Die RM Sotheby's Monterey Auction 2026 verwandelt Monterey erneut in das Epizentrum des internationalen Sammlerautomobilmarktes – nirgendwo sonst treffen automobile Meisterwerke, legendäre Rennwagen und millionenschwere Designikonen in einer solchen Dichte aufeinander. Im Rahmen der Kunstauktion Monterey kehrt die traditionsreiche Auktion vom 13. bis 15. August 2026 in das Monterey Conference Center an der Portola Plaza zurück und unterstreicht einmal mehr ihre Rolle als bedeutendste Versteigerung der Monterey Car Week.
Seit fast drei Jahrzehnten zählt die RM Sotheby's Monterey Auction zu den wichtigsten Ereignissen des internationalen Klassikermarktes. Jahr für Jahr gelangen hier außergewöhnliche Automobile unter den Hammer, die nicht nur technische Meilensteine verkörpern, sondern längst als Designikonen und Kulturgüter gelten. Rekordpreise, seltene Provenienzen und Sammler aus aller Welt machen Monterey zum wichtigsten Treffpunkt der internationalen Automobilszene.
Unter den zahlreichen Spitzenlosen stechen sieben Fahrzeuge besonders hervor. Sie erzählen von Rennsport, visionärer Ingenieurskunst und der Eleganz großer Karosseriebauer – und zeigen eindrucksvoll, weshalb historische Automobile heute ebenso als rollende Kunstwerke wie als Blue-Chip-Sammlerstücke gelten.
1937 Bugatti Type 57SC Atalante
Der Bugatti Type 57SC Atalante zählt zu den legendärsten Sportwagen der Vorkriegszeit. Als leistungsstärkste Ausführung der Type-57-Baureihe entstand der 57S nicht als luxuriöser Grand Tourer, sondern als kompromissloses Hochleistungsautomobil. Das vollständig überarbeitete und abgesenkte Fahrgestell – surbaissé – verlieh dem Wagen einen besonders niedrigen Schwerpunkt und außergewöhnliche Fahreigenschaften. Zusammen mit dem speziell abgestimmten 3,3-Liter-Reihenachtzylinder, Trockensumpfschmierung und der markanten V-förmigen Bugatti-Kühlermaske entstand eines der technisch fortschrittlichsten Automobile seiner Zeit.
Auch auf der Rennstrecke setzte der Type 57S Maßstäbe. Bereits in den ersten Monaten gewann er den Grand Prix de France, den Grand Prix de La Marne und den Grand Prix de Comminges. Es folgten weitere Siege in Pau, Bone, La Marne und Le Mans, wo der Typ 57S Geschwindigkeitsrekorde aufstellte und sich den Ruf eines Supersportwagens seiner Epoche erwarb. Zwischen 1936 und 1938 entstanden lediglich 42 Exemplare, davon nur 17 mit der von Jean Bugatti entworfenen Atalante-Karosserie. Ihre fließende Dachlinie und das charakteristische Heck machen sie bis heute zu einer der begehrtesten Karosserieformen der Automobilgeschichte.
Schätzpreis: 9.000.000–12.000.000 US-Dollar
Schon im Stand wirkt der Type 57SC Atalante wie eine fahrende Skulptur. Seine lang gestreckten Proportionen, die tief über der Straße liegende Karosserie und die unverwechselbare Eleganz der Atalante-Linie verleihen ihm eine zeitlose Ausstrahlung, die ihn zu einem der größten Meisterwerke der französischen Automobilgeschichte macht.
1935 Duesenberg Model JN Convertible Coupé by Rollston & Bohman & Schwartz
Der Duesenberg Model JN Convertible Coupé zählt zu den berühmtesten amerikanischen Luxusautomobilen der 1930er Jahre – nicht zuletzt wegen seines ersten Besitzers: Clark Gable, dem legendären „King of Hollywood“. Der Schauspieler bestellte eines von lediglich vier offenen JN-Modellen mit Rollston-Karosserie und ließ es anschließend beim renommierten Karosseriebauer Bohman & Schwartz in Pasadena nach seinen eigenen Vorstellungen vollenden. Gemeinsam mit Designer W. Everett Miller entwickelte Gable zahlreiche Details selbst – von der verlängerten Motorhaube über die stärker geneigte Windschutzscheibe bis hin zu den in Wagenfarbe lackierten Radabdeckungen und der markanten Kühlerverkleidung. Das Ergebnis war ein ebenso elegantes wie unverwechselbares Einzelstück.
