, die die Vielfalt und globale Ausstrahlung dieser Bewegung seit den 1960er-Jahren zeigen. Neben Schlüsselwerken aus der Pinault… Weiterlesen
Im kalt-feuchten Januar kehrt Paris zu seinen Ursprüngen zurück. Wenn sich die Stadt im Winter in gedämpftes Licht hüllt, öffnet Maison&Objet ihre Tore und setzt mit dem Leitthema „Past Reveals Future“ ein bewusstes Zeichen. In einer Welt, erschüttert von ökologischen Krisen, Überkonsum und kultureller Vereinheitlichung, antwortet die Messe mit einem Designverständnis, das gelebt, berührt und erinnert werden will.
Unter dem Motto „Past Reveals Future“ besinnt sich Maison&Objet auf ihre Wurzeln. Möbel und Objekte… Weiterlesen
Vom 30. Januar bis 01. Februar 2026 verwandelt die Porte de Versailles die französische Hauptstadt erneut in einen lebendigen Marktplatz der zeitgenössischen Kunst. Die art3f Paris meldet sich mit jener Mischung aus internationalem Flair, kreativer Freiheit und direktem Kontakt zu den Ausstellern zurück, die ihre vergangenen Ausgaben zu einem stetig wachsenden Publikumsmagneten machten. In der letzten Ausgabe verzeichnete die Messe laut Veranstalterangaben über 38.000 Besucher, die das breite… Weiterlesen
Gabrielle Hébert – Amour fou à la Villa Médicis
Es gibt Lebensgeschichten, die wie aus dem warmen Licht des römischen Spätnachmittags geschnitten scheinen – Geschichten, die mit stiller Intensität beginnen und sich zu einer leidenschaftlichen Chronik verdichten. Die von Gabrielle Hébert (1853–1934) gehört genau in diese Kategorie. Geboren als von Uckermann, war sie zunächst eine stille Malerin im Schatten der großen Akademien, bevor sie 1880 Ernest Hébert, den gefeierten akademischen Künstler und späteren… Weiterlesen
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