Mit stillerer Intensität malt Hjördis Baacke Wälder. Ihre realistischen, lichtdurchwirkten Leinwände erscheinen wie Porträts, jeder Wald mit eigener Persönlichkeit, jeder Blick ein Eintauchen in ein Versprechen von Tiefe und Konzentration.
Zwischen Mensch und Tier schließlich erkennt Dana Meyer eine innere Verwandtschaft, die sich in ihren Figuren manifestiert und bewusst Grenzen auflöst.
„In Allegorien und Metaphern erkennen Menschen sich als Tiere mit deren Eigenheiten, Wesensarten und Archetypen. Das Ineinander und Zugleichsein von Erlebten in diesen Bildwelten ist unmittelbarer.“
So kündigt sich die Art Karlsruhe 2026 als Messe an, die nicht auf Effekte setzt, sondern auf Haltung. Auf Kunst, die schaut, erinnert, befragt – und gerade dadurch ihre Aktualität behauptet.
So löst sich das Bild aus der konkreten Erinnerung an die Kathedrale Notre-Dame und öffnet sich einem größeren Gedankenraum, in dem Mythos, Geschichte und Gegenwart nicht festgeschrieben sind, sondern als lebendige Bewegung weiterwirken.