Der Duesenberg begleitete Gable während seiner Romanze mit Carole Lombard, die ihn regelmäßig bei Besuchen in der Werkstatt begleitete. Nach der Fertigstellung wurde das Cabriolet zu einem festen Bestandteil seines öffentlichen Auftritts und erschien auf zahlreichen Werbefotografien sowie 1938 im Hollywood-Film Merrily We Live. Nach dem tragischen Tod Lombards im Jahr 1942 konnte sich Gable jedoch nicht mehr von den Erinnerungen an das Fahrzeug lösen und ließ es verkaufen. Gerade diese außergewöhnliche Provenienz macht den Wagen heute zu einem der bedeutendsten Hollywood-Automobile überhaupt.
Schätzpreis: 6.500.000–8.500.000 US-Dollar
Kaum ein Automobil verbindet Glamour, Design und persönliche Geschichte so eindrucksvoll wie dieser Duesenberg. Hinter seiner eleganten Linienführung verbirgt sich eine der bewegendsten Liebesgeschichten des Goldenen Zeitalters Hollywoods – und genau das verleiht ihm seine einzigartige Aura.
1939 Delage D8-120 S Coupé by Letourneur et Marchand
Der Delage D8-120 S gilt als das letzte große Automobil der traditionsreichen französischen Marke Delage. Obwohl das Modell bereits im Rahmen der Zusammenarbeit mit Delahaye entstand, blieb sein kultivierter Reihenachtzylinder eine eigenständige Delage-Konstruktion. Mit den markanten außenliegenden Auspuffrohren, der langen Motorhaube und dem leistungsfähigen Fahrgestell bot der D8-120 eine ideale Grundlage für die bedeutendsten Karosseriebauer seiner Zeit.
Das hier angebotene Einzelstück entstand auf dem äußerst seltenen D8-120 S-Chassis, wobei das S – wie bei Bugatti – für surbaissé („tiefergelegt“) steht. Das 1937 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellte Fahrgestell war nicht nur niedriger, sondern auch leichter konstruiert, verfügte über eine schmalere Spur und größere Räder und verlieh dem Wagen außergewöhnlich sportliche Proportionen. Die elegante Karosserie von Letourneur et Marchand greift die Formensprache der legendären Delage-Rennwagen auf und zählt zu den eindrucksvollsten französischen Karosserieentwürfen ihrer Epoche.
Den überlieferten Unterlagen zufolge gehörte das Fahrzeug ursprünglich dem portugiesischen Juristen und ehemaligen Bürgermeister von Sintra, Fernando Tavares de Carvalho. Die Fahrgestellkarte dokumentiert die Fertigstellung des Chassis am 13. März 1938, bevor es noch am selben Tag an Letourneur et Marchand zur Karosserierung übergeben wurde. Historische Dokumente und zeitgenössische Fotografien belegen zudem, dass das Automobil bereits 1939 als geschlossenes Coupé in Lissabon zugelassen war und seine außergewöhnliche Erscheinung bis heute bewahrt hat.
Schätzpreis: 1.500.000–2.500.000 US-Dollar
Die fließenden Linien des Delage wirken wie aus einem einzigen Schwung gezeichnet. Zwischen Eleganz und sportlicher Spannung entsteht eine zeitlose Harmonie, die dieses seltene Coupé zu einem Höhepunkt französischer Karosseriekunst der 1930er Jahre macht.
1947 Talbot-Lago T26 Record Cabriolet by Figoni et Falaschi
Der Talbot-Lago T26 Record Cabriolet steht für den Höhepunkt französischer Automobilkunst der Nachkriegszeit. Gemeinsam mit Bugatti, Delahaye und Delage gehörte Talbot-Lago zu den großen Luxusmarken Frankreichs und schuf einige der elegantesten Grand Tourer des 20. Jahrhunderts. Den entscheidenden Wandel leitete Anthony Lago nach seiner Übernahme des Unternehmens Mitte der 1930er Jahre ein. Aus einem eher konservativen Hersteller entwickelte er eine Marke, die auf Rennstrecken ebenso glänzte wie bei den großen Concours d'Élégance Europas.
Modelle wie der T150 SS mit den legendären „Teardrop“-Karosserien von Figoni et Falaschi machten Talbot-Lago weltweit berühmt. Der später entstandene T26 Record führte diese Tradition fort und verband leistungsstarke Technik mit der unverwechselbaren Eleganz des berühmten Pariser Karosseriebauers. Das hier angebotene Cabriolet verkörpert eindrucksvoll jene Verbindung aus französischem Luxus, technischer Raffinesse und skulpturalem Design, die Talbot-Lago bis heute zu einer der begehrtesten Marken des klassischen Automobilbaus macht.
