NIKOLAUS KORAB I Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 I Preisverleihung und Ausstellungseröffnung am 30. Mai 2026 um 16 Uhr im Schloss Wolkersdorf, Weinviertel
Wolkersdorf, 23. April 2026 Zur Erinnerung an das außergewöhnliche fotografische Schaffen von Elfriede Mejchar (1924 - 2020) wurde 2023 der Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie Ausstellung ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Kunst und Kultur und insbesondere die Fotografie zu fördern und durch die Auseinandersetzung mit dem Schaffen von Elfriede Mejchar ihr Werk lebendig und in Erinnerung zu behalten.
Der biennal ausgeschriebene, mit € 7.000 dotierte Preis wurde 2024 erstmals vergeben. Mit dem Preis verbunden ist eine Ausstellung mit Arbeiten der Preisträgerin/des Preisträgers im Schloss Wolkersdorf im Weinviertel, in Zusammenarbeit mit FLUSS, der niederösterreichischen Initiative für Foto- und Medienkunst, mit der Elfriede Mejchar mehr als 25 Jahre lang eng verbunden war.
Der Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 wurde dem in Wien und in Niederösterreich arbeitenden und lebenden Fotokünstler Nikolaus Korab zuerkannt. Die Preisverleihung findet am Samstag, dem 30. Mai 2026 um 16 Uhr im großen Saal von Schloss Wolkersdorf im Weinviertel statt. Die Laudatio hält Peter Zawrel.
Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Ausstellung Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026mit Arbeiten des Preisträgers Nikolaus Korab, sowie einer Auswahl von Arbeiten der Finalist:innen Werner Feiersinger, Katharina Gruzei und Trude Lukacsek eröffnet.
JURYBEGRÜNDUNG
Die Jurymitglieder – Nela Eggenberger, Kulturmanagerin und Gründungsherausgeberin von P.IN.E.A Periodical, Alexandra Schantl, Leiterin der Sammlung Kunst nach 1960 in den Landessammlungen Niederösterreich, Fritz Simak, Vertreter der Erbengemeinschaft, Kunsthistoriker und Fotograf, Peter Zawrel, Autor und Kunsthistoriker – haben dem Fotografen Nikolaus Korab mit folgender Begründung den Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 zuerkannt:
„Der zweite Elfriede-Mejchar-Preis geht an einen Künstler, der uns - die wir bereits in einem weit fortgeschrittenen digitalen Zeitalter leben - durch die konsequente Handhabung der analogen Großbildkamera daran erinnert, was „Photographie“ in ihrem ursprünglichen Sinn ist, nämlich zeichnen (griechisch gráphein) mit Licht (griechisch phōs). Trotz aller späterer Verzweigungen im Oeuvre der Namensgeberin des zu vergebenden Preises lag dieses Verständnis über viele Jahrzehnte ihrem Schaffen prägend zugrunde.
Nikolaus Korab macht das Licht zum eigentlichen Thema des fotografischen Bildes, ohne die Abbildfunktion der Fotografie aufzugeben. In seinen Porträts von Menschen, Architekturen und Räumen gewinnen Licht und Schatten von der tiefsten Dunkelheit bis zur schärfsten Helligkeit eine geradezu haptische Qualität. Immer führt das Gezeigte über den Bildrand hinaus in einen Raum der Imagination.
Korab wurde an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt zum Fotografen ausgebildet, studierte aber auch an der Wiener Filmakademie das Fach Kamera, wo es darum geht, einen konkreten dreidimensionalen Raum in einen optischen zweidimensionalen umzuwandeln, in dem sich die Handlung entfaltet. Mit der äußersten Reduktion und Konzentration der Bildelemente erzeugt Korab eine zeitlose Wirkung seiner Fotografien, die man als klassisch bezeichnen könnte. Aber nicht im Sinne von ‚alt‘, im Mustergültigen erstarrt, sondern im Sinne einer Unabhängigkeit von Zeit und Raum, Bedeutung und Wissen. Was wir sehen, bedarf keiner Erklärung; es ist uns unmittelbar zugänglich.“