Schätzpreis: 1.900.000–2.500.000 US-Dollar
Mit seinen fließenden Linien und den harmonischen Proportionen wirkt das Talbot-Lago wie eine rollende Skulptur. Kaum ein anderes Cabriolet verkörpert die Eleganz französischer Karosseriekunst so selbstverständlich und zeitlos wie dieses außergewöhnliche Meisterwerk von Figoni et Falaschi.
1955 Mercedes-Benz 300 SL Gullwing
Der Mercedes-Benz 300 SL Gullwing gilt als der erste Supersportwagen der Automobilgeschichte und zählt bis heute zu den größten Ikonen deutscher Ingenieurskunst. Hervorgegangen aus dem erfolgreichen Rennsportprogramm von Mercedes-Benz, übertrug er die Technologie des legendären W194 erstmals auf ein Serienfahrzeug. Sein leichter Gitterrohrrahmen und die charakteristischen Flügeltüren machten den 300 SL zu einer technischen Sensation und begründeten seinen bis heute legendären Ruf.
Der Ursprung des Modells liegt in den spektakulären Motorsporterfolgen des Jahres 1952. Siege bei den 24 Stunden von Le Mans, dem Eifelrennen auf dem Nürburgring, dem Grand Prix von Bern und der Carrera Panamericana machten den 300 SL weltweit berühmt. Auf Initiative des amerikanischen Importeurs Max Hoffman entstand schließlich die Serienversion, die 1954 vorgestellt wurde und rasch zum Inbegriff exklusiver Sportwagen avancierte.
Schätzpreis: 1.800.000–2.200.000 US-Dollar
Schon die nach oben öffnenden Flügeltüren lassen den 300 SL wie ein Automobil der Zukunft erscheinen. Seine klare Linienführung, die lange Motorhaube und die kompromisslose Rennsporttechnik verleihen ihm eine Aura, die bis heute Generationen von Automobilliebhabern und Sammlern fasziniert.
1955 Porsche 356 Pre-A Continental Coupé by Reutter
Der 1955 Porsche 356 Pre-A Continental Coupé by Reutter zählt zu den frühen Meilensteinen der Marke und verkörpert den Ursprung der Porsche-Erfolgsgeschichte. Die elegante Karosserie aus dem Hause Reutter verbindet Leichtbau, zeitlose Linienführung und technische Präzision zu einem Sportwagen, der bis heute als Inbegriff der frühen Porsche-Philosophie gilt. Gerade die seltenen Continental-Modelle genießen unter Sammlern besondere Wertschätzung und markieren eine wichtige Phase der Unternehmensgeschichte.
Schätzpreis: 200.000–275.000 US-Dollar (ohne Mindestpreis)
Zwischen den monumentalen Luxusautomobilen der Vorkriegszeit wirkt das Porsche 356 Pre-A Continental Coupé beinahe zurückhaltend. Gerade diese Klarheit macht seinen Reiz aus. Jede Linie folgt der Funktion, jede Rundung wirkt selbstverständlich – ein Sportwagen, der bis heute nichts von seiner zeitlosen Eleganz verloren hat.
Gerade weil die frühen Continental-Modelle nur selten auf den Markt gelangen, zählen sie heute zu den begehrtesten Porsche der frühen Nachkriegszeit.
Die RM Sotheby's Monterey Auction 2026 zeigt eindrucksvoll, dass außergewöhnliche Automobile längst zu den bedeutendsten Sammlerobjekten des 20. Jahrhunderts zählen. Zwischen Ingenieurskunst, Karosseriedesign und Rennsportgeschichte entstehen hier automobile Meisterwerke, deren kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung weit über den klassischen Oldtimermarkt hinausreicht. Monterey bestätigt damit einmal mehr seinen Ruf als weltweit führender Marktplatz für Blue-Chip-Automobile und als Gradmesser des internationalen Sammlerautomobilmarktes.
Öffnungszeiten & Auktionszeiten
RM Sotheby's Monterey Auction 2026
Mittwoch, 12. August 2026
Donnerstag, 13. August 2026
Freitag, 14. August 2026
Samstag, 15. August 2026
Mit großer Spannung erwartet, feiert LA Modern Auctions (LAMA) am 22. Juli 2025 seine erste eigenständige Auktion, die ausschließlich der Kunst aus Afrika, Ozeanien und Amerika gewidmet ist. Diese Premiere stellt nicht nur einen bedeutenden Schritt für das Auktionshaus dar, sondern würdigt zugleich die künstlerische Tiefe und kulturelle Vielfalt von Werken, die über Jahrhunderte hinweg die Identität und Spiritualität ganzer Gemeinschaften geprägt haben.
Die Auktion umfasst… Weiterlesen